Stadtgeschichtlicher Vortrag: Vom Kaiserreich zur Weimarer Republik

Bocholt (PID). „Vom Kaiserreich zur Weimarer Republik – Schlaglichter auf das Kriegsende, die Revolution und die Einführung der kommunalen Demokratie 1918/19 im westlichen Münsterland“, so lautet der Titel eines Vortrags von Dr. Norbert Fasse, Leiter des Stadtarchivs Borken. Er ist am Donnerstag, 7. März 2019, Gastredner beim „Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte“. Beginn ist um 18:30 Uhr im Medienzentrum (Hindenburgstraße 5). Die Teilnahme ist kostenlos.Die Revolution 1918/19 erbrachte bekanntlich nicht nur eine Demokratisierung der politischen Ordnung bis hinunter auf die kommunale Ebene, sondern auch erhebliche sozialpolitische Fort­schritte wie die Anerkennung der Gewerkschaften als Tarifpartner und somit große Partizipati­onsgewinne für die Arbeiterbevölkerung, für die jüngeren Erwachsenen und vor allem für die Frauen, die endlich das aktive und passive Wahlrecht erhielten.Diese Fortschritte wurden im westlichen Münsterland als tiefgreifend empfunden und höchst widersprüchlich mitvollzogen. Noch bis in den Juli 1914 hatte man sich nämlich auch hier über­wiegend mit dem inszenierten Glanz, der autoritären Gesellschaftsordnung, den militaristi­schen Zügen und dem außen- und militärpolitischen Geltungsanspruch des Kaiserreichs iden­tifiziert, wie allerorten allein schon die breite alljährliche Würdigung des Kaisergeburtstags zeigt. Welche weiteren mentalen Hypotheken von den vier langen Kriegsjahren und der Nie­derlage 1918 ausgingen und die Akzeptanz der Weimarer Demokratie unterschwellig beein­trächtigten, wird vorwiegend an Beobachtungen aus Bocholt, Borken und Coesfeld erörtert.Die Veranstaltung des Stadtarchivs Bocholt und der VHS Bocholt-Rhede-Isselburg findet in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes statt.Gesprächskreis Bocholter StadtgeschichteZahlen, Daten, Fakten, neue Forschungsergebnisse und Erkenntnisse zur Geschichte Bocholts werden in dieser Veranstaltungsreihe des Stadtarchivs Bocholt und der VHS vorgestellt und diskutiert. Weitere Informationen erteilt Heike Schoo, Leiterin des Stadtarchivs, unter Tel. 02871 953-347 oder stadtarchiv@mail.bocholt.de. […]

