Lück – eine Erfolgsgeschichte made in Bocholt

Inhaber Thomas Bußkamp ist auch Geschäftsführer bei Lück. Fotos: Lück GmbH & Co. KGVon BERTHOLD BLESENKEMPERDie Lück GmbH & Co. KG ist “Unternehmen des Jahres 2018” in Bocholt und damit Nachfolger der Firma TIS Technische Informationssystemen, die vor zwei Jahren ausgezeichnet worden war. Die Preisverleihung heute Abend war verbunden mit der Übergabe der eigens für diesen Anlass vom Künstler Jürgen Ebert geschaffene Skulptur „Innovation“, einer Urkunde sowie einem Scheck über 5000 Euro. Lück-Inhaber und -Geschäftsführer Thomas Bußkamp nahm das alles stolz aus den Händen von Bürgermeister Peter Nebelo, der Stadtsparkassen-Vorständen Karl-Heinz Bollmann und Joachim Schüling sowie von Ludger Dieckhues, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt, entgegen.Das Unternehmen Lück hat sich rund 40 Jahr nach seiner Gründung in der Bettwaren-Branche nach eigenen Angaben „zu einem marktführenden Global Player mit internationalem Produktionsnetzwerk“ entwickelt. 170 Mitarbeiter fertigen auf 20.000 Quadratmetern  Produktionsfläche am Vennweg in Mussum Füllungen für Bett- und Polsterwaren aller Art. Daneben gehören Services wie Steppen, Nähen und Konfektionieren zum Portfolio. Die Firma ist Teil der EuroComfortGroup, deren Zentrale sich ebenfalls in Bocholt befindet. Beide Unternehmen werden von ihrem Inhaber und Geschäftsführer Thomas Bußkamp geleitet.Lück wurde 1976 von Werner Lück an der Isarstraße gegründet und meldete nur ein Jahr später das Patent Rhombo-fill an. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus rhombisch geschnittenen Luftzellenstäbchen und silikonisierten Hohlfasern in einer speziell entwickelten Länge. Diese homogene Füllung bildet optimale Verdichtungseigenschaften. Denn beim Füllen haben die rhombisch geschnittenen Luftzellenstäbchen die Tendenz, sich mit ihrer Breitseite schichtweise aufeinander zu legen. Das bewirkt eine glatte, ruhige Oberfläche des Polsterkissens. Mit dieser Erfindung gelang schließlich die Etablierung in der Polsterindustrie. 1980 wurde Rhombo-med entwickelt. Dieses Material ist temperatur- und feuchtigkeitsausgleichend und bis 95ºC kochwaschbar. Damit ist es bestens für den Einsatz in Krankenzimmern geeignet.  Ein Jahr später war es an der Isarstraße zu eng geworden.  Lück zog an den Vennweg um und brachte 1987 mit Rhombo-therm schließlich ein weiteres patentiertes Produkt auf den Markt.Dann der große Rückschlag. Ein Großbrand  vernichtete 1988 fast  60 Prozent der Produktion. Die Bocholter ließen sich davon allerdings nicht unterkriegen und machten weiter. 1995 wurde Lück von der Bonnier Group, einem namhaften schwedischen Medienunternehmen,  übernommen und Thomas Bußkamp  neuer Geschäftsführer. Er leitete die Internationalisierung ein. Nur einer Jahr später wurde der Produktionsstandort im litauischen Vilnika eröffnet. 1997 folgte der Aufbau des Standortes Ebersdorf als Dependance für Kunden aus der Polsterindustrie. Auch die Produktpalette wurde erweitert. 2006 kamen die  Füllmaterialien Duofill® und Viscosoft® auf den Markt. Lück entwickelte zudem das Schlafmöbelsortiment Easy living. 2010 wurde die Matratze „irisette Lotus KS“ erstmals Testsieger bei Stiftung Warentest. Zur gleichen Zeit baute das Unternehmen seine Zentrale in Bocholt um 1000 Quadratmeter aus. Zwei Jahre später wurde die Marke Marke Xdream® präsentiert und mit dem Aufbau einer Polstermöbelproduktion im polnischen Leszno begonnen.2015 schließlich baute Lück ein neues, rund 5000 Quadratmeter großes Logistikzentrum. Das ermöglichte es, die von den Kunden geforderten hohen Standards zu halten. „Lück genießt mit seinem großen internationalen Logistiknetz heute ebenso internationalen Ruf als zertifizierter Partner für die Produktion und Lieferung von Großmengen“, heißt es dazu auf der Webseite des Unternehmens.Lück ist Teil der EuroComfort Group. Die gehörte viele Jahre zur Bonnier-Gruppe. 2014 wurde Thomas Bußkamp Hauptanteilseigner der EuroComfort Group und übernahm im Mai 2017 die verbleibenden Anteile. Seitdem ist er auch dort alleiniger Eigentümer. […]

