Unfall zwischen Pkw und Fahrrad / Kind fährt weiter /

Bocholt (ots) – (fr) Am Dienstag kam es gegen 13.00 Uhr an der

Ecke Münsterstraße/Kochenheimstraße zu einem Verkehrsunfall, an dem

ein Pkw-Fahrer und eine ca. 10 – 13 Jahre alte Fahrradfahrerin

beteiligt waren. Das Mädchen hatte sich nach Angaben einer Zeugin

überschlagen und war auf die Fahrbahn gefallen.

Der Autofahrer, dessen Beifahrerin und auch die Zeugin

unterhielten sich mit dem Mädchen, boten Hilfe an und fragten nach

etwaigen Verletzungen. Das Mädchen gab an, dass alles o.k. sei und

setzte schließlich seine Fahrt fort. Der Pkw-Fahrer gab später an, er

habe dem Mädchen seine Telefonnummer aufgeschrieben.

Die Zeugin meldete den Unfall bei der Polizei, so dass der

Autofahrer schnell ermittelt werden konnte.

Die Mutter der 10-jährigen Radfahrerin aus

Bocholt meldete sich beim Verkehrskommissariat Bocholt und bestätigte

die von dem beteiligten Autofahrer, den Zeugen und der Tochter

gemachten Angaben.

.

Die Polizei weist erneut auf die Besonderheit bei Unfällen mit

Kindern hin. Häufig ist es so, dass Kinder an der Unfallstelle aus

verschiedenen Gründen mit der Situation überfordert sind. Sie müssen

zur Schule, sind geschockt, haben möglicherweise Schuldgefühle oder

gar Angst – vielfach wollen sie möglichst schnell weiter und geben

dann an, dass schon alles o.k. ist. Kinder können aber keine

rechtsverbindliche Einwilligung zum Entfernen von der Unfallstelle

geben. Wer also damit rechnen muss, dass das Kind verletzt sein

könnte und / oder an dem Fahrrad des Kindes ein Sachschaden

entstanden ist, muss bestimmte Pflichten erfüllen. Ansonsten droht

ein Strafverfahren wegen Unfallflucht. In einem solchen Verfahren

kommt es häufig zu Geldstrafen aber auch zum Entzug der

Fahrerlaubnis. Zudem kann es zu Regressforderungen der eigenen

Kfz-Versicherungsgesellschaft kommen. Die Aussage eines Kindes – in

etwa „es ist schon alles o.k.“ entbindet keinesfalls von diesen

Pflichten. Man muss also an der Unfallstelle warten, bis durch

berechtigte Personen (am besten durch die Polizei) alle notwendigen

Daten aufgenommen wurden. Wer sich nach Ablauf einer angemessenen

Wartezeit von der Unfallstelle entfernt, muss sich unverzüglich an

den Berechtigten oder die Polizei wenden. Auf der sicheren Seite ist

man also, wenn man bei solchen Unfällen sofort die Polizei informiert

– selbst wenn das Kind sich nach dem Unfall seinerseits von der

Unfallstelle entfernt haben sollte.

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