Unternehmer informieren sich über KuBAaI – Starker Impuls für den Wirtschaftsstandort Bocholt

Es ist zweifellos das größte städtebauliche Bocholter Projekt der letzten Jahrzehnte: Die Rede ist vom Projekt kubaai, wobei die Abkürzung für „Kulturquartier Bocholter Aa und Industriestraße“ steht. Mit einem Investitionsvolumen von rund 180 Millionen Euro ist kubaai für eine Stadt der Größenordnung Bocholts ein absolutes Ausnahme-, vielleicht sogar Jahrhundertprojekt.

Wo heute alte Produktionshallen und Spinnereigebäude, Maschinenhallen und Schornsteinreste von einer längst vergangenen, blühenden Bocholter Textilproduktion zeugen, sollen künftig in einem urbanen Quartier Menschen arbeiten und wohnen, Freizeit verbringen und Kultur erleben. Mit dem LWLTextilWerk, das ein Textilmuseum und moderne Event-Locations beherbergt, ist der Anfang dieses Großprojekts bereits erfolgreich gemacht.

Das Spannende an dem Vorhaben, das innerhalb der kommenden 10 bis 15 Jahre dann weiter realisiert werden soll, ist seine unmittelbare Anbindung an die Innenstadt. Bürgermeister Peter Nebelo spricht deswegen von „einer einmaligen städtebaulichen Chance für Bocholt, die wir nicht verstreichen lassen durften“. Das unterstrich der Politiker nun auch gegenüber einer Runde von Unternehmern, die sich vor Ort ein Bild über die Planungen zu kubaai machte.

Der Unternehmerverband hatte neben Bürgermeister Peter Nebelo zwei kompetente Gesprächspartner des Bocholter Baudezernats zu einer „MittagsZeit“ eingeladen. Daniel Zöhler, neuer Stadtbaurat der Stadt Bocholt, und Udo Geidies, der das Projekt im Bauamt begleitet, führten die Unternehmergruppe zunächst über das Gelände, zeigten Pläne, begründeten Entwicklungsperspektiven und erläuterten die Projektstruktur. Das Vorhaben ist wegen seiner schlichten Größe und des Versuchs, Wohnen, Arbeiten, Kultur und Naherholung zu kombinieren, auch für erfahrene Stadtplaner sehr ambitioniert.

Gerade mit Blick auf den Faktor Wohnen sind die Projektmacher aber zuversichtlich, dass sie mit ihren Planungen auf einen Nerv treffen. Schließlich erfreue sich das Wohnen in der Innenstadt wegen der kurzen Wege wieder großer Beliebtheit. Nur der zu Verfügung stehende Raum dafür werde in Bocholt immer knapper.

Seinen besonderen Charme gewinnt das Projekt zweifellos durch die Einbindung der eindrucksvollen Industriekulisse des Areals. Das LWLTextilWerk mit seiner Sky-Lounge drückt dem Gelände schon heute seinen unverwechselbaren Stempel auf – eine Mischung aus imposantem Industriedenkmal verbunden mit der Modernität einer angesagten Location.

„Um auch die Bürger vor Ort über die Entwicklung des kubaai-Geländes zu informieren, bieten wir regelmäßig Führungen an“, so der städtische Koordinator Geidies. Transparenz ist den Projektmachern wichtig. Und natürlich wollen Sie auch für eine breite gesellschaftliche Unterstützung werben.

Die Bocholter Unternehmer zeigten sich von eben dieser Führung und den Erläuterungen dazu jedenfalls beeindruckt. Sie stimmten Stadtbaurat Zöhler in seiner Aussage zu, dass kubaai Strahlkraft für den Wirtschaftsstandort Bocholt weit über die Stadtgrenzen hinaus habe. Nicht nur das gewaltige Investitionsvolumen, das zum Teil auch der heimischen Wirtschaft zukomme, sei für den Standort interessant. Kubaai mache Bocholt als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt noch attraktiver.

Jürgen Paschold vom Unternehmerverband, der das Treffen organisierte, fügt hinzu, dass gerade im schärfer werdenden Wettbewerb um die besten Fachkräfte Unternehmen mit diesem Vorzeigeprojekt künftig punkten könnten: „Die Attraktivität dieser Stadt wird mit der Umsetzung des kubaai-Projekts deutlich aufgewertet. Hier wird die Zukunft mutig angepackt.“

Bildunterschrift: Große Pläne: Die Projektmacher von kubaai standen Unternehmern Rede und Antwort (Foto: Unternehmerverband)

3 Kommentare
  1. Tamara Frank
    Tamara Frank says:

    Super.

    Da wird wieder Wohnraum geplant, den sich kein Mensch mit einem durchschnittlichen Einkommen leisten kann. Das wird nur ein Prestigeobjekt für die Upperclass, von dem der Normalo nichts hat.
    Würde es die Politiker und die hiesige Wirtschaft interessieren, dass ALLE etwas davon haben, so würden sie bei den Schwächsten anfangen…den Kindern.
    Geld würde mal in Schulsanierungen (mir klingelt noch der Giftskandal in der Schule von vor vier Wochen in den Ohren. Schüler sitzen zwei Jahre in kalten und vergifteten Räumen weil kein Geld für Sanierungen ausgegeben werden will) gesteckt und ein gewisser Anteil der Wohnungen dort wäre für sozial schwächere Familien bezahlbar. Es stecken doch genug öffentliche Fördergelder drin😡!!!
    Wie wäre eine Begegnungsstätte mit Bildungsauftrag für Kinder und Jugendliche in dieser schönen angepriesenen Umgebung und nicht mitten im sozialen Wohnungsbau?
    Wie wäre es wenn Firmen dieses großzügig unterstützen würden?
    Sie gründen einen Verein Kubaai für alle und wirken durch die Gewinnlose Förderung von Kindern und Jugendlichen dem zukünftigen Fachkräftemangel entgegen?!

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