Einstimmen auf die Europawahl

Bocholt (PID). Am 26. Mai 2019 ist Europawahl. Bevor Bocholts Bürger ihr Kreuzchen machen, können sie sich ausführlich über Themen und Kandidaten informieren. Das Europe Direct-Informationszentrum Bocholt (EDI) hat in Zusammenarbeit mit der Europa-Union Bocholt, der Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg und weiteren Partnern eine Reihe von interessanten Veranstaltungen geplant, die jetzt vorgestellt wurden.Ziel: Bürger an die Urne lockenZiel ist, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an die Wahlurne zu locken, wie Sebastian Borgert, Leiter des EDI Bocholt, sagt. “Besonders haben wir die jüngeren Wähler zwischen 18 und 35 Jahren und die Erstwähler im Auge.” Zum Vergleich: In Bocholt beteiligten sich bei der letzten Europawahl 2015 rund 51 Prozent der Wahlberechtigten. Diesmal soll dieser Wert getoppt werden. Etwas über 55.000 Menschen dürfen in Bocholt im Mai ihre Stimme abgeben.Ob Brexit, Euro oder Migration: Die europäische Union liefert derzeit jede Menge Gesprächsstoff. Aus Sicht von Borgert erhält die Wahl diesmal ein besonderes Gewicht: “Europa ist im Griff von Nationalisten und Populisten. Europas Einfluss auf die Welt nimmt ab.” Entscheiden sich die Bürger Europas dazu, weiter gemeinsam zu handeln, oder verfällt die EU in Kleinstaaterei?Wahlarena: Kandidaten live auf den Zahn fühlenEin Highlight der Veranstaltungsreihe ist die “Wahlarena”, die an drei Terminen im April im Europahaus auf der Adenauerallee stattfinden wird. An einem Termin werden jeweils zwei Kandidaten der sechs großen Fraktionen eingeladen. Sie erhalten im Vorfeld fünf Fragen über Europa. Die Antworten werden zu Beginn einer Veranstaltung verlesen, ohne dass das Publikum im Vorfeld weiß, welche Partei hinter diesen Aussagen steckt. Das Publikum kann den Kandidaten anschließend in der Diskussion live auf den Zahn fühlen und sich so ein Bild machen.Multimedia-Show im TextilWerkEine Veranstaltung in einem besonderen Format wird am 26. März im TextilWerk geboten. Dort wird Ingo Espenscheid unter den Titel “Das Europäische Parlament – Stimme der Bürger” einen spannenden Multimedia-Vortrag halten.Am 8. Mai kommt mit Sven Pastoors ein ausgewiesener EU-Kenner ins Europahaus Bocholt. An seinen Vortrag über “Die EP-Wahlen und die Zukunft der EU” wird sich ein Workshop anschließen. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich beim EDI Bocholt unter Mail sborgert@ewibo.de .Europa live vor OrtUm verschiedene Bevölkerungsgruppen zu erreichen, wird das EDI Bocholt mit seinen Partnern in den kommenden Wochen Senioren, Schüler, Studenten und Familien vor Ort aufsuchen. In der Bocholter Innenstadt auf der Aa-Brücke und in den Arkaden werden Informationsstände zu finden sein. Geplant ist auch ein Kneipen-Quiz zu Europa auf der Ravardistraße. Eine Veranstaltungsübersicht findet sich auf den Seiten des EDI Bocholt unter www.bocholt.de/rathaus/europabuero/europe-direct-bocholt . […]

Autofahrer rücksichtslos: Stadtbus muss Notbremsung machen

Bocholt (ots) – In eine gefährliche Situation hat ein Autofahrer am Donnerstag in Bocholt die Insassen eines Busses nach Angaben des Fahrers gebracht. Der Bus befuhr gegen 17.35 Uhr die Moltkestraße in Richtung Blücherstraße, als ein Pkw diesen überholte und kurz vor dem Bus wieder einscherte. Dadurch sei der Busfahrer zu einer Notbremsung bis zum Stillstand des Busses gezwungen gewesen. Zu dem bisher unbekannten Autofahrer dauern die Ermittlungen an. Die Polizei bittet um Hinweise von Zeugen an das Verkehrskommissariat in Bocholt: Tel. (02871) 2990. […]

Schüler demonstrieren für Klimaschutz

Es kamen nicht so viele, wie erhofft, da einige Schülerinnen und Schüler nicht freibekommen hatten. Aber der Anfang ist gemacht. Rund 200 Jugendliche demonstrierten in der City für mehr Klimaschutz. Sie sind Teil der Bewegung „Fridays for future“, die damit nun auch Bocholt erreicht hat. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, skandierten die Teilnehmenden gleich zu Beginn. Dem Vorwurf, sie wollten lediglich den Unterricht schwänzen, begegneten sie mit dem Argument: „Wir schwänzen nicht, wir kämpfen!“ […]

Polizei zieht positive Bilanz der Weiberfastnacht

Kreis Borken (ots) – Fröhlich und friedlich gefeiert haben die Närrinnen und Narren an Weiberfastnacht im Kreis Borken. Die Bilanz fällt aus polizeilicher Sicht positiv aus: Es kam im gesamten Kreisgebiet lediglich zu acht Einsätzen mit Karnevalsbezug. Die Beamten erteilten insgesamt fünf Mal einen Platzverweis, in drei Fällen ging es um Körperverletzungsdelikte und in einem Fall leistete sich ein Beschuldigter eine Auseinandersetzung mit einem Polizeibeamten. Mit Blick auf die Sicherheit im Straßenverkehr überprüfte die Polizei an Weiberfastnacht 149 Autofahrerinnen und Autofahrer. Dabei stellten sie einen Alkoholverstoß und einen Drogenverstoß fest. […]

