CDU Bocholt fordert: Mehr bezahlbarer Wohnraum in Bocholt

Bezahlbarer Wohnraum ist für viele Bevölkerungsgruppen ein sehr wichtiges Thema. In Bocholt ist der Wohnraum für Bürger mit niedrigerem Einkommen jedoch knapp. Das stellt auch die Arbeitsgruppe „Bezahlbarer Wohnraum“ der CDU Bocholt fest. In dieser erarbeiten Michael Hösing, Heike Nienaber und Daniel Nitsche Vorschläge, wie die Politik dieser Situation entgegenwirken kann. Die Sprecherin der Arbeitsgruppe und Architektin Heike Nienaber erklärt:

„In Bocholt fehlt es vor allem an Wohnraum für Personen mit niedrigem Einkommen, das jedoch über der Grenze für den sozialen Wohnungsbau liegt. Diese Personengruppen suchen dringend nach Wohnraum mit einem Mietpreis bis maximal 7,50 Euro pro Quadratmeter. In Bocholt liegt der kalkulatorisch notwendige Mietpreis für Investoren zurzeit jedoch bei etwa 10 Euro pro Quadratmeter.

Hier muss die Stadt Bocholt dringend handeln. Ihr stehen dabei verschiedene Möglichkeiten, von dem kommunalen Wohnungsbau über die Förderung sozialorientierter Wohnungsbauträger bis hin zu zielgruppenspezifischen Finanzhilfen, zur Verfügung. Das effektivste Instrument für die Stadt Bocholt bildet jedoch die Liegenschaftspolitik und das Bodenmanagement.

Die Arbeitsgruppe „Bezahlbarer Wohnraum“ der CDU Bocholt schlägt daher zum einen vor, verstärkt Grundstücke für Mehrfamilienhäuser an private (Bocholter) Investoren mit einer Mietpreisbindung zu vergeben, die an den Mietpreis für „sozialen Wohnungsbau“ gekoppelt ist und ca. 2,00 bis 2,50 Euro (zurzeit dann 7,50 Euro pro Quadratmeter) über diesem liegt. Auch sollten bei der Vergabe von größeren Flächen für Wohnbauprojekten nicht der höchste Bieterpreis, sondern das beste Konzept entscheidend sein. Die Anforderungen an das Konzept sollten dabei durch die Stadtplanung definiert werden und eine Quote für eine Mietbindung beinhalten.

Wir begrüßen es sehr, dass diese Vorgehensweise bereits im KuBAaI-Gebiet teilweise verfolgt wird und bei der Vergabe der Baufelder auch die angebotene Nutzung potentieller Investoren in die Entscheidungskriterien einfließt. So kann eine Durchmischung mit verschiedensten Wohnräumen realisiert werden.“

Die Arbeitsgruppe stellte ihre Ergebnisse dem CDU-Stadtverbandsvorstand vor und leitete die Vorschläge an die Fraktion weiter. Diese wird sich mit dem Thema weiter beschäftigen und die Ergebnisse durch Anfragen und Anträge in den Stadtrat einbringen.

Quelle: Pressemitteilung CDU

10 Kommentare
  1. Stefan R Ede
    Stefan R Ede sagte:

    Erst wenn nur noch Rentner in der Stadt zu sehen sind die Eigenheime haben und keine jungen Menschen mehr, Dann merkt auch die Stadt Bocholt dass etwas falsch lief. Familien wohnen dann halt außerhalb und wenn man eh mit dem Auto in die Stadt fahren muss warum dann nicht gleich in größere Städte mit kostenlosen Parkplätzen

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  2. Thomas Purwin
    Thomas Purwin sagte:

    Werner Strauss sagt es schon passender Weise!

    Auf Bestreben der CDU wurde vor Jahren die BWG verkauft und damit die letzte Möglichkeit genommen, selber regulieren zu können. Jetzt solche Forderungen aufzustellen ist scheinheilig!

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