Apostelkirche beteiligte sich am Stadtradeln

Beim diesjährigen Stadtradeln gab es auch ein Team der Apostelkirche inBocholt. Über drei Wochen, vom 1. Mai bis zum 21. Mai, radelten 22Fahrerinnen und Fahrer insgesamt 3730 km. Dabei vermieden sie ca. 530 kgCO2. Vielen Dank allen, die sich beim Team „Apostelkirche Bocholt“ beteiligthaben. Es war eine schöne Aktion. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei undvielleicht dann sogar mit noch mehr Radfahrerinnen und Radfahrer.STADTRADELN ist eine Kampagne desKlima-Bündnis, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisenzum Schutz des Weltklimas, dem rund 1.700 Mitglieder in 26 Ländern Europasangehören. […]

88-jähriger Pedelecfahrer nach Unfall mit Rettungshubschrauber geborgen

Bocholt-Barlo (ots) – Auf der Vardingholter Straße in Höhe Große Allee ist es zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand hatte  ein 20-jähriger Mann aus Marl mit einem Lieferwagen gegen 14.35 Uhr  die Vardingholter Straße in Richtung Bocholt gefahren.Ein 88-jähriger Pedelecfahrer aus Bocholt wollte zeitgleich von der Straße Große Allee nach links auf die Vardingholter Straße abbiegen  und wurde dabei von dem Lieferwagen erfasst. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Duisburg geflogen. Lebensgefahr ist nicht auszuschließen.An der Unfallstelle hatte der Pedelecfahrer aufgrund der Regel “Rechts-vor-Links” grundsätzlich Vorfahrt. Die Unfallaufnahme und die Sperrungen dauern noch an. […]

Verwaltung fragt: Wie soll die Grünfläche an der Weberstraße gestaltet werden?

