1. Spatenstich für weitere Flugzeug-Unterstellhalle am Flugplatz Stadtlohn-Vreden

Kreis Borken. Eine neue Unterstell-Halle für zwölf Flugzeuge wird in den kommenden Wochen auf dem Gelände des Flugplatzes Stadtlohn-Vreden entstehen. Als Vertreter der drei Gesellschafter Kreis Borken, Stadt Stadtlohn und Stadt Vreden gaben jetzt Landrat Dr. Kai Zwicker und die Bürgermeister Helmut Könning (Stadtlohn) und Dr. Christoph Holtwisch (Vreden) mit einem symbolischen 1. Spatenstich das Startsignal für die rund 350.000 Euro teure Baumaßnahme. Mit dabei waren auch die beiden Flugplatz-Geschäftsführer Wilfried Kersting und Norbert Hetkamp sowie Benedikt Völker, Technischer Mitarbeiter des Kreisbetriebs, und Helmut Hemsing, Bauleiter der ausführenden Firma Könning GmbH aus Borken. Ende Februar 2019 soll die Halle bezugsfertig sein.Wie Norbert Hetkamp bei dem Termin berichtete, hätten Aufsichtsrat und Gesellschafter des Flugplatzes am 03.05.2018 den Neubau der Unterstellhalle beschlossen. Es habe sich zuvor eine entsprechende Nachfrage nach Stellplätzen abgezeichnet, denn die bereits bestehenden Hallen seien nahezu vollständig ausgelastet. Die gesamte Unterstellkapazität auf dem Flugplatzgelände erhöhe sich damit von 120 auf 132 Stellplätze.Davon profitiere die Flugplatzgesellschaft, erklärt Geschäftsführer Kersting. Es gebe dann Unterstellgebühren für die neue Halle, steigende Erträge aus Landegebühren sowie höhere Erlöse aus dem Kraftstoffverkauf. Auf diese Weise würden die guten wirtschaftlichen Ergebnisse der vergangenen Jahre weiter stabilisiert. Es bestehe sogar die Möglichkeit eines weiteren Hallenbaus, der – abhängig von der künftigen Nachfrage nach Unterstellplätzen – mittelfristig weitere 12 Stellplätze bringen würde. […]

Stadtpartei: Rhein-Ruhr-Express könnte auch bis Bocholt fahren

Die Stadtpartei hat den den Antrag gestellt, dass die Verwaltung Gespräche mit dem Land NRW zur Verlängerung des RRX von Wesel nach Bocholt aufnimmt.Das Land NRW baue die Bahnstrecken im Ruhrgebiet weiter aus, um der Bevölkerung eine schnellere Verbindung mit der Bahn zu ermöglichen. Hierzu wird auch in neue Züge und Strecken investiert, heißt es in einer Pressemitteilung. In diesem Zusammenhang sei geplant, die schnelle RRX Verbindung nur bis Wesel zu führen.”Da zum Gelingen des RRX jetzt ausdrücklich zum Dialog mit Allen aufgefordert wird, bitten wir um Aufnahme der Gespräche, damit auch die Bocholter/-innen in den Genuss dieser schnellen Verbindung kommen können.Der Bocholter Bahnhof wird ohnehin umgebaut. Daher sind hier eventuell notwendige Maßnahmen jetzt noch zu verwirklichen“, schreibt Fraktionsvorsitzender Dieter Hübers. […]

