Verkehrsfachleute empfehlen „Schulwegtraining“ für I-Dötzchen

Kreis Borken. Es sind zwar noch einige Tage bis zum Beginn des neuen Schuljahres – allerdings fiebern sicherlich viele “i-Dötzchen” bereits dem ersten Schultag entgegen. Verbunden mit diesem neuen Lebensabschnitt haben sie sich dann auch den Herausforderungen des Straßenverkehrs zu stellen. Der Kreis Borken sowie die Kreispolizei und die Kreisverkehrswacht Borken empfehlen den Eltern daher, die Schulanfänger sorgfältig darauf vorzubereiten. Richtiges Verhalten im Straßenverkehr müssen Kinder erst erlernen. Deswegen raten sie vor allem dazu, in den Tagen vor der Einschulung mit den Kindern den künftigen Schulweg zu üben und mögliche Gefahrenpunkte auf der Strecke anzusprechen. Sehr sinnvoll sei es überdies, die Kinder an den ersten aufregenden Schultagen zu begleiten.Egal ob die “I-Dötzchen” zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus zur Schule kommen, in allen Fällen gelte es, den sicheren Umgang im Straßenverkehr zu trainieren, betonen die Verkehrsfachleute. Zudem machen sie deutlich: “Das Fahrrad sollten nur ‚wahre Könner‘ benutzen – und das auch lediglich bei sicheren Wegen!” Ob ein Kind in der Lage ist, den Schulweg mit dem Fahrrad zu fahren, sei von den Eltern also sorgfältig abzuwägen. Im Blick haben sollten sie dabei die möglichen Gefahren und den Entwicklungsstand des Kindes. Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr müssen mit dem Fahrrad den Gehweg benutzen. Zudem gelte: Helm auf!ABC-Schützen, die mit dem Schulbus fahren, brauchen ebenfalls Training: Warten an der Haltestelle, einsteigen ohne Drängeln, hinsetzen und sitzen bleiben, umsichtig aussteigen – auch das muss geübt werden.Den Eltern legen die Verkehrsexperten überdies nahe, ihre Kinder möglichst nicht mit dem Auto zur Schule zu bringen. Zum einen werden bei Schulbeginn die Straßen vor den Schulen sehr stark beansprucht und dabei nicht selten andere Schulkinder gefährdet. Zum anderen sollen die “i-Dötzchen” eigene Erfahrungen im Straßenverkehr sammeln, ihren Orientierungssinn schärfen und durch den gemeinsamen Schulweg mit anderen Schulkindern Freundschaften knüpfen.Hektik ist auf dem Schulweg generell ein schlechter Begleiter, denn wer sich morgens schon beeilen muss, macht Fehler: Es sollte daher immer genügend Zeit fürs Aufstehen und Frühstück sowie für den Schulweg bleiben – ein Spielraum von 10 Minuten vermeidet Stress. Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Sicherheit im Verkehr sei die richtige Wahl der Schulranzen und Kleidung. Hell und auffällig gekleidete Kinder und Schulranzen mit Reflektorstreifen werden besser wahrgenommen.Im Rahmen der unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Kai Zwicker stehenden Kampagne “Kreis Borken sieht gelb” zusammen mit Radio WMW, der Kreisverkehrswacht, der Kreispolizei, dem Schulamt für den Kreis Borken und dem Logistikunternehmen Borchers wird in den kommenden Wochen das wichtige Thema “sicherer Schulweg” weiter in den Blickpunkt rücken. Dazu wird es Infoflyer, Plakate, Straßenbanner, Radiobeiträge und –spots, knallgelbe Käppis für die Schulanfänger sowie entweder “Dank-” oder “Denkzettel” für die Autofahrer geben. Die 13. Auflage der Kampagne soll ab Schulstart am 29. August für mehr Verkehrssicherheit auf dem Schulweg sorgen.Kreis, Polizei und Kreisverkehrswacht betonen abschließend: All das enthebt die Autofahrer natürlich nicht von ihrer Pflicht, sorgfältig auf den Verkehr und besonders auf die Schulkinder zu achten. […]

