„Lokfietsen“ als Lockvögel: Aaltener Polizei kommt mit Hilfe von GPS reihenweise Fahrraddieben auf die Spur

Von Berthold Blesenkemper

Die niederländische Polizei hat eine offenbar höchst effiziente Methode gefunden, den grassierenden Fahrraddiebstahl zu bekämpfen. Sie setzt so genannte „Lokieftsen“ als Lockvögel ein. Diese Räder werden von den Beamten an Brennpunkten aufgestellt und sind mit einem GPS-gesteuerten Ortungssystem bestückt. Die Täter können so problemlos verfolgt uns meist auf frischer Tat ertappt werden.

So auch gestern in Aalten. Dort wurden ein 44- und ein 74-jähriger Mann verhaftet, weil sie eine „Lokfiets“ der Polizei gestohlen hatten. Bei Ihrer Festnahme waren sie gerade dabei, das gestohlene Fahrrad aus einem Van zu laden, mit dem der Diebstahl begangen wurde.

Die Polizei in den Niederlanden stellt täglich „Lokfietsen“ an verschiedenen Orten auf. Allein gestern führten das allein in Aalten zu vier Festnahmen. Auch in Winterswijk wurden zwei Diebe so auf frischer Tat ertappt.

Laut einer Untersuchung der Universität Tilburg geht der Fahrraddiebstahl in Städten, in denen Lockfahrräder eingesetzt werden, um bis zu 40 Prozent zurück.

Die deutsche Polizei denkt derweil  (noch) nicht an eine solche Taktik. Das ergab eine Rückfrage von Made in Bocholt bei der Kreispolizeibehörde in Borken.

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