Leerstände: Stadtmarketing setzt zunächst auf Flächenmanagementkonzept eines externen Beratungsbüros

Stadtmarketing und -verwaltung setzen in Sachen Innenstadtbelebung zunächst auf das Flächenmanagementkonzept eines externen Beratungsbüros. Dafür soll ein Teil der 245.000 Euro ausgegeben werden, die für das City-Handlungskonzept 2017 im Haushalt bereitstehen. Das teilte Ludger Dieckhues jetzt der Stadtverordneten Bärbel Sauer von der Sozialen Liste mit. Die hatte zuvor in einer Anfrage an den Haupt und Finanzausschuss ihre Sorgen und Bedenken geäußert und von einer „Geisterstadt“ gesprochen.

„Was wird seitens der Verwaltung konkret unternommen, um den Leerstand in der Innenstadt zu stoppen und neue Einzelhandelsfirmen anzusiedeln?“, wollte Sauer wissen. In seiner Antwort verwies Stadtmarketingchef Dieckhues auf das Strategiepapier zum integrierten Handlungskonzept Innenstadt und auf das angestrebte Flächenmanagementkonzept. Das war Bärbel Sauer nicht konkret genug. Sie fragte nach einem Leerstandsmanagement, wie es in anderen Städten bereits erfolgreich erfolgreich praktiziert wird (wir berichteten). Antwort der Verwaltung: So etwas verlange die Mitwirkung der Vermieter. Und daran sei es in der Vergangenheit vielfach gescheitert.

Bärbel Sauer musste sich indes Kritik von Burkhard Henneken (Liberales Bündnis Bocholt) gefallen lassen . Der wunderte sich, dass ausgerechnet die Soziale Liste jetzt für den Handel kämpfe, wo sie doch in den Monaten zuvor verkaufsoffene Sonntage, gebührenfreies Kurzparken und die Abschaffung der Parpklatzablöse abgelehnt hatte.

2 Kommentare
  1. richard iding
    richard iding says:

    Moin,

    ich melde mich mal wieder.

    Herr Henneken kann ja gern Sonntags verkaufen. Stellt er dafür das nötige Personal. Im übrigen stehen die Läden Werktags leer, oder.
    Ich finde das die Stadtverwaltung viel zu viel Haushaltsgeld für Externer ausgibt anstatt selbst was auf die Beine zustellen.
    Mann sollte sich mal umhören wie andere Komunen dies lösen oder gelöst haben.
    Ich möchte das Bocholt eine schöne Stadt bleibt, dafür brauchen wir bestimmt keinen auswärtigen Rat.
    Sparen wir uns das.

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    • Burkhard Henneken
      Burkhard Henneken says:

      Die 4 verkaufsoffenen Sonntage steigern die Attraktivität der Innenstadt und sind für den Einzelhandel auch rentabel; dadurch ändert sich sicherlich nichts am Leerstand, der Wegfall der Stellplatzablöse und kostenloses Parken wären effektive Maßnahmen … Es wird generell zu viel für externe Gutachten usw. ausgegeben, wir haben doch Fachleute in der Verwaltung.

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