Büngern-Technik eröffnet Radstation am Busbahnhof neu

Auch wenn am Eröffnungstag so gar kein Radfahr-Wetter war, öffnete die Radstation für geladene Gäste und die Öffentlichkeit zum ersten Mal ihre Türen.Direkt am Bustreff, zwischen Kiosk und Stadtbuscenter hat die Büngern-Technik die Räume der Radstation im Oktober 2018 übernommen und während der Wintermonate fleißig umgebaut. Jetzt gibt es neben insgesamt 150 Stellplätzen für Fahrräder auch eine Werkstatt mit 3 Arbeitsplätzen sowie ein Büro mit Empfangsbereich für Kunden.Bis die elektronische Schließanlage im April kommt, können Kunden ihr Rad noch kostenlos abstellen. Allerdings ist der Zugang dann auch nur während der Öffnungszeiten möglich. Ab April dann ist die Radstation für Kunden rund um die Uhr an allen Wochentagen zugänglich. Kunden können dann wählen zwischen einer Tageskarte, Monatskarte oder Jahresabo. Von 1€ am Tag bis 100€ für ein Jahresabo reicht die Spanne. „Von denen, die in der Vergangenheit die Abstellmöglichkeit genutzt haben, freuen sich viele, dass ihr Rad demnächst gut aufgehoben ist.“, berichtet Projektleiter Manfred Knoch von den ersten Gesprächen.Aber neben der Abstellmöglichkeit bietet die Radstation auch Reparaturen, Inspektion und Reinigung an. „Wir haben eher die kleinen Sachen im Blick: das kaputte Rücklicht, der platte Reifen, Frühjahrsputz. Die großen Reparaturen sind eher Sache der Fahrradhändler.“ Erläutert Hubert Hörbelt, der sich als Fahradmechaniker-Meister um die Werkstatt und die Anleitung der dort Beschäftigten kümmert. Unterstützt wird er von einem Heilerziehungspfleger. Gemeinsam leiten sie die insgesamt 8 Beschäftigten an. Die lernen in der Werkstatt sowie in begleitenden Einheiten in der Büngern-Technik die wichtigsten Dinge rund um 2-Rad-Mechanik und Büromanagement. „Die Inhalte der Qualifizierungsmaßnahme sind an die Ausbildungsinhalte der Berufe angelehnt. Wir haben sie so aufbereitet, dass sie vom Umfang und Inhalt für die Beschäftigten verständlich sind.“, erklärt Hans-Georg Hustede, Werkstattleiter der Büngern-Technik den Ansatz der Qualifizierungsmaßnahme.Irmgard Almer, Integrationsassistentin der Büngern-Technik hat im Vorfeld gemeinsam mit Sabine Paus vom Sozialdienst die Teilnehmer*innen für die Maßnahme ausgewählt und die Einheiten vorbereitet.Die Beschäftigten stehen in den Startlöchern. Sie haben ihren Arbeitsplatz in den vergangenen Wochen schon kennen gelernt und sich eingerichtet. Erstes Wissen haben sie sich auch schon angeeignet. So führt ein Beschäftiger souverän durch die Werkstatt, erklärt Werkzeuge und Abläufe. „Wir fangen zwar erst nächste Woche mit der Arbeit an, aber ich habe mich bei youtube schon mal schlau gemacht“, verrät er sein Geheimnis. Mit ihrem Team sind die Beschäftigten sehr zufrieden. Bei den ersten Vorbereitungen sind sie schon gut zusammengewachsen. Jetzt freuen sie sich auf die echte Arbeit und den Kontakt mit den Kunden.Werkstattleiter Hans-Georg Hustede freut sich ebenfalls, dass die Idee einer Radstation nun endlich realisiert wird. Schon mehrfach habe es in der Werkstatt Ideen und Konzeptvorschläge dazu gegeben. Bislang sei es aber nie zur Umsetzung gekommen. Umso mehr freut er sich, dass die Büngern-Technik nun endlich mit der Realisierung beginnen kann. „Die Rahmenbedingungen sind dafür an diesem Standort wirklich sehr günstig.