Projektchor „Städtepartnerschaften“ besucht Litauen / Konzert in Naujoji Akmene

Bocholt (EUBOH). Der Projektchor „Städtepartnerschaften“ besuchte vom 12. bis zum 17. August 2018 erstmalig die Länder Litauen und Lettland. Anlass war das 100-jährige Jubiläum der Unabhängigkeit dieser beiden baltischen Republiken. Der Besuch der mit Bocholt in einer Städtefreundschaft verbundenen Stadt Naujoji Akmene bildete den Höhepunkt der Reise. Dort gab der Chor zwei Konzerte, eines in der katholischen St. Marien-Kirche und eines im dortigen neu eröffneten Volkspark.Der Projektchor “Städtepartnerschaften” wurde von einer offiziellen Abordnung der Stadt Bocholt unter der Leitung der stellvertretenden Bürgermeisterin Hanni Kammler begleitet. Mit dabei war die Stadtverordnete Annette Wessels und die Partnerschaftsbeauftragte der Stadt Bocholt, Petra Taubach.Festmesse in der KircheAm 15. August 2018 zum Fest Maria Himmelfahrt sang der Projektchor Lieder zum Gotteslob und Frieden in der Festmesse der St. Marien-Kirche. Anschließend gab er gemeinsam mit dem Chor “Cementinikas” aus Akmene im prall gefülltem Gotteshaus ein Kirchenkonzert. Dort sangen die deutschen und litauischen Sängerinnen und Sänger gemeinsam Lieder wie “Freude schöner Götterfunken” oder auch “Glory Halleluja”. Begeistert spendeten die rund 500 Zuhörer den beiden Chören tosenden Applaus und freuten sich über die deutschen Gäste in dieser Festmesse.Open-Air-Fest im VolksparkBeim Open-Air-Fest zur Eröffnung des neuen Volksparks am Nachmittag gab es ein Konzert beider Chöre. Dort präsentierte der Projektchor unter Leitung von Dirigent Klaus Tewes einen Querschnitt aus seinem weltlichen Liedgut. Als Premiere sang er gemeinsam mit dem Akmene Chor Lieder in litauischer und deutscher Sprache. Beim offiziellen Empfang der Bocholter Gäste im Rathaus von Naujoji Akmene dankte der dortige Bürgermeister Vitalijus Mitrofanovas für den Besuch. Er freute sich, dass der Projektchor zum ersten Mal nach Akmene gekommen ist. Als Gastgeschenk überreichten der Projektchor und die offizielle Abordnung der Stadt Bocholt der Musikschule von Naujoji Akmene, die diesen Besuch maßgeblich organisierte, ein Cajon.Gemütliches Beisammensein der ChöreAbends fand ein gemütliches Beisammensein beider Chöre im Beisein des Bürgermeisters von Akmene, Vitalijus Mitrofanovas, statt. Hier lud der Chorsprecher des Projektchores, Leo Heßling, den Chor aus Akmene zu einem Gegenbesuch nach Bocholt ein. Zum Abschluss sang der Chor gemeinsam mit den neuen Chorfreunden aus Akmene “Als Freunde kamen wir, als Freunde gehen wir” als Ausdruck einer neuen Chorfreundschaft zwischen Bocholt und Akmene. Im Rahmen des Besuchs der beiden baltischen Staaten lernten Chor- und Abordnungsmitglieder viele Stationen der Geschichte beider Länder in den letzten Hundert Jahren kennen. Das Rahmenprogramm hatte das Deutschland- und Europapolitische Bildungswerk Tecklenburg (DEPB) in Riga, Klaipėda und der kurischen Nehrung organisiert.Text: Leo Heßling/Petra Taubach […]

Reiner Hünings “One Man Poolparty”