Bocholt (PID). Die Grünfläche an der Weberstraße vor dem Kardinal-Diepenbrock-Stift soll neu geplant und gestaltet werden. Bocholter Bürgerinnen und Bürger können mitreden und Ideen und Anregungen geben. Die Stadt lädt am Dienstag, 4. Juni 2019, Anwohnerinnen und Anwohner wie auch interessierte Bürgerinnen und Bürger ab 18 Uhr in die Mensa des St.-Georg-Gymnasiums am Benölkenplatz ein. Anmeldungen unter Tel. 02871 953-183 oder E-Mail zukunftsstadt@mail.bocholt.de . Anmeldefrist ist der 31. Mai 2019.Der Rahmen: Wettbewerb “Zukunftsstadt”Hintergrund ist der bundesweite Wettbewerb “Zukunftsstadt” (www.wettbewerb-zukunftsstadt.de). Am Samstag, 18. Mai, fand der offizielle Auftakt für die dritte Phase des Projektes in Bocholt statt (www.zukunftsstadt-bocholt.de). “Als eine der letzten sieben Städte, die es bundesweit in diese Förderung des Bundesforschungsministeriums geschafft haben, heißt es nun konkrete Maßnahmen umzusetzen”, sagt Sascha Terörde, Leiter der städtischen Stabsstelle für Zukunfts- und Strategiefragen.In Bocholt bedeutet dies, dass städtebauliche Maßnahmen über eine direkte Bürgerbeteiligung begleitet und mit geplant werden. Hierfür wurden drei Projekte an der Weberstraße, Rebenstraße und am Europaplatz ausgewählt, welche Inhalt des 2014 beschlossenen “Integrierten Stadtentwicklungskonzept” (ISEK) und Bestandteil des Maßnahmenkatalogs der Neufassung, die zurzeit erarbeitet wird, sind.Schon in diesem Jahr sollen Fördermittel für die erste dieser drei städtebaulichen Maßnahmen beantragt werden. Hierbei kommt nun die Bürgerbeteiligung im Rahmen des “Zukunftsstadt 2030+ – Atmendes und bewegtes Bocholt” zum Tragen.”Bürger planen mit”Die erste Maßnahme ist jetzt die Grünfläche an der Weberstraße vor dem Kardinal-Diepenbrock-Stift. “Nach den übergeordneten Zielen und Konzepten, die in der zweiten Phase im Bürgergutachten festgehalten worden sind, kommen nun konkrete Umsetzungen zur Anwendung. Die Bürger planen mit und können so die Gestaltung der Fläche mit beeinflussen!”, so Projektleiter Terörde.Eingeladen sind die Anwohnerinnen und Anwohner aus dem Umfeld der Weberstraße und die Beteiligten der 2. “Zukunftsstadt”-Phase, “um eine Brücke in die konkrete Umsetzung zu schlagen”, so Terörde. Aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger können mitreden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Sollten mehr Anmeldungen eingehen als Teilnehmer möglich sind, werden die Plätze per Zufallsauswahl vergeben.So geht’s weiterIn einem zweiten Schritt Anfang Juli bekommen die Teilnehmer des Workshops am 4. Juni bis zu drei aus ihren Anregungen entwickelte Varianten der Platzgestaltung präsentiert. Terörde: “Im Sinne einer größtmöglichen Transparenz wird dann dargestellt und begründet, welche Aspekte in die Planungen aufgenommen werden konnten und welche nicht. Von diesen Varianten kann in diesem Termin eine priorisiert werden, welche die Grundlage für den dann notwendigen Förderantrag auf Städtebaufördermittel bildet.” […]

Zeuge bewies gutes “Näschen” – zwei Drogenplantagen sichergestellt

Bocholt (ots) – Am Mittwochnachmittag meldete sich ein Zeuge bei der Polizei und machte Angaben über auffälligen Marihuanageruch, der aus einer Mehrfamilienhauswohnung in der Innenstadt strömte.Die Beamten stellten diesen Geruch ebenfalls fest, dazu auch weitere Verdachtsmomente. Zudem trafen sie im Haus auf den 26-jährigen Bewohner einer anderen Wohnung, der sich als ein Bekannter des 49-jährigen Mieters der verdächtigen Wohnung vorstellte. Dieser gab an, dass sich auch in seiner Wohnung Cannabispflanzen befinden würden und erklärte sich mit der Durchsuchung seiner Wohnung einverstanden.Mit der Staatsanwaltschaft wurde Kontakt aufgenommen und der zuständige Staatsanwalt beantragte einen richterlichen Durchsuchungsbefehl. In der Wohnung des 26-Jährigen fanden die Polizeibeamten 14 erntereife Cannabispflanzen, 15 Cannabis-Jungpflanzen, “Plantagenzubehör” und mehrere hundert Gramm geerntetes Cannabis. Die Drogen und Beweismittel wurden sichergestellt.In der Wohnung des 49-Jährigen stellten die Beamten ebenfalls eine Cannabisplantage (16 Jungpflanzen, 14 erntereife Pflanzen, Zubehör) und ca. 50 Gramm geerntetes Cannabis sicher.Der 26-Jährige wurde nach Abschluss der Maßnahmen wieder entlassen. Der Aufenthalt des 49-Jährigen konnte am Mittwoch nicht ermittelt werden. […]