“, betont auch Caritas-Vorstand Claudia Soggeberg. „Bocholt ist zwar nicht der Nabel der Welt, aber im Vergleich der mittelgroßen Städte besticht Bocholt als Fahrradstadt.“ Da wolle man sich nun mit der Radstation einbringen, um die Fahrradfreundlichkeit Bocholts weiter zu steigern. Ein Gewinn nicht nur für Radfahrer und Touristen, sondern auch für Menschen mit Behinderung. Denn die bekommen über das Projekt Radstation die Chance, sich weiter zu qualifizieren. „Beschäftigungsformen jenseits klassischer Werkstatt-Arbeitsplätze anzubieten, ist für uns ein wichtiges Anliegen. Wir sind froh, dass wir nach den positiven Erfahrungen des ersten Qualifizierungsprojektes im Bereich Hauswirtschaft und Service nun daran anknüpfen können und neue Bereiche mit in den Blick nehmen.“, berichtet Hans-Georg Hustede.Hand in Hand griffen bei der Eröffnung die unterschiedlichen Arbeitsbereiche der Büngern-Technik. Der Hauswirtschaftsbereich stellte den Service für die Eröffnungsfeier und reichte Muffins, die der Berufsbildungsbereich gebacken hatte. Die Kekse waren eigens mit dem Aufdruck „Radstation“ gestempelt worden. Und statt Flyern oder Visitenkarten gab es kleine Holzfahrräder, auf denen die Öffnungszeiten aufgedruckt ist. Die hatte der Standort mit Holzwerkstatt beigesteuert.Einen Vorgeschmack auf das, was die Büngern-Technik noch so plant, gibt Projektleiter Manfred Knoch mit einem Blick in die Zukunft: „Für uns geht es darum, den Radfahrern einen guten Rundum-Service zu bieten. Der eine sucht einen sicheren Abstellplatz für sein Rad, wenn er am Bustreff in den Sprinter steigt, der andere ist froh, wenn er in der Innenstadt direkt den platten Reifen reparieren lassen kann und währenddessen mit dem Leihrad weiter fahren kann. Touristen können sich in der Tourist Info Ideen holen, was sie in Bocholt und Umgebung machen wollen. Da kriegen sie die Karten, hier kriegen sie dann das passende Fahrrad.“ Aktuell plant die Radstation den Aufbau eines Fahrradverleihs als Ergänzung zum bestehenden Angebot.Jetzt aber machen sich die Beschäftigten erstmal daran, die ersten Aufträge anzunehmen und abzuarbeiten. Denn in der Eröffnungswoche bieten sie Inspektion inklusive Reinigung für 20€ an. „Die ersten Anmeldungen haben wir schon“, freut sich Hubert Hörbelt.Die Radstation ist montags bis freitags von 07.00-18.00 und samstags von 08.00-13.00 geöffnet. Aufträge und Fragen werden angenommen über radstation@buengern-technik.de oder 02871 2513 1020. […]