Der Bocholter Getränkehändler Reiner Hüning hat vor Wochen während der große Hitzeperiode am Ende eines harten Arbeitstages eine „One-Man-Poolparty“ in einer Papiertonne des ESB gefeiert. Freunde filmten das. Hüning stellt das Video jetzt auf seine Facebookseite und kann sich seitdem vor Likes und Kommentaren nicht mehr retten. Wir zeigen hier auch das Originalvideo! […]

Einbruch in Geschäft

Bocholt (ots) – In der Nacht zum Montag drangen Einbrecher in ein Geschäft auf der Münsterstraße (zwischen Rheder Straße und Schwartzstraße) ein und entwendeten Bargeld. Der oder die Täter hatten dazu ein Fenster aufgehebelt. Die Polizei sucht Zeugen. Hinweise bitte an die Kripo in Bocholt (02871-2990). […]

Glück im Unglück: Polizei ortet verlorenes Handy im Briefverteilungszentrum der Post

Es ist wohl für viele eine der schlimmsten Vorstellungen: Das Handy ist weg! Mit genau diesem Vorfall kam eine junge Frau am Donnerstag völlig aufgelöst zur Polizeiwache in Bocholt. Sie hatte einen Stapel Briefe zu Post gebracht und seitdem war ihr Handy nicht mehr auffindbar. Die junge Frau vermutete einen Diebstahl und wollte diesen anzeigen.Mithilfe einer Ortungsapp auf einem zweiten Handy konnte das vermeintlich gestohlene Smartphone zunächst auf der Autobahn und später an einer Stelle in Duisburg geortet werden. Eine Recherche unserer Kollegen ergab, dass es sich um die Adresse des Briefverteilungszentrums handelte.Wahrscheinlich war es also, dass die junge Frau ihr Smartphone zusammen mit dem Briefstapel der Post überreicht hatte.Die Polizei konnte den Kontakt zur Briefverteilungsstelle in Duisburg herstellen.Tatsächlich konnte die junge Frau auf diesem Wege ihr Smartphone nach wenigen Stunden wieder in den Händen halten und bedankte sich noch einmal persönlich bei den Polizeibeamten aus Bocholt. […]

Gefährlicher Drogenmix macht 25-Jährigen enorm aggressiv

Bocholt (ots) – Am Freitagabend wurden Polizeibeamte im Bereich Herzogstraße/Markgrafenstraße auf einen jungen Mann aufmerksam, der offenbar vor einem anderen Mann flüchtete und hinter dem Streifenwagen Schutz suchte. Die Beamten hielten den laut schimpfenden und aggressiven Verfolger an – es handelt sich um einen 25-Jährigen aus Bocholt. Er leistete massiven Widerstand gegen die Polizeibeamten, die Unterstützungskräfte hinzuzogen und Pfefferspray einsetzen mussten.Der 25-Jährige stand deutlich unter dem Einfluss von Alkohol und noch nicht genau bekannten Betäubungsmitteln. Sein Zustand infolge dieses Drogengemisches machte eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus notwendig.Ein Arzt entnahm dem Beschuldigten eine Blutprobe und die Polizeibeamten leiteten ein Strafverfahren ein. […]

Erfolgloser Ladendieb hatte es auf Bohrmaschinen abgesehen

Bocholt (ots) – Zwei Versuche – zweimal aufgefallen: Ein 34-jähriger Bocholter wollte am Samstag gegen 12.00 Uhr zunächst in einem Baumarkt an der Werkstraße zwei Akkuschraubersets entwenden. Er fiel einem Mitarbeiter nicht nur wegen seines auffälligen Verhaltens auf, sondern auch weil ihm im Kassenbereich Gegenstände herunterfielen, die er unter seiner Jacke versteckt hatte. Der Täter flüchtete, konnte aber durch den Mitarbeiter eingeholt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden.Gegen 13.00 Uhr versuchte der 34-Jährige sein Glück in einem Baumarkt an der Werther Straße, in dem er wegen eines vergangenen Diebstahls ein Hausverbot hat. Er ging gezielt zum Regal mit den Bohrmaschinen, versteckte eine unter seiner Jacke und wollte das Geschäft verlassen, ohne die Ware bezahlt zu haben. Mitarbeiter hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.Die Beamten nahmen den Mann, der die Taten zur Finanzierung seiner Drogensucht beging, zur Verhinderung weiterer Taten für die nächsten Stunden in Gewahrsam. […]

