Bessere Beschäftigungsbedingungen für ältere Arbeitnehmer

Immer mehr Menschen wollen freiwillig länger arbeiten – dass ist das Ergebnis aktueller vom Statistischen Bundesamt veröffentlichter Zahlen. Jeder neunte Rentner geht demnach weiter arbeiten, obwohl er die Renteneintrittsgrenze erreicht hat. Immer mehr Ältere entscheiden sich dabei nicht aus materiellem Zwang für die längere Erwerbstätigkeit. 58 Prozent sind nicht auf Arbeit angewiesen, um sich den Lebensunterhalt zu sichern (37 Prozent auf Zuverdienst angewiesen).

Die nach Einschätzung des Unternehmerverbandes positive Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Förderinstrumente zur Frühverrentung sind in den vergangenen Jahren abgeschafft worden. Gleichzeitig ist die schrittweise Einführung der Rente mit 67 beschlossen worden.

„Im Kern zeigt sich aber, dass viele Arbeitnehmer noch jenseits des offiziellen Renteneintrittsalters leistungsfähig und leistungswillig sind. Es entspricht dem Lebensgefühl eines großen Teils der älteren Generation, sich aktiv einzubringen“, so Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes.

Ältere Arbeitnehmer seien aber nicht nur fitter als früher, sie verfügten auch über einen wertvollen Erfahrungsschatz. „Die Unternehmen brauchen die Kompetenzen der älteren Arbeitnehmer. Gerade vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels steckt hierin ein großes Potenzial für die Betriebe“, ist sich Schmitz sicher.

Nicht nur gesetzliche Rahmenbedingungen hätten sich aber für ältere Arbeitnehmer, die länger arbeiten wollen, verbessert. Jeder dritte Betrieb versucht nach Angaben des staatlichen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung darüber hinaus, rentenberechtigte Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. „Dafür bieten die Unternehmen älteren Mitarbeitern vor allem mehr Flexibilität und Zeitsouveränität“, erläutert der Arbeitgebervertreter.

Ziel des Unternehmerverbandes sei es, mit den Betrieben gemeinsam die Beschäftigungsmöglichkeiten älterer Mitarbeiter durch gute Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern. Schmitz nennt ein Beispiel aus der Betriebspraxis: „Die Arbeit in altersgemischten Teams hat sich sehr bewährt. Die Leistungsfähigkeit der Jüngeren kann dadurch optimal mit dem Erfahrungsschatz der Älteren verbunden werden.“ Es gehe bei diesen und anderen Beispielen darum, dass die Unternehmen voneinander lernen.

Bildunterschrift: Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführ des Unternehmerverbandes. (Foto: Unternehmerverband)

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