Regionale Schulberatungsstelle des Kreises Borken schult 20 sonderpädagogische Lehrkräfte

Kreis Borken. Sonderpädagogische Lehrkräfte arbeiten inzwischen zumeist in den Regelschulen. Dort unterrichten sie nicht nur, sondern übernehmen zunehmend auch Beratungsaufgaben. Um sie dafür zu wappnen, hat die Regionale Schulberatungsstelle des Kreises Borken eine spezielle Schulungsmaßnahme entwickelt. 20 Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen aus dem gesamten Kreisgebiet nutzten jetzt dieses fünf Nachmittage dauernde Seminarangebot. Die Fortbildung ist Teil eines umfangreichen Qualifizierungsprogramms für Sonderpädagogen, das zwischen den zuständigen Schulaufsichtsbeamten, dem Inklusionsfachberater und den Schulpsychologen vereinbart wurde. 
Anlässlich der Auftaktveranstaltung der Seminarreihe im Januar für alle Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen im Kreisgebiet hatte Schulamtsdirektorin Carolin Ischinsky im Borkener Kreishaus die durch die Einführung der schulischen Inklusion geänderte Rolle der Sonderpädagogik erläutert. Der Leiter der Regionalen Schulberatungsstelle des Kreises, Michael Sylla beschrieb dazu in seinem Referat „Grundlagen hilfreicher Schulberatung“ den theoretischen Rahmen. Der Schulpsychologe betonte, dass anstelle des bisher häufig praktizierten „problemorientierten“ Vorgehens in inklusiven Schulen eine „lösungsorientierte“ Beratung in den Fokus rücke. 
Gemeinsam mit der Schulpsychologin Kristina Timm führte Michael Sylla dann in der Folgezeit die Seminare durch. Theorie und praktischen Übungen wechselten dabei einander ab. So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand authentischer Fallbeispiele zuvor Gelerntes in zahlreichen Rollenspielen ausprobieren und einüben. Die Fortbildung wurde zum Abschluss von den Lehrkräften ausgesprochen positiv bewertet. 
Im Kreis Borken sind alle sonderpädagogischen Lehrkräfte regional in sogenannten „sonderpädagogischen Qualitätszirkeln“ organisiert. Diese Arbeitskreise dienen dem fachlichen Austausch. Hier werden auch die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erworbenen Kenntnisse an weitere sonderpädagogische Lehrkräfte weitergeben.


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