Alkoholisierter Pedelecfahrer stürzt

Bocholt (ots) – Am Samstag stürzte ein 70-jähriger Pedelecfahrer aus Bocholt gegen 17.35 Uhr ohne Fremdeinwirkung im Kreuzungsbereich Adenauerallee/Stenerner Weg. Der Rettungsdienst brachte den leicht verletzten Mann ins Krankenhaus. Da er deutlich unter Alkoholeinfluss stand, muss er nun mit einem Strafverfahren rechnen. Ein Arzt entnahm dem Beschuldigten eine Blutprobe, um die Blutalkoholkonzentration exakt nachweisen zu können. […]

Alkoholisierter Fahrradfahrer verletzt sich bei Sturz

Bocholt (ots) – Im Krankenhaus endete in der Nacht zum Sonntag die Fahrt eines 48-jährigen Fahrradfahrers aus Bocholt. Dieser war auf der Münsterstraße ohne Fremdeinwirkung gestürzt und hatte sich dabei leichte Verletzungen zugezogen. Er muss nun auch mit einem Strafverfahren rechnen, weil er erheblich alkoholisiert war. Ein Arzt entnahm dem Beschuldigten eine Blutprobe, um die Blutalkoholkonzentration exakt nachweisen zu können. […]

Unfallflucht auf der Böggeringstraße

Bocholt (ots) – Am Sonntag befuhr ein 20-jähriger Autofahrer aus Bocholt gegen 19.10 Uhr die Böggeringstraße. Nach Angaben des 20-Jährigen sei ihm im Bereich einer Fahrbahnverengung ein silberfarbener Kleinwagen entgegengekommen. Dessen Fahrer habe ihm durch Abbremsen den Vorrang an der Engstelle angedeutet, so dass er weitergefahren sei. Da dann aber auch der Fahrer (“ein älterer Herr”) des Kleinwagens weitergefahren sei, habe er nach rechts ausweichen müssen und sei gegen den Bordstein geprallt. Der Fahrer des Kleinwagens habe seine Fahrt ohne anzuhalten fortgesetzt. Am Pkw des 20-Jährigen war ein Schaden in einer Höhe von ca. 2.500 Euro entstanden.Die Polizei sucht Zeugen. Hinweise bitte an das Verkehrskommissariat in Bocholt (02871-2990). […]

