Golfclub Anholt: Karolina Swiatlowski und Sebastian Hüsken sind die Clubmeister 2017

Dass am vergangenen Wochenende das sportliche Jahreshighlight auf dem Turnierkalender des Golfclubs Wasserburg stand, spürte man schon Tage vorher. Die Trainingsbereiche waren gut besucht, das Greenkeeperteam im Volleinsatz und auch die Gespräche rankten sich immer um die Clubmeisterschaft.

Am Freitag wurde das große Leaderboard vor der Clubhausterrasse aufgebaut und die Greenkeeper gaben vor allem den Grüns den letzten Schliff. Diese wurden so präpariert, dass sie dem Standard von PGA-Profiturnieren entsprachen und einen Stimpmeterwert von ca. 11 aufwiesen. Die Anholter Grüns sind bei Golfern aus Nah und Fern schon immer für ihren Pflegezustand, die Spurtreue und die Schnelligkeit bekannt, aber so schnell sind sie nur bei wirklich besonderen Anlässen.

(Für den Laien: Die Schnelligkeit auf dem Grün wird mit dem sog. Stimpmeter gemessen. Dieser misst in feet , welche Strecke ein Golfball, der nach festgelegten Kriterien von einer Schiene herabgerollt wird, auf einer ebenen Strecke des Grüns zurücklegt. Für Amateurgolfer sind Geschwindigkeit von mehr als 10 „Stimp“ eigentlich kaum spielbar, da man die Ballgeschwindigkeit nur sehr schwer dosieren kann. Dies zeigte sich auch schnell – sogar von einem „Sieben-Putt auf Grün 1 wurde berichtet.)

33 Golferinnen und 78 Golfer hatten sich für die Clubmeisterschaft angemeldet. Die Startreihenfolge richtete sich am Handicap aus, so dass die drei Spielerinnen mit dem besten Handicap am Samstag um 11.00 Uhr die Ehre hatten, das Turnier zu eröffnen. Clubmanager Hendrik Vollrath übernahm die Starterroller an Tee 1 und schickte die drei Favoritinnen Karolina Swiatlowski (Hcp. 3,6), Vanessa Paulsberg (Hcp. 5,2) und Carmen Terstegen (Hcp. 5,3) auf die Runde.

Das setzte sich bis 15 Uhr fort, als auch der mit 14 Jahren jüngste Turnierteilnehmer Anton Große Wentrup mit seinem Flight an Tee-Box 1 stand.

Bei den Herren hatte ein Großteil der Clubmannschaft gemeldet, sodass Top-Golf und Spannung zu erwarten war. Leider konnte der siebenfache Clubmeister Martin Schlichtenbrede verletzungsbedingt nicht zur Titelverteidigung antreten.

Die erste von insgesamt drei Runden bot schon einiges. Bei den Damen setzte sich erwartungsgemäß Karolina Swiatlowski mit 79 Schlägen an die Spitze – gefolgt von Carmen Terstegen (83) und Veronika Stellmach (87).

Bei den Herren war Martin Belting, Playing Captain der AK-50-Mannschaft, die Überraschung. Er spielte nicht nur ein Hole-in-One an Bahn 9, sondern setzte sich zusammen mit Jeroen Kleinsman und Tom Rentmeister an die Spitze der Konkurrenz – alle mit 73 Schlägen.

Am Sonntag folgten die entscheidenden zwei Runden. Für Runde 2 qualifizierten sich die besten 15 Damen und die besten 25 Herren und für die dritte Runde die besten 9 Damen bzw. 15 Herren. Gestartet wurde nun nach den Zwischenergebnissen – die Führenden immer zuletzt.

Karolina Swiatlowski spielte in Runde 2 „nur“ eine 82, konnte aber trotzdem ihren Vorsprung auf Carmen Terstegen ausbauen, die einen Schlag mehr benötigte. Veronika Stellmach behauptete mit wiederum 87 Schlägen Platz 3.

Sebastian Hüsken und Hannes Ruhnau starteten bei den Herren eine erfolgreiche Aufholjagd – beide spielten eine Par-Runde (72 Schläge)- so dass sich das Leaderboard nach 2. Runden wie folgt darstellte: 1. Platz: Sebastian Hüsken (147), geteilter 2. Platz: Jeroen Kleinsman und Tom Rentmeister (150), 4. Platz: Hannes Ruhnau (151). Hier war also Spannung für die Schlussrunde angesagt.

Bei den Damen spielte Karolina Swiatlowski ihre dritte Runde mit 80 Schlägen souverän nach Hause und wurde mit insgesamt 241 Schlägen Clubmeisterin 2017. Vizemeisterin wurde Carmen Terstegen (250 Schläge) vor Vanessa Paulsberg und Marianne Kortboyer, die beide auf 262 Schläge kamen.

Knapper ging es bei den Herren zu. Die beste Schlussrunde spiele mit „2 unter Par“ Lennart Krothaus. Diese tolle Leistung verbesserte ihn auf den fünften Rang im Leaderboard. Im letzten Flight, in dem die Zuschauer viele spannende Situationen, tolles Golf, Eagle- und zahlreiche Birdieputts, geniale Bunkerschläge etc. bestaunen konnten, ging es lange Zeit spannend zu.

Letztlich spielte Sebastian Hüsken seine große Erfahrung aus, machte die wenigsten Fehler und brachte eine 74 ins Clubhaus. Mit insgesamt 221 Schlägen feierte er seinen ersten Clubmeistertitel bei den Herren. Vizeclubmeister wurde Hannes Ruhnau, der mit einer 73 eine starke Schlussrunde spielte und mit insgesamt 224 Schlägen Tom Rentmeister (76 / 226) noch auf den 3. Platz verdrängte.

Zusammen mit den offenen Clubmeisterschaften wurden auch die Jugendclubmeister ermittelt (gewertet nach 2 Runden). Bei der weiblichen Jugend setzte sich Laura Hoekstra vor Marly und Fleur Alonso durch.

Jeroen Kleinsman ist Jugend-Clubmeister bei der männlichen Jugend. Zweiter wurde Hannes Ruhnau vor Nico Gajic.

V.l.: Sebastian Hüsken, Laura Hoekstra, Präsident Heinrich Fritz Stellmach, Karolina Swiatlowski, Jeroen Kleinsman

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