Ladendieb fällt zum wiederholten Male auf

Bocholt (ots) – Ein 20-jähriger in Bocholt wohnhafter Mann fiel am Donnerstag erneut auf. In den vergangenen Wochen war er bereits mehrfach bei Ladendiebstählen erwischt worden und jeweils sehr aggressiv aufgetreten. In heutigen Fall meldeten sich Mitarbeiter einer Drogerie in der Innenstadt. Dort hatte der 20-Jährige am Vortag wegen Diebstahls und Bedrohung ein Hausverbot erhalten. Dennoch betrat er am heutigen Donnertagmorgen das Geschäft, so dass die Polizei informiert wurde. Als er die Polizeibeamten erblickte, stellte er schnell einen Gegenstand zurück ins Regal. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten mehrere Parfumflaschen und eine Cuttermesserklinge. Der 20-Jährige gab an, die Parfums kaufen zu wollen, hatte aber weder ausreichende Barmittel noch andere Zahlungsmöglichkeiten dabei.Die Polizeibeamten nahmen den Mann fest und leiteten ein weiteres Verfahren gegen den 20-Jährigen ein, der in den Räumen der Polizeiwache randalierte und um sich spuckte. […]

Zwei Pferde verendet – möglicherweise wurden sie vergiftet

Borken (ots) – Zwei Pferde sind am Montag auf einer Weide in Borken möglicherweise einer Vergiftung zum Opfer gefallen. Die Halterin eines der betroffenen Tiere hatte den Stall an der Straße Landwehr in Borken-Gemen kurz nach 18.00 Uhr aufgesucht. Sie habe eine Stute verendet aufgefunden, ein weiteres Pferd lag wenige Meter entfernt. Es lebte zwar noch, habe aber nach tierärztlicher Einschätzung keine Überlebenschance mehr gehabt. Es wurde eingeschläfert. Ein drittes Pferd stand unversehrt auf dem Gelände. Einer ersten Einschätzung zufolge ist nicht auszuschließen, dass die Tiere auf unbekannte Art und Weise eine Vergiftung erlitten haben. Darüber hinaus habe die betroffene Stute äußerliche Verletzungen im Genitalbereich aufgewiesen. Die polizeilichen Ermittlungen laufen. Hinweise erbittet das Kriminalkommissariat in Borken: Tel. (02861) 9000. […]

1. FC Bocholt II verpflichtet Neuzugänge vier und fünf

Die Kaderplanung des 1. FC Bocholt II nimmt weiter Fahrt auf. Der frisch gebackene Bezirksliga-Aufsteiger kann sich über die Neuzugänge vier und fünf freuen. Vom A-Ligisten Borussia Bocholt wechseln Eleftherios Malmatas und Jonas Schwanekamp an den Bocholter Hünting.Der 20-jährige Malmatas ist Abwehrspieler und wurde in der vergangenen Saison durch eine Knieverletzung zurückgeworden. „Eleftherios hat das Potenzial zum Stammspieler, aber wir müssen ihn jetzt erst einmal in Ruhe aufbauen“, sagt FCII-Trainer Nikolay Glouhtchev.Jonas Schwanekamp (20) hat eine FC-Vergangenheit, spielte er doch vor drei Jahren in der B-Jugend-Niederrheinliga für den 1. FC Bocholt. Der Bruder von Lucas Schwanekamp, ebenfalls ein FC II-Neuzugang, fühlt sich auf den offensiven Außenbahnen am wohlsten. „Jonas ist ein technisch guter Fußballer, der unsere Offensive beleben wird“, freut sich Glouhtchev über den Transfer. […]