Swing mitten im Wald

Münsterland / Ahaus-Wüllen. Der nächste Termin der Reihe “Trompetenbaum & Geigenfeige – Musik in Gärten und Parks im Münsterland” führt mitten in den Wald. Zwischen Bäumen, Büschen und Sträuchern steht das Waldschlösschen der Familie Niemann-Beckering. Und dort wird geswingt: Das Stringtett und Sängerin Nikola Materne kümmern sich um die musikalische Unterhaltung. Das Konzert am Waldschlösschen, Quantwick 45, in Ahaus-Wüllen beginnt um 16 Uhr. Anschließend, gegen 17.30 Uhr, wird eine Führung durch den Garten mitten im Wald angeboten.Das Stringtett bilden Rainer Achterholt (Gitarre), Volker Wendland (Gitarre) und Winfried Bückmann (Kontrabass). Die Musiker aus Münster und Bochum blicken auf eine langjährige Erfahrung im Genre des Gypsy-Swings zurück und interpretieren bekannte Titel und zahlreiche Eigenkompositionen. Unterstützt werden sie bei ihrem Konzert in Ahaus von der bekannten Münsteraner Sängerin Nikola Materne, die sich mit ihrer sanften emotionsgesteuerten Stimme dort bewegt, wo Jazz- und Popmusik zusammenfließen.Das “Waldschlösschen” von Christiane Niemann und Dirk Beckering liegt inmitten eines Waldes im Außenbereich von Ahaus, in der Bauerschaft Quantwick. Auf rund 3.000 Quadratmetern sind zahlreiche Blumen- und Pflanzenarten harmonisch in das Waldgebiet integriert, außerdem gibt es einen 150 Quadratmeter großen Teich. Skulpturen aus Stein, Holz und Blei fügen sich harmonisch ein in den spannungsreichen Wechsel von Büschen und Bäumen, kleinen Rasen- und Blumenwiesenflächen, von verwunschenen Wegen, Beerensträuchern, Stauden und Kräuterecken.”Trompetenbaum & Geigenfeige” ist ein gemeinsames Projekt der vier Münsterlandkreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf. Gemeinsam mit der Kulturabteilung des Kreises Borken übernimmt Münsterland e.V. die Organisation. Das Land NRW unterstützt “Trompetenbaum und Geigenfeige” aus Mitteln des Förderprogramms “Regionale Kulturpolitik”. Das Konzert in Ahaus-Wüllen findet in Zusammenarbeit mit dem Waldschlösschen Beckering-Niemann statt.Der Eintritt für das Konzert am Sonntag, 26. August, in Ahaus-Wüllen kostet zehn Euro. Ermäßigungen gibt es für Schüler, Auszubildende und Studenten. Die Tageskasse ist ab 14.30 Uhr geöffnet. Da das Konzert “mitten im Wald” 2013 sehr viel Zuspruch fand, ist eine Anmeldung bzw. Reservierung ratsam. Kartenbestellungen sind entweder bei Antonius Böing von der Kulturabteilung des Kreises Borken im kult, Tel. 02564/9899110 oder beim Münsterland e.V. – Tourismus-Center unter der kostenfreien Service-Hotline 0800-9392919 (montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr) möglich. Dort gibt es auch weitere Informationen. Das Programm der Musikreihe ist im Internet unter www.trompetenbaum-geigenfeige.eu zu finden. Infos gibt es am Veranstaltungstag unter Tel. 02564/9899 110. […]

DRK-Bildungswerk hilft beim Hauptschulabschluss

Borken/Kreis Borken (drk-press). Menschen, die die Hauptschule ohne Abschluss verlassen haben, können das in einem zweiten Anlauf beim DRK-Bildungswerk im Kreis Borken nachholen, wie der DRK-Pressedienst mitteilt.Die Bedeutung eines erfolgreichen Schulabschlusses für den weiteren beruflichen Lebensweg sei unbestritten. Um eine Lehrstelle zu finden, müsse jeder zukünftige Auszubildende zunächst einmal die Hürde des Schulabschlusses schaffen. Dabei unterstützt ein Rotkreuz-Team die zumeist jungen Erwachsenen. Nicht nur pauken, sondern auch der Umgang mit modernen Medien, Eignungsfeststellung und die Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz gehören ebenso zum Konzept wie die persönliche Betreuung, berichtet das DRK-Bildungswerk.Erstmals wurde, mit Blick auf das Ausbildungsjahr, der Beginn des Kurses in den Sommer verlegt. DRK-Bildungswerkleiter Rüdiger Szymkowiak: „Pünktlich zum Ausbildungsjahr 2019 können Teilnehmer ihr Abschlusszeugnis in Händen halten. Das ist kein einfacher Weg, aber mit der Unterstützung von uns machbar.“ Ein laufender Einstieg in das Angebot sei noch bis Ende September möglich.Weitere Informationen können beim DRK-Bildungswerk im Kreis Borken erfragt werden. Ansprechpartnerin ist Cornelia Lange,Telefon 02861/8029-214 und 01761/8029759.Fotos: Der Hauptschulabschluss: Grundlage für eine weiterführende Berufsausbildung. Das DRK-Bildungswerkteam unterstützt junge Erwachsene, die es versäumt haben, einen Abschluss zu erlangen. Fotos: DRK/Colourbox/and […]