Dritter Infoabend zum Projekt Heutingsweg

Die Abbrucharbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei amHeutingsweg haben begonnen. In der zweiten Jahreshälfte möchte dieEntwicklungs- und Betriebsgesellschaft der Stadt Bocholt (Ewibo) mit demeigentlichen Bau des neuen Wohnquartiers beginnen. Der CDU-Ortsverband Ostlädt daher am Donnerstag, dem 7. März, um 19 Uhr zu einer weiterenInformationsveranstaltung in den großen Saal des Landhauses Knuf,Heutingsweg 60, ein.Auf der mittlerweile dritten Informationsveranstaltung der CDU ist derEwibo-Geschäftsführer Berthold Klein-Schmeink zu Gast. Er wird über denaktuellen Stand des Projektes, den Grund der Verzögerung und das weitereVorgehen berichten. Darüber hinaus werden Andrea Unland vom Verein Leben imAlter sowie Susanne Biallas vom Deutschen Roten Kreuz über die geplantenAngebote in dem neuen Wohnquartier informieren.Eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Eine Anmeldungist nicht erforderlich. […]

“Gewinnerin” von 148.000 Euro sollte erst zahlen

Bocholt (ots) – Einen Gewinn von 148.000 Euro versprach ein unbekannter Anrufer am Donnerstag einer 68-jährigen Bocholterin. Der Mann gab vor, eine Rechtsanwaltskanzlei in Wien zu vertreten. Schnell trat aber der Haken an der Sache zutage: Um den Gewinn empfangen zu können, müsse die Frau erst Gutscheincodes im Wert von 200 Euro erwerben und die Codes mitteilen. Das weckte zu recht ihren Argwohn: Die Bocholterin fiel auf den Betrugsversuch nicht herein und verständigte stattdessen die Polizei. […]

Zahl der Arbeitslosen im Kreis Borken gesunken

Kreis Borken. Die Zahl der SGB II-Arbeitslosen im Kreis Borken ist im Februar wieder gesunken. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Das “Jobcenter im Kreis Borken” weist für den Monat Februar 2019 insgesamt 4.297 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Im Vergleich zum Vormonat Januar ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 182 Personen und gegenüber dem Vorjahresmonat um 249 Personen geringer. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen im Kreisgebiet liegt nun wieder bei 2,0 Prozent und damit nah am bisherigen Niedrigstand von 1,9 Prozent. Gegenüber dem Vormonat ist sie um 0,1 Prozentpunkte gesunken.”Nach einem saisonbedingten Anstieg zum Jahreswechsel ist die Zahl der als arbeitslos gemeldeten Personen also zurückgegangen”, teilt Landrat Dr. Kai Zwicker über die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt mit. “Ob dies einen positiven Trend für 2019 bedeutet, können wir jedoch erst in den kommenden Monaten genauer beurteilen”, ergänzt Dr. Zwicker. Von der insgesamt positiven Entwicklung im Februar konnten auch Flüchtlinge – insbesondere mit syrischer Staatsangehörigkeit – profitieren, erläutert der Landrat. “Die Zahl der Arbeitslosen, die dieser Personengruppe zuzuordnen sind, ist im Vergleich zum Vormonat um 34 Personen zurückgegangen.”Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im Februar leicht gestiegen und liegt derzeit bei 10.296 Personen (+ 49 zum Vormonat). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im Februar 15.354 Personen (+ 49) in 7.483 Bedarfsgemeinschaften (+ 67) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten.Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.Die Arbeitslosenquote von 2,0 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen. […]

Bocholter Krammarkt Saison startet

Am Mittwoch, 06.03. findet der erste Krammarkt im neuen Jahr in Bocholt statt. An ca. 120 Ständen kann den ganzen Tag von 9.00 Uhr bis 18.30 Uhr geschummelt, gestöbert und natürlich eingekauft werden. Das umfangreiche Warenangebot der Krammarkthändler ist auf dem Gasthausplatz, dem St.-Georg-Platz, dem Marktplatz vor dem Historischen Rathaus, auf der Nordstraße, der Osterstraße, der Neustraße und dem Neutorplatz zu finden.Viele nützliche Dinge des Alltags und eine umfangreiche Produktpalette werden auf dem Bocholter Krammarkt angeboten. Neben Textilien aller Art, Miederwaren, Kunstgewerbe, Geschenkartikeln, Haushaltswaren, Spielwaren, Schaumstoffen, Kosmetikartikeln sind hier auch Reinigungsmittel und Polituren zu finden. Auch für das leibliche Wohl ist durch ein paar Imbissstände gesorgt. Oder man gönnt sich zwischendurch ein Päuschen in einem der Cafés oder Restaurants der Innenstadt.Der Gasthausplatz kann wegen des Krammarktes am Mittwoch nicht als Parkplatz genutzt werden.Die weiteren Krammarkttermine in 2019 sind am:03. April08. Mai07. August04. September09. Oktober20. November […]

„Schule gegen sexuelle Gewalt – kein Raum für Missbrauch!”