Offizieller Empfang für Akmener Holzschnitzer

Bocholt (EUBOH). Zum 9. Mal ist das Holzschnitzer-Ehepaar Rimantas und Jolanta Balciauskiene aus Akmene auf dem Adventsmarkt im LWL-TextilWerk Bocholt. Noch bis zum 2. Dezember 2018 bieten sie dort ihre Holzartikel zum Verkauf an. Am Donnerstag, 29. November 2018, empfing die erste stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Kroesen offiziell die litauischen Gäste aus der mit Bocholt befreundeten Stadt Akmene.Zu diesem Empfang kamen auch Stasys und Anneliese Cyprus sowie die Partnerschaftsbeauftragte der Stadt Bocholt, Petra Taubach. Stasys Cirpus hat die Freundschaft zwischen den Städten Bocholt und Akmene nach dem Fall des “Eisernen Vorhangs” Anfang der 90er Jahre mitbegründet. Er organisierte dafür Hilfstransporte des hiesigen Deutschen Roten Kreuzes nach Akmene.Zwei Tage Fahrt bis BocholtBereits am Samstag, 24. November 2018, fuhren Rimantas und Jolanta Balciauskiene in Akmene ab. Je eine Zwischenübernachtung in Polen und im Osten Deutschlands erleichterte die Fahrt von rund 1.800 Kilometern. Am Montag kamen sie in Bocholt an und bauten direkt ihren Stand im Websaal des TextilWerks auf. Danach ging es in die Ferienwohnung, die sie während ihrer einwöchigen Ausstellerzeit in Bocholt bewohnen.Holzartikel aus Eiche und ObstbäumenAn ihrem Stand bietet das Ehepaar handgeschnitzte Holzartikel für den alltäglichen Gebrauch oder zur Dekoration an. Holzbretter in allen Größen, Pfannenwender aus Apfelholz und Holzstelen mit Lichterketten sind nur einige der schön gearbeiteten Kunstwerke. “Sie sind eine Bereicherung für unseren Adventsmarkt.”, sagte Elisabeth Kroesen. Sie freute sich, dass mit dem Stand der Litauer ein Teil der litauischen Kultur und Tradition in Bocholt präsentiert werden kann.Unterstützung der StädtefreundschaftDie Stadt Bocholt unterstützt diesen Besuch und fördert damit die städtefreundschaftlichen Verbindungen. Im Jahr 2000 schlossen die Städte Bocholt und Akmene einen offiziellen Freundschaftsvertrag. Seitdem halten Schulpartnerschaften, Gastspiele der Musikschule und zuletzt auch der Besuch des Projektchors “Städtepartnerschaften” die Beziehungen zwischen den Menschen in Akmene und Bocholt lebendig. Am Montag, den 3. Dezember 2018, werden Rimantas und Jolanta Balciauskiene wieder nach Akmene zurückfahren. Dann geht es wieder mit der Holzarbeit los – fertigen neuer Artikel für ihren 10. Besuch zum Adventsmarkt im Textilwerk im Jahr 2019. […]

“Tafel Bocholt” bekommt 613 Euro

Bocholt (PID). Die Mitarbeiter des “Tafel Bocholt e.V.” freuen sich über 613 Euro: Das Geld ist der Erlös einer Aktion, die der Entsorgungs- und Servicebetrieb am letzten Wochenende veranstaltet hatte. Abfallberaterin Petra Tacke übergab jetzt den Betrag an die Verantwortlichen der “Tafel”.”Wir werden von dem Erlös Kaffee für die Kunden der Tafel kaufen. Kaffee ist bei unseren wöchentlichen Sammelaktionen nicht so leicht zu bekommen, deshalb ermöglicht diese Aktion ein schönes Extra, welches gerade in der Vorweihnachtszeit sehr willkommen ist”, so Dr. Helmut Schepers, Vorsitzender der Bocholter Tafel zum Verwendungszweck des Geldes.Das Geld sind die gesamten Einnahmen der Sperrmüllbörse vom 24. November. Erstmalig stand die Sperrmüllbörse unter dem Motto Weihnachten und Winter. Verkauft wurde nur, was auch mit Weihnachten und Winter zu tun hatte- und ein großer Holz-Osterhase. “Dafür, dass es sich bei den verkauften Sachen in erster Linie um Kleinteile handelte, die im unteren einstelligen Bereich lagen, ist die eingenommene Summe recht beachtlich”, so die Abfallberaterin Tacke.Buntes WeihnachtssortimentDem Aufruf der Abfallberatung, ausrangierten Weihnachtsschmuck abzugeben, folgten viele Bocholter. Unzählige Kartons mussten erst für den Verkauf ausgepackt und deren Inhalt aufgebaut werden. So waren die Tische bei der Sperrmüllbörse reich gefüllt mit Christbaumkugeln in allen erdenklichen Farben, Nikolausfiguren, Schwippbögen, Krippenfiguren, weihnachtlicher und winterlicher Deko und Bilder sowie Adventskalender.Ein kleiner Wald aus künstlichen Bäumen ergänzte das Angebot. Den größten Anteil des Angebotes machten jedoch die bunten Christbaumkugeln aus. “Deutlich kann man die Farbtrends der letzten Jahre erkennen. Blau und rot sind wohl aus der Mode gekommen. Alte Kugeln und Weihnachtsbaumspitzen fanden sich auch im Angebot und sind heiß begehrt”, so Tacke. Dr. Helmut Schepers von der Tafel: “Ich war sehr beeindruckt von der Vielzahl der angebotenen Artikel.”Ansturm in der FahrzeughalleAuch der regelrechte Ansturm der Käuferinnen und Käufer habe ihn überrascht. “Damit habe ich nicht gerechnet”, berichtete Schepers. Rund 400 Besucher stöberten in der ESB-Fahrzeughalle nach passenden Gegenständen. Bereits nach einer halben Stunde waren die Tische schon gut geplündert.Zum Wegwerfen zu schadeAls um 16 Uhr die Tore der Weihnachts- Sperrmüllbörse schlossen, war ca. 80 Prozent verkauft. Ein guter Erfolg im Sinne einer Weiterverwendung, so die ESB-Verantwortlichen. Die Idee zur Weihnachts-/Winter-Sperrmüllbörse kam Abfallberaterin Tacke, als bei den letzten drei Börsen immer öfter Weihnachtssachen auftauchten: “Gerade in der Weihnachtszeit fallen sehr viele schöne Dekorationsartikel an, die man nicht mehr benutzen möchte, die aber zum Wegwerfen zu schade sind. Jemand anderes sucht vielleicht genau diese Sachen. Gerade alten Christbaumschmuck findet man nicht auf Weihnachtsbasaren oder Weihnachtsmärkten. Hier waren sie reichlich vertreten und fanden dankbare Abnehmer.” So manche Christbaumkugel fand ein neues Zuhause und wurde vor dem Müll gerettet. Das, was nach der Börse übrigblieb, wurde zum größten Teil entsorgt. Einige wenige sehr gute Stücke werden ab der kommenden Woche auf dem Wertstoffhof im Rahmen der Wichteltanne verschenkt.Tafel BocholtMaria Kemink, die “gute Seele” der “Tafel Bocholt”, berichtet, dass in Bocholt und Isselburg ca. 660 Familien betreut würden. “Das sind rund 1.100 Personen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind”, so Kemink. Weitere Informationen unter www.bocholter-tafel.de . […]

