Bocholts Gleichstellungsbeauftragte ist jetzt auch NRW-Landessprecherin

Bocholt (PID). Astrid Schupp ist Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros/Gleichstellungsstellen NRW. Das hat die Mitgliederversammlung in ihrer Sitzung am 21. Juni 2017 in Duisburg mit der Mehrheit der Stimmen beschlossen. Die 53-Jährige ist seit Oktober 2012 städtische Gleichstellungsbeauftragte.
Die Vorsitzende des städtischen Ausschusses für Fragen der Gleichstellung von Frau und Mann, Annette Wessels, sagt zur erfolgreichen Wahl: „Wir freuen uns, dass wir als größte Stadt im Kreis nun auch mit einer Sprecherin Gleichstellungsthemen auf Landesebene mitgestalten können. Astrid Schupp, die über vielfältige Erfahrung verfügt und zudem außerordentlich gut vernetzt ist, wird insbesondere die Interessen der Frauen in unserer Grenzregion erfolgreich vertreten.“
“Auf Landesebene Veränderungen bewirken”
Astrid Schupp selbst kommentiert: „Ich freue mich sehr darauf, nun auch auf Landesebene gemeinsam Veränderungen zu bewirken und die Interessen der Frauen und Mädchen unserer Stadt wahrzunehmen. Mir geht es insbesondere darum, neue Kontakte zu gewinnen, neues Wissen aufzubauen, regelmäßig Erfahrungen auszutauschen, das Know-how anderer mit zu nutzen und neue Zielgruppen zu erschließen und anzusprechen.”
Ferner setzt sich Schupp dafür ein, dass Frauen und Mädchen eigene Kompetenzen einbringen, die eigene Flexibilität verbessern und Herausforderungen und Risiken gemeinsam tragen. Es gelte, neue Sichtweisen und Blickwinkel kennenzulernen, die berufsspezifische “Verinselung” zu vermeiden, “und – last but not least – eine höhere Sichtbarkeit und Präsenz für die Anliegen und Rechte der Frauen in der Bevölkerung zu erzielen.“
Hintergrund: Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen NRW
Nicht alle Frauen- und Gleichstellungsfragen können vor Ort in den städtischen Rathäusern gelöst werden. Um die Erfahrungen aus allen Städten, Kreisen und Gemeinden Nordrhein-Westfalens in die Landespolitik einfließen zu lassen, haben die Gleichstellungsbeauftragten 1988 die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstelen NRW gegründet. Unterstützt durch eine Geschäftsstelle arbeiten gewählte Sprecherinnen daran, Frauen- und Gleichstellungsthemen landesweit zu bündeln. Damit hatte Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland eine Vernetzungsstelle für kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte geschaffen.
1988 machten es sich die kommunalen Frauen-/Gleichstellungsbeauftragten in NRW zum Ziel, ein landesweites frauenpolitisches Netzwerk zu knüpfen. Lobbyarbeit für die Interessen von Frauen zu leisten, ist heute noch das zentrale Anliegen der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros/ Gleichstellungsstellen in NRW. Die LAG NRW bietet kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in NRW ein Forum für einen landesweiten Austausch von Informationen, Erfahrungen, die Entwicklung gemeinsamer Positionen zu frauenpolitischen Themen und die Erarbeitung von Materialien und Handlungsempfehlungen für die Arbeit vor Ort. Die LAG NRW ist mit rund 375 Gleichstellungsbeauftragten derzeit die mitgliedsstärkste Landesarbeitsgemeinschaft im Bundesgebiet.

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