Richtfest in Lüderitz – Rotary-Kindergarten im Zeitplan

Der Rotary Club Bocholt arbeitet seit gut 10 Jahren mit seinen Freunden in Namibia in Projekten zur Elementarbildung und Kinderbetreuung unter dem Motto „Kids in Lüderitz“. Jetzt konnte das Richtfest für den Neubau des ELKIN-Kindergartens gefeiert werden, den die Bocholter Rotarier mit mehr als 65.000 € finanzieren. “Wir sind in der Zeitplanung und hoffen, dass dies mit dem nun anstehenden Innenausbau so weitergeh“, betonen Rudolf Schmeing und Horst Heiber, die diese internationalen Projekte betreuen.Seit 2009 hat der Club fast 200.000 € für die Lüderitzer Projekte mobilisieren können und damit u.a. eine Schulbäckerei, die Renovierung einer Vorschule und öffentliche Spielplätze auf den Weg gebracht. Durch private Besuche vor Ort wurde die Freundschaft mit den Freunden in Namibia gepflegt und der Projekterfolg konnte persönlich in Augenschein genommen werden. Der Kita-Neubau und die anderen Projekte waren und sind nur durch die vielen Spenden von Rotariern, Freunden und auch langjährigen Unterstützern wie z.B. dem Bürgerausschuss Krechting und den treuen Besuchern unseres jährlichen Benefizkonzertes möglich geworden. […]

Integration: Neues Lernmaterial für ehrenamtliche Sprachförderung

Bocholt (PID). Um die Integration von geflüchteten Menschen in Bocholt zu unterstützen, engagieren sich 80 Bürgerinnen und Bürger, die ehrenamtlich Sprachunterricht erteilen. Dafür sind sie ausgebildet und zertifiziert. Über die Volkshochschule Bocholt wurde nun neues Lernmaterial angeschafft.Freudig überrascht zeigten sich Christiane Nitsch und Ingrid Hardes bei ihrem Besuch in der Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg. Die Vertreterinnen des Arbeitskreises Asyl geben seit vielen Jahren ehrenamtlich Deutschunterricht in Bocholt. Vor allem geflüchtete Menschen profitieren vom Angebot der von der VHS zertifizierten Bocholter Sprachhelferinnen und Sprachhelfer.Zusammenspiel zwischen VHS und EhrenamtMit den Fördermitteln aus dem Programm “Komm-An NRW” konnte die Volkshochschule nun Bücher, Spiele und vielerlei Materialien kaufen, die nun übergeben wurden. “Das “Gesamtkonzept Sprache in Bocholt” ist lebendig und versteht sich als ein enges Zusammenspiel von ehrenamtlich Engagierten und den Kursen der VHS”, so die für das Projekt “Ehrenamt: Sprache und Integration” zuständige VHS-Mitarbeiterin Elisabeth Schmeinck.Mit der fachlichen Begleitung von Danuzza Mendoncça Leuters konnten wertige Bücher ausgesucht werden, die den Unterricht der ehrenamtlich Engagierten nun bereichern. Ein weiteres Paket Bücher wird an Petra Möllmann überreicht werden, die in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen “Yupidu” seit mehr als zwei Jahren, an zwei Mittagen in der Woche, Deutschunterricht gibt. In der VHS bleibt der gleiche Posten Bücher für andere Organisationen zum Ausleihen.”Leistung unbezahlbar””Die Sprachförderung in Bocholt wird außerordentlich gut von Ehrenamtlichen unterstützt. Das sind Menschen, die viel Zeit, Herz und Können einbringen. Die Leistung ist unbezahlbar. Von 140 zertifizierten Helfenden geben heute 80 regelmäßig Sprachunterricht. Das ist eine klasse Leistung”, lobt VHS-Mitarbeiterin Schmeinck. Ungefähr 8.000 Stunden Unterricht im Jahr würden so zusätzlich zu den laufenden Kursen gegeben. […]