Nikolaus besucht den “Bocholter”

Bocholt (PID) . Am Donnerstag, 6. Dezember 2018, Freitag, 7. Dezember 2018, und Samstag, 8. Dezember 2018, erhalten die Reisenden im “Bocholter” himmlischen Besuch. An diesen Tagen verteilt der Nikolaus in der Regionalbahn “RB32” zwischen Bocholt und Wesel, auch “Der Bocholter” genannt, Weckmänner an die Zuggäste.Zum insgesamt 21. Mal steigt der Nikolaus am Donnerstag von 5:33 Uhr bis 9:25 Uhr und am Freitag von 15:33 Uhr bis 19:25 Uhr in den Zug, um den Zuggästen eine Überraschung zu bescheren. Auch am Samstag erhalten Reisende zwischen 9:33 Uhr und 11:33 Uhr einen frisch gebackenen Weckmann.Kinder fragen schon nach”Am Samstag ist es schon fast zur Tradition geworden, dass vor allem Eltern mit ihren Kindern und Großeltern mit ihren Enkeln schon im ‘Bocholter’ auf den Nikolaus warten”, sagt Bruno Wansing vom städtischen Presse- und Informationsdienst, der diese Werbeaktion seit Jahren betreut. Auch im Vorfeld der diesjährigen Aktion habe es schon einige Anfragen gegeben, wann denn der Nikolaus im Zug anzutreffen sei.”In diesem Jahr sind wir bei der ersten Tour wieder ganz früh unterwegs”, erläutert Wansing, “damit wollen wir allen Reisenden, sowohl denen, die morgens schon die erste Bahn zur Arbeit nehmen, aber auch denen, die den Zug in den Nachmittags- und Abendstunden nutzen, die Gelegenheit geben, in den Genuss eines Weckmanns zu kommen.”Zug als Alternative zum AutoDie Stadt will mit der Aktion fürs Zugfahren werben. Ob für den Weg zur Arbeit, in den Urlaub, zum Bundesligaspiel oder zur Kegeltour – der “Bocholter” sei eine gute Alternative zum Auto. Wenn in den kommenden Jahren die Elektrifizierung des “Bocholters” umgesetzt und eine Durchbindung bis nach Düsseldorf ermöglicht wird, wird die Bedeutung der Zugverbindung weiter an Bedeutung gewinnen. […]

