„Lernwerk“ 1,25 Millionen teurer als gedacht – Verwaltung streicht daher Archivumzug

Der Bau des bislang für 15,5 Millionen Euro geplanten „Lernwerkes“ im alten Herding-Gebäude wird 1,25 Millionen Euro teurer als gedacht. Mit dieser Nachricht überraschte der Erste Stadtrat Thomas Waschky jetzt die Mitglieder des Haupt und Finanzausschusses. Vor allem im Bereich Heizung und Sanitäranlagen sowie beim Strom müsse deutlich aufwändiger gearbeitet werden als erwartet, hieß es.

Die Stadtverwaltung machte aber auch gleich Einsparvorschläge in gleiche Höhe. Das bislang an der Werkstraße angesiedelte Archiv soll nun doch nicht ins Lernwerk umziehen, sondern in Lowick bleiben. Stattdessen soll die die so genannte „Junge Uni“ ins ehemalige Herding-Gebäude einziehen. Durch diese beiden Maßnahmen würden exakt wieder 1,25 Millionen Euro eingespart, hieß es.

Die Stadtverordnete Vera Timotijevic (Die Grünen) war damit alles andere als zufrieden. „Die Ansiedlung des Archiv im Lernwerk war ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes. Das Archiv wird von vielen Schülern besucht. Die müssen dann nach wie vor weit bis nach Lowick fahren“, meinte sie. In die gleiche Kerbe schlug die SPD.

Einzig die Union zeigte sich erfreut. Man habe den Umzug des Archivs immer schon hintergefragt. „Schließlich wurde damals an der Werkstraße viel Geld investiert, um es zu einem Archiv zu machen“, erklärte Reiner Bones.

18 Kommentare
  1. Thomas J. Heister
    Thomas J. Heister sagte:

    Ich denke grundsätzlich positiv. Bei diesem Projekt wird es aber noch die ein oder andere Überraschung geben. Verantwortliche seilen sich rechtzeitig in die freie Wirtschaft ab. Bauernopfer werden präsentiert.

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    • Martina Hunold
      Martina Hunold sagte:

      Aber die Leute, die Kubaai genau deswegen kritisch kommentier(t)en, werden als Bremser und „Meckermännchen“ – nunja – „ausgezeichnet“. Den BBV-Artikel, wo der Kämmerer genau das vor Unternehmer (!) gesagt hatte, werde ich aufheben.

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  2. Leo Demming
    Leo Demming sagte:

    Das ist aber sehr überraschend….🙈 vielleicht hätte man das Gebäude vor dem Kauf einfach mal besichtigt, dann hätte man nicht nur gesehen, dass sich auf allen Ebenen eine Vielzahl von Säulen befindet sondern auch, dass viele andere Dinge in diesem Gebäude marode und renovierungsbedürfig sind. Die 1,25 Mio werden aber ganz bestimmt nicht das Ende der Fahnenstange sein! 😪😡😪

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  3. Klaus Lachnicht
    Klaus Lachnicht sagte:

    Man kommt sich vor wie bei Stuttgart 21 oder BER Alles unfähige Leute ( Planer) wenn ich in etwa eine Summe veranschlage kann man einen kleinen Spielraum lassen aber so nicht

    Und die Großkotzige CDU ist wieder hocherfreut wenn der Rest an der Werkstr. bleibt. Nir man muss auch überlegen da gibt es keinen ÖPNV,am Bahnhof könnten die Kids in den Bus und am ZOH wieder umsteigen.

    Doe Stadt soll lieber den Gedanken für den Schrott Brauhaus aufgeben. Wenn Theissen vorfinanziert zahlt BOH 180.000 € Jährlich für ein Objekt was in Privatbesitz ist

    Diese Kosten kann man mit Bauchschmerzen da reinstecken dann hat man was .

    Aber hier im Bocholter Rathaus müssen doch Pfeifen sitzen wenn hier alles durchgewunken wird.

    Ich bin seinerzeit von Siemens nach der Entlassungswelle bei Klaus Herding untergekommen.

    Da.man sich Familienbedingt kannte habe ich mich da hochgekrabbelt.

    Selbst als Außenstehender kannte ich und viele andere den Laden, aber von der Bocholter Verwaltung anscheinend keiner .

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