Stärken bei Integration, Schwächen bei Qualität und Betreuung

„Die Aufholjagd der Schulen in NRW muss jetzt starten!“ Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, analysiert mit Sorge aktuelle Zahlen des Bildungsmonitors der INSM, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: Nordrhein-Westfalen rangiert dort auf dem vorletzten Platz der 16 Bundesländer und hat sich in den vergangenen fünf Jahren nur leicht verbessert. In die seit 2004 jährlich erstellte Studie fließen 93 Indikatoren ein; sie reichen von der Zahl der Schulabbrecher pro Bundesland bis hin zur Zahl der frisch gekürten Doktoren.Stärken hat NRW bei der Integration, Schwächen bei Qualität und Betreuung – auf diese Essenz verdichten sich die aktuellen Ergebnisse. Grundlage der Auswertung sind Zahlen vor Antritt der neuen Landesregierung im Jahr 2017. „Die Agenda der nun gut einjährigen NRW-Regierung legt klare Prioritäten auf Bildung und Digitalisierung. Jetzt muss gehandelt werden“, fordert Schmitz.Gute Bildung sei ein entscheidender Faktor für Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt, betont Schmitz und erklärt weiter: „Deshalb drängt die Zeit: Die Schulen müssen jetzt besser ausgestattet, neue methodisch-didaktische Konzepte entwickelt, Lehrpläne modernisiert und die Qualifizierung der Lehrer verbessert werden.“ Das ist laut Schmitz vor allem mit Blick auf die Digitalisierung nötig: „Warum sind nicht Smartphones und Tablets als Unterrichtsmittel weit verbreitet?“. Ein sinnvoller Umgang mit dem Handy könne auch in der Schule erlernt werden. „Es geht dabei nicht um das Konsumieren, sondern vielmehr darum, die Technologie dahinter zu verstehen, um sie in Zukunft mitgestalten zu können.“ Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung aller Gesellschaftsbereiche, so Schmitz weiter, wäre auch ein Schulfach Wirtschaft, das sich die neue Landesregierung vorgenommen hat, hilfreich.In Sachen Digitalisierung erreicht NRW immerhin eine im Vergleich durchschnittliche Bewertung. NRW hat Stärken bei den medienbezogenen Kompetenzen der Lehrer. Dagegen stehen Schwächen bei der IT-Ausstattung der Schulen, einer quantitativ relativ geringen IT-Ausbildung an den Hochschulen und Nachholbedarf in der Forschung im Bereich Digitalisierung. Um die neue Herausforderung Digitalisierung anzunehmen, mahnt der Unternehmerverband an, nicht nur die Landesinitiative „Gute Schule 2020“, sondern auch den DigitalPakt#D des Bundes zügig umzusetzen. „Die Bundesmittel allein werden nicht ausreichen. Die Länder sind aufgefordert, zusätzliche eigene Mittel in mindestens gleicher Höhe bereitzustellen“, fordert Schmitz.Mit Blick auf die hiesigen Unternehmen bestätigen die neuen Zahlen leider die langjährige Kritik: „Zu viele junge Menschen nehmen aus der Schule nicht genügend fachliche und soziale Schlüsselqualifikationen mit. Doch nur mit guter Bildung für möglichst viele können wir dem Fachkräftemangel entgegentreten und jedem die gleichen Aufstiegschancen bieten“, unterstreicht Schmitz die Forderung nach mehr Investitionen in Bildungschancen.Den Bildungsmonitor 2018 sowie weitere Informationen stehen online unter: www.insm-bildungsmonitor.de […]