Gesundheitsamt bietet kostenlose und anonyme HIV-Suchtests an

Kreis Borken. HIV ist unter einer wirksamen Behandlung nicht mehr übertragbar. Das ist die Botschaft der diesjährigen Internationalen Aids-Konferenz in Amsterdam. Darauf weisen das Gesundheitsamt des Kreises Borken und die Aidshilfe Westmünsterland e. V. aus Ahaus gemeinsam im Vorfeld des Welt-Aids-Tages hin. Dieser Solidaritätstag findet am Samstag, 1. Dezember, statt. “Wenn die HI-Viren nicht mehr messbar sind, kann HIV auch beim Sex ohne Kondom nicht übertragen werden”, konkretisiert Reinhild Wantia, Aids-Koordinatorin des Kreisgesundheitsamtes, das Ergebnis der Konferenz in Amsterdam. Die Aufklärungs-Arbeit und das Angebot, einen HIV-Test durchzuführen, seien dabei sehr wichtig: “Nur diejenigen, die von der Infektion wissen, können auch von den Vorteilen der Behandlung profitieren”, betont die Sozialarbeiterin.Um das Virus nachzuweisen, kann ein anonymer HIV-Suchtest, auch Aids-Test genannt, beim Kreis Borken durchgeführt werden – als Labor- oder Schnelltest. Beide Testangebote sind kostenlos und anonym. Sämtliche Beratungsinhalte bleiben selbstverständlich vertraulich. “Da eine Infektion mit dem HI-Virus nicht direkt nachgewiesen werden kann, ist der Vorteil eines Labortests, dass er bereits sechs Wochen nach einem Ansteckungsrisiko angewendet werden kann”, erklärt Wantia. Ein Schnelltest könne eine HIV-Infektion erst nach zwölf Wochen ausschließen. Der Vorteil dieser Testvariante sei wiederum das zeitnahe Ergebnis nach 40 bis 50 Minuten. Die Ergebniswartezeit bei einem Labortest betrage drei bis sieben Tage. “Die Betroffenen werden mit dem Ergebnis auf jeden Fall nicht alleine gelassen”, betont die Aids-Koordinatorin. Im Anschluss beraten und unterstützen die Fachkräfte die Betroffenen weiterhin. Eine direkte Gegenüberstellung der Testvarianten sowie nähere Informationen zum Thema Aids, zu Ansprechpartnern und Sprechstunden für die HIV-Beratung sowie zu weiteren Angeboten sind unter www.kreis-borken.de/aids zu finden.Um näher über sexuell übertragbare Infektionen zu informieren, wird am Dienstag, 4. Dezember, im Eingangsbereich zum Kreisrestaurant im Kreishaus in Borken, Burloer Straße 93, ein Info-Stand aufgebaut. Dort haben alle Interessierten von 8.30 bis 14.30 Uhr die Möglichkeit, den Fachleuten vom Kreis Borken und der Aidshilfe Westmünsterland e. V. aus Ahaus Fragen zu stellen und kostenfrei einen HIV-Antikörper-Test zu machen. Bei einer Glücksradaktion, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Preise gewinnen können, werben die Fachkräfte um Spenden für die Arbeit der Aidshilfe Westmünsterland. Dort können auch die diesjährigen Sammel-Teddys der Aidshilfe erworben werden.Die Aidskoordinatorin Reinhild Wantia informiert anonym, kostenlos und vertraulich zu allen Fragen rund um sexuelle Gesundheit. Interessierte können sich bei ihr per E-Mail an r.wantia@kreis-borken.de oder unter Tel. 02861/82-1164 melden.Zum Hintergrund:HIV (Humanes Immundefekt-Virus) ist ein Virus, das wichtige Zellen unseres Immunsystems befällt und dieses im Laufe der Zeit schwächt. So können Krankheiten, die mit einem gesunden Immunsystem vielleicht problemlos überwunden werden, schwerer ausfallen oder letzten Endes sogar zum Tode führen. Aids (Aquired Immuno Deficiency Syndrom = Erworbenes Immunschwäche-Syndrom), das teilweise erst Jahre nach der HIV-Infektion ausbricht, ist deshalb keine eigenständige Krankheit, sondern kann sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheiten ausdrücken, die wegen des immer schwächer werdenden Immunsystems auftreten. Das Virus kann aus dem Körper nicht entfernt werden, obwohl nach einigen Wochen Antikörper gegen HIV gebildet werden.Nach Schätzungen des Robert Koch-Institutes gab es 2017 rund 2.700 in Deutschland erworbene HIV-Neuinfektionen und damit weniger als 2016 (insgesamt 2.900). Leider machten – unverändert zum Vorjahr – die Spätdiagnosen ein Drittel der HIV-Neudiagnosen aus. Das bedeutet, dass bereits ein schwerer Immundefekt oder eine Aids-definierende Erkrankung aufgetreten ist. Ende 2017 lebten in Deutschland schätzungsweise 86.100 Menschen mit HIV. Etwa 68.800 nahmen eine antiretrovirale Therapie (ART) ein. Etwa 11.400 wussten nicht, dass sie mit dem Virus infiziert sind. […]