Falsche Polizisten am Telefon

Ahaus/Rhede (ots) – Donnerstag, 22:30 Uhr und 23:30 Uhr: In zwei Fällen gaben sich bislang unbekannte männliche Personen

per Telefon als angebliche Polizeibeamte aus. Eine 62-jährige

Ahauserin wurde gegen 22:30 Uhr von einem unbekannten Mann angerufen,

welcher sich aus Polizist ausgab. Er befragte sie zu ihren

Vermögensverhältnissen. Einer 61-jährigen Rhedenserin gegenüber gab

ein Unbekannter gegen 23:30 Uhr an, es habe angeblich einen Einbruch

in der Nachbarschaft gegeben und sie solle die Fenster und Türen

schließen. In beiden Fällen beendeten die Frauen das Telefonat und

informierten die Polizei über den Notruf 110. In einem Fall wurde die

angebliche Rufnummer im Display des Telefons angezeigt. Nach einer

Vorwahl endete diese mit -110 und sollte den Anschein erwecken, es

handelte sich tatsächlich um einen Telefonanschluss der Polizei. Seit

Donnerstag, dem 28.03.2017, gingen bei mindestens sechs Seniorinnen

im Kreis Borken betrügerische Anrufe nach der oben beschriebenen

Masche „Falsche Polizeibeamte“ ein. Hierbei wurden vorwiegend ältere,

alleinstehende Damen angerufen. Die Täter versuchten, den Angerufenen

glaubhaft zu machen, dass deren Geld oder andere Wertgegenstände

weder in einer Bankfiliale noch zu Hause sicher aufbewahrt seien.

Unter dem Vorwand, in der unmittelbaren Nachbarschaft sei es jüngst

zu Diebstählen gekommen, sollte dann eine Übergabe der

Wertgegenstände oder des Bargeldes an vermeintliche Polizeibeamte

erfolgen. In den oben aufgeführten Fällen blieb es bei Versuchen. Die

Polizei Borken möchte aus diesem Anlass wiederholt darauf hinweisen,

dass durch Polizisten telefonisch keinerlei private Informationen wie

zum Beispiel zu Gewohnheiten, Arbeitszeiten, Anzahl von

Familienmitgliedern oder ähnlichen Dingen erfragt werden. Haben Sie

Zweifel an der Echtheit eines Polizeibeamten am Telefon, lassen sie

sich den Namen und eine Rückrufnummer geben und wählen Sie

anschließend den Notruf 110 ohne eine Vorwahl. Hier können Sie sich

bestätigen lassen, ob es sich bei dem Anrufer um einen „echten“

Polizeibeamten handelt.

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