„Forum Artenvielfalt und Kulturlandschaft“ tagte im kult in Vreden

Kreis Borken / Vreden. „Heimat braucht Vielfalt“ – so lautete der Titel der Veranstaltung, zu der der Kreis Borken gemeinsam mit der Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken nach Vreden eingeladen hatte. Denn Heimat ist im Westmünsterland untrennbar mit Natur und Landschaft verbunden. Zum zweiten „Forum Artenvielfalt und Kulturlandschaft“ kamen Vertreterinnen und Vertreter der Heimatmuseen und Heimatvereine ebenso wie Imker, Landwirte, Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzverbänden sowie der Kommunen im Kreis Borken.
Die stellvertretende Landrätin Magdalene Garvert verdeutlichte in ihrem Grußwort das besondere Engagement der Heimatvereine für die Artenvielfalt. „Sie alle haben das Heft schon in die Hand genommen: Sie pflegen vielerorts liebevoll angelegte Bauerngärten und Streuobstwiesen, sie basteln mit Kindern Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse und sie führen Menschen in die Natur und an die Natur heran.“ Garvert erinnerte im weiteren an die im Frühjahr 2016 von Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, der landwirtschaftlichen Verbände und Kammern, Naturschutzverbänden, Imkern, Fischern und Jägern, der Biologischen Station, der Naturfördergesellschaft und der Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken unterzeichnete Erklärung „Region in der Balance – Biodiversität“ und den damit bezeugten Willen, sich des Themas anzunehmen und etwas gegen den anhaltenden Artenschwund zu unternehmen.
Mit dem ersten „Forum Artenvielfalt und Kulturlandschaft“ hätten der Kreis Borken und die Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken 2016 eine Plattform für den Austausch von Ideen und Anregungen und für neue Kooperationen unter neuen Partnern, aber auch zum kritischen Rückblick auf das bislang Erreichte und einen Ausblick auf notwendiges Tun ins Leben gerufen. „Das kult in Vreden vereint modernste Architektur, Museum, Forschung und Wissenschaft. Es zeigt Kultur und lebendige Tradition in unserem Kreis und weit darüber hinaus. Gibt es einen besseren Ort, um mit Ihnen zu so einem wichtigen Thema wie der Artenvielfalt ins Gespräch zu kommen?“, fragte Hubert Grothues, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Kulturlandschaft, mit Blick auf den Tagungsort.
Ganz praktisch ging es zunächst für die Teilnehmenden zu einer vom Verein Kulturlandschaft Vreden in der Nähe des Tagungsortes eingesäte Blumenwiese. Einen weltweiten Bogen der Verantwortung für die Vielfalt der Arten spannte dann Dr. Gertrud Hein von der Natur- und Umweltakademie NRW in ihrem engagierten Vortrag. So inspiriert sammelten die Anwesenden im weiteren Verlauf der Tagung gute Beispiele aus der Region und viele weitere Ideen, wie die verschiedenen Akteure die Menschen im Kreis Borken für das Thema Biodiversität sensibilisieren könnten. Das Spektrum reichte dabei vom selbst gebackenen Pfannkuchen auf dem Wochenmarkt über Naturführungen per pedes oder per Rad bis hin zur Anlage von Gärten mit alten Nutzpflanzen. Die Ergebnisse des Tages werden jetzt von den Teilnehmenden ausgewertet. Sie sollen Anregungen liefern, wie das Engagement für die Artenvielfalt im Kreis weiter gestärkt werden kann.

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