Corinna Endlich präsentierte das „kult Westmünsterland” auf Fachkongress des Landes in Schwerte

Kreis Borken/Vreden. Mit rund zehn Millionen Euro fördert die Landesregierung in den kommenden fünf Jahren “Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum”. In der “Rohrmeisterei” in Schwerte gab nun das zuständige Ministerium für Kultur und Wissenschaft Gelegenheit, sich über die Idee der “Dritten Orte” und die Förderbedingungen zu informieren. Als fachkundige Referentin mit dabei war auch Corinna Endlich, Leiterin des kreiseigenen kulturhistorischen Zentrums “kult Westmünsterland” in Vreden. Vor rund 250 Interessierten aus Kommunen, Einrichtungen, Verbänden, Vereinen und Initiativen aus allen Regionen Nordrhein-Westfalens berichtete sie zunächst auf dem Podium und danach in einem Workshop über die Entstehungsgeschichte und Konzeption ihrer Einrichtung, die im Sommer 2017 eröffnet wurde.Das im Rahmen der Regionale 2016 entstandene kult gilt von Beginn an als Musterbeispiel für erfolgreiche Kultureinrichtungen im ländlichen Raum. An dem Standort an der Grenze zu den Niederlanden setzt es als Knotenpunkt für den Kulturaustausch ein architektonisches Highlight neben historischen Kirchen und dem Naturraum rund um die Berkel. Es vereint modernste Architektur, Museum, Forschung und Wissenschaft wie kaum ein zweites Haus in Westdeutschland. Nähere Informationen zum kult gibt es im Internet unter www.kult-westmuensterland.de.Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, hatte zuvor für das Land erklärt: “Mit dem neuen Förderprogramm nehmen wir die ländlichen Regionen in den Fokus. Uns geht es einerseits um eine stärkere Anerkennung für das, was dort im Kulturbereich durch großes Engagement geleistet wird. Andererseits besteht im ländlichen Raum ein erhöhter Handlungsdruck aufgrund gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen. Hier wollen wir durch das Konzept der Dritten Orte Ansätze zur Sicherung und Weiterentwicklung der kulturellen Infrastruktur fördern.” […]

Stadt will Wettbüro am Europaplatz verhindern

Die Stadt will durch die Änderung des Bebauungsplanes verhindern, dass am Busbahnhof ein weiteres Wettbüro entsteht. Für das ehemalige Optik-Geschäft Tepasse liegt nämlich seit Dezember eine entsprechende Bauvoranfrage vor. Doch ein solche Büro kann nach Ansicht der Verwaltung zu „Immissionskonflikten zwischen Wohnen und szenentypischen Nutzungen“ führen. Deshalb schlägt sie Einschränkungen für den Bereich zwischen Europaplatz, Realschulstraße, Ravardistraße und St.-Georg-Platz vor.Stadtbaurat Daniel Zöhler schreibt in einer Sitzungsvorlage für den Ausschuss für Planung und Bau als Begründung: „Bei Agglomerationen jeglicher Art und eben auch bei der Ansiedlung weiterer Vergnügungsstätten entsteht grundsätzlich ein erhöhter städtebaulicher Steuerungsbedarf. Es besteht die Gefahr, dass ein Vorhaben zu einer Verschlechterung des Orts- und Stadtbildes führen kann, andere Vergnügungsstätten angezogen werden und folglich Nutzungskonflikte entstehen. Diese städtebaulichen Auswirkungen müssen stadtweit überprüft und bewertet werden. Auch ist in der Innenstadt Bocholts generell die Ansiedlung von Vergnügungsstätten steuerungsbedürftig.“Foto: Archiv […]