„Donum Vitae“ präsentierte Aufgaben im Arbeitskreis für die Gleichstellung von Frau und Mann“

Kreis Borken. Die Aufgaben des Vereins“Donum Vitae“ standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises für die Gleichstellung von Mann und Frau im Borkener Kreishaus. Annette Demes, Sprecherin des Arbeitskreises, konnte dazu Dr. Ute Labusch, 1. Vorsitzende des Vereins, und Fachberaterin Carola Wissing begrüßen, die dann die Arbeit des Vereins vorstellten. Eine intensive Diskussion schloss sich an.
Der lateinische Begriff „Donum vitae“ bedeutet „Geschenk des Lebens“. Diesen Namen trägt der bundesweit tätige private Verein. Er verfolgt das Ziel, den Schutz des menschlichen Lebens zu fördern und bietet vor allem Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung an. Im Kreis Borken verfügt der „Donum Vitae“ über Geschäftsstellen in Ahaus und Bocholt. Außerdem werden in Borken Außensprechstunden durchgeführt.
Die Beratung diene dem Schutz des ungeborenen Lebens und umfasse die Lebenssituation von Frauen bzw. von Paaren, erklärten die beiden Vertreterinnen von „Donum vitae“. Grundlage der ergebnisoffenen Beratung sei, das werdende Leben mit der Mutter und nicht gegen sie zu schützen. Die Frauen würden unterstützt, eine eigenverantwortliche Entscheidung zu treffen. Hierzu gehöre insbesondere das Aufzeigen von Möglichkeiten und Hilfen zur Fortsetzung der Schwangerschaft. Auch in Fragen zur Verhütung sowie zur Lebensplanung nach Fehl- und Totgeburten, bei unerfülltem Kinderwunsch oder nach einem Schwangerschaftsabbruch berate der Verein absolut vertraulich, anonym, kostenlos, zeitnah. Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit des Vereins sei die sexualpädagogische Prävention. Dabei wolle man die Kompetenz der Jugendlichen stärken, damit sie selbstkritisch und verantwortlich mit der eigenen Sexualität umgehen.
Die Beratungsstelle arbeitet mit vielen Institutionen und Personen im Kreis Borken zusammen, u.a. Schulen, Ausbildungsstätten, Behörden, Beratungsstellen, Fraueneinrichtungen, Gleichstellungsbeauftragte, Krankenhäuser, Hebammen sowie Arztpraxen. Die überwiegende Anzahl der Frauen, die erstmals in die Beratung kommt, ist zwischen 22 und 34 Jahre alt. Die Gründe für einen beabsichtigten Schwangerschaftsabbruch seien in der Regel ganz unterschiedlich, erläutere Carola Wissing. Oft seien es finanzielle Schwierigkeiten, Probleme in der Partnerschaft bzw. Ehe, Gewalt in Beziehungen, medizinische Indikationen, aber auch psychische Erkrankungen.

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