Für 2.270 Neu-Azubis im Kreis Borken: Bessere Job-Perspektiven gefordert

Ausbildungsvertrag in der Hand, aber was kommt danach? Im Kreis Borken können sich derzeit rund 2.270 Neu-Azubis über eine Lehrstelle freuen. So viele versorgte Bewerber zählte die Arbeitsagentur zum Start des Ausbildungsjahres. Damit die Karriere auch nach der Abschlussprüfung weitergeht, fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nun bessere Job-Perspektiven für Berufseinsteiger. Eine große Hürde nach der Ausbildung, so die NGG, ist jedoch der Trend zum Job auf Zeit – zur Befristung.Solche „Arbeitsplätze mit Verfallsdatum“ sind nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in der Nahrungs- und Genussmittelbranche besonders verbreitet. Hier sind bundesweit knapp 54 Prozent aller Übernahmen befristet. Ähnlich sieht es bei den Neueinstellungen aus: Hier zählt die Branche mit einer Befristungsquote von 73 Prozent zu den Spitzenreitern. Auch in Hotels und Gaststätten sind diese Arbeitsverträge zum Berufsstart gang und gäbe. Dort sind laut IAB 35 Prozent aller Übernahmen befristet.Helge Adolphs, Geschäftsführer der NGG-Region Münsterland, spricht von einer „Unternehmer-Unsitte“: Es könne nicht sein, dass Betriebe trotz Hochkonjunktur in vielen Branchen so stark auf Befristungen setzten. „Wer als Job-Starter eine Familie gründen oder einen Kredit für die Wohnungseinrichtung bekommen will, der braucht einen sicheren Arbeitsplatz und keinen Zitter-Vertrag“, so Adolphs. Dass Berufseinsteiger besonders betroffen sind, zeigt auch die amtliche Statistik. So waren in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr 17 Prozent der 20- bis 30-Jährigen befristet beschäftigt – Azubis nicht mitgerechnet. Das geht aus dem aktuellen Mikrozensus hervor. Danach hatten insgesamt 643.000 Nordrhein-Westfalen lediglich einen befristeten Arbeitsvertrag – das ist immerhin jeder zwölfte Beschäftigte.Auf Unternehmer, die darüber klagen, dass sie im Gastgewerbe oder in der Ernährungswirtschaft kaum noch Fachkräfte finden, reagiert Adolphs mit einem Kopfschütteln: „Wer nach der Ausbildung nur einen Vertrag auf Zeit anbietet, der muss sich nicht wundern, dass sich Schulabgänger woanders umsehen.“ Spezialisten von morgen gewinne man nur mit guten Löhnen, attraktiven Arbeitsbedingungen und klaren Karriereperspektiven, so der Gewerkschafter. Befristungen sollten die Ausnahme und nicht die Regel sein. Zu den wirklich zwingenden Gründen einer Befristung gehörten etwa eine Probezeit oder Schwangerschaftsvertretung.„In den Betrieben haben wir es aber immer häufiger mit Befristungen nach dem 08/15-Prinzip zu tun. Jobs auf Zeit werden zur gängigen Praxis“, betont Adolphs. Das Bundesarbeitsministerium plane zwar, solche Arbeitsverhältnisse einzudämmen. Befristungen ohne Sachgrund sollen danach auf 18 Monate begrenzt werden und maximal 2,5 Prozent der Belegschaft betreffen. Allerdings wären nach aktuellem Stand Betriebe mit weniger als 75 Beschäftigten vom Gesetz ausgenommen.„Ein Großteil der Beschäftigten im Gastgewerbe und im Lebensmittelhandwerk hätte davon praktisch nichts“, kritisiert die Gewerkschaft und fordert daher ein vollständiges Verbot der sachgrundlosen Befristung. Dieses soll unabhängig von der Betriebsgröße gelten.Darüber hinaus fordert die NGG eine Aufwertung der Berufsausbildung. „Es sollte auch mit dem Gesellenbrief möglich sein, an der Hochschule zu studieren“, sagt Adolphs. Bisher gibt es die Hochschulreife nur mit dem Abitur. „Viele Branchen wandeln sich mit der Digitalisierung rasant. Das bringt ganz neue Anforderungen an Fachkräfte. Ein Studium nach der Lehre kann enorm helfen, sich für die Wirtschaft 4.0 zu wappnen“, so der Gewerkschafter. […]