Kreis Borken. Rund 250 Schulleitungen und Mitglieder schulischer Teams für Beratung, Gewaltprävention und Krisenintervention sowie zahlreiche Gäste haben sich mit dem Thema “Schule gegen sexuelle Gewalt – kein Raum für Missbrauch” beschäftigt. Das Schulministerium in NRW unterstützt das bundesweite Projekt, das auf die Initiative des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, zurückgeht. Eingeladen ins Forum des Berufskollegs Borken hatte die Bezirksregierung Münster. Durchgeführt wurde das Treffen vom Lenkungskreis “Krisenprävention und Krisenintervention an Schulen des Kreises Borken”, einem von Landrat Dr. Kai Zwicker 2010 eingesetzten Kooperationsgremium von Schulaufsicht, Kreispolizei und Schulpsychologie. Die Geschäftsführerin, Schulpsychologin Kristina Timm von der Regionalen Schulberatungsstelle (RSB) des Kreises Borken, moderierte die Veranstaltung.Schulpsychologe Dr. Sascha Borchers übermittelte zunächst im Auftrag der Bezirksregierung Grußworte und betonte, wie wichtig schulische Präventionskonzepte seien, um allen Formen von Gewalt in Schulen entgegenzutreten. Der Notfallordner für Schulen in NRW sei dazu eine gute Basis für die Arbeit der innerschulischen “Teams für Beratung, Gewaltprävention und Krisentintervention”. Dies sei auch das schulische Gremium, in dem Fälle vermuteter sexueller Gewalt beraten und notwendige Interventionen geplant werden sollten.Hauptreferentin war Diplom-Pädagogin Milena Bücken vom Institut für soziale Arbeit in Münster. Auf ebenso eindrucks- wie humorvolle Art und Weise spannte sie das doch schwierige Themengebiet auf, stellte Hintergrundwissen und Vorgehensweisen vor, um sich als Schule dem Thema sexuelle Gewalt zu nähern. “Haben Sie keine Berührungsängste und nennen Sie Dinge beim Namen. Wie sonst können Kinder von Erwachsenen lernen, über Sexualität und möglicherweise erlebte Grenzüberschreitungen zu sprechen?”, fragte die Referentin ihre Zuhörer. Sie stellte zudem mögliche schulische Konzepte gegen sexuelle Gewalt vor.Diplom-Psychologe Michael Sylla, Leiter der Regionalen Schulberatungsstelle, machte deutlich, dass die Schulen im Kreis Borken zur Thematik sowohl vorbeugend als auch bei Handlungskonzepten bereits gut aufgestellt seien. Durch regelmäßige Schulungen von Beratungslehrkräften und schulischen Krisenteams seien die Schulen grundsätzlich schon informiert. Auch gebe es in Schulen Beratungskonzepte, in denen die verschiedenen Aufgaben von Prävention und Intervention im gebündelt seien. Sylla erinnerte an die gute Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule in der Region. Diese habe in der Vergangenheit zu konkreten Ergebnissen zum Kinderschutz geführt. So gebe es die Handreichung “Kinderschutz an weiterführenden Schulen im Kreis Borken” sowie flächendeckend Verträge zum Kinderschutz zwischen Grundschulen und den örtlichen Jugendämtern. Dies gebe Schulen die notwendige Handlungssicherheit bei vermuteter Kindeswohlgefährdung. In diesen Unterstützungsangeboten für Schulen zeige sich die gute Vernetzung im Kreis, da sie abgestimmt zwischen Schulen, Jugendämtern und Schulaufsicht entwickelt worden seien.Referentin Bücken lobte solche Konzepte als vorbildlich: “Sie haben in Borken schon viel erreicht!”, war ihr Fazit. Und dennoch: Fertige Konzepte hätten die Eigenschaft, als “abgearbeitet” zu gelten. Dies dürfe nicht passieren. Es sei wichtig, sie im Alltag auch zu leben.Moderatorin Kristina Timm schloss die Veranstaltung für die Zuhörerinnen und Zuhörer mit den Worten: “Durch den Wissenszuwachs zum Phänomen sexuelle Gewalt, das Verzahnen mit den bestehenden Konzepten in den Schulen und dem erneuten Aufgreifen dieser Thematik vor Ort sind wirksame Maßnahmen ergriffen, um Schulen zu ‚sicheren Orten‘ für Kinder und Jugendliche zu machen.” […]