Ausstellung im Textilwerk zeigt Modewelten von Stephan Hann

Bocholt (lwl). Plastiktüten, Telefonbuchseiten oder Videobänder – der Berliner Künstler Stephan Hann schneidert seine Couture aus Materialien, denen wir keine Beachtung schenken. Kombiniert mit edler Seide, Spitze oder Kristallen entstehen Kleider, bei denen die Grenze zwischen Mode und Kunst verschwimmt. Zu sehen sind sie ab 26. Mai in der Ausstellung “Fashion Material” im Textilwerk Bocholt. Bis 6. Oktober lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Industriemuseum zu einer Reise in die phantastischen Modewelten von Stephan Hann mit rund 60 Objekten des Künstlers ein.”Wenn wir ehrlich sind: Unsere Kleiderschränke sind voll. Aber die Modeindustrie möchte gerne, dass wir sie immer wieder neu füllen. In Modezeitschriften und auf Social Media-Plattformen sehen wir immer neue Trends und werden zum Kaufen aufgefordert. Stephan Hann setzt sich in seinen Kreationen mit genau dieser Kurzlebigkeit und dem Konsum auseinander. Seine außergewöhnlichen Kreationen lassen uns nachdenken über das Diktat des immer Neuen in der Mode”, erklärte Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger am Mittwoch (22.5.) bei der Vorstellung der Ausstellung in Bocholt.Die Ausstellung “Fashion Material” ist Teil des Verbundprojektes “Alles nur geklaut? Die abenteuerlichen Wege des Wissens” mit insgesamt sechs Ausstellungen an verschiedenen Standorten des LWL-Industriemuseums. “In Bocholt greifen wir mit der Mode einen Aspekt des Themas auf, der jeden von uns betrifft. Wir fragen: Kann Mode überhaupt neu sein, oder ist das, was uns als letzter Schrei verkauft wird, schon einmal dagewesen und folglich doch irgendwie geklaut?”, so Martin Schmidt, wissenschaftliche Referent im Textilwerk Bocholt und Kurator der Ausstellung.Hann ist gelernte Herrenmaßschneider und Modedesigner. Für seine Roben verwendet er alltägliche Materialien: Telefonbuchseiten, Zeitungen, Malervlies, Architekturpläne, Videoband oder Plastiktüten und andere Verpackungen. Dazu spielt der Berliner mit ikonischen Schnitten und Formen und veredelt seine Entwürfe durch den Einsatz von Seide, Spitze oder glitzernden Steinen. “Dadurch entsteht eine völlig neue ästhetische Wertigkeit. Allen Werken ist eine unglaubliche Eleganz zu eigen. Sie spielen mit Erinnerung, entlarven den Luxus und kommentieren den unstillbaren Hunger unserer Gesellschaft nach Konsum”, sagt Schmidt.Als “Kommentar” zu den Objekten von Hann zeigt das LWL-Industriemuseum Arbeiten von Modedesign-Studierenden der Hochschule Hannover. Upcycling, Recycling und Zero Waste sind Bausteine ihres Forschungsprojekts “use less: Designstrategien gegen Verschwendung und hässliche Kleidung”. Sie handeln getreu dem Motto von Vivienne Westwood “Buy less, choose well, make it last” . Auch von der Designerin finden sich fünf Kreationen in der Bocholter Ausstellung. Sie werden ergänzt um Entwürfe aus der Hand des italienischen Modeschöpfers Giorgio Armani.Eröffnung”Bekleidung, Modewelten und Design sind Themen, die ein Industriemuseum beschäftigen dürfen, ja müssen, insbesondere dann, wenn es in einer lebendigen Textilregion wie dem Westmünsterland zu Hause ist”, erklärt Dieter Gebhard, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung. Er wird die Gäste bei der Eröffnung der Ausstellung am Samstag (25.5.) um 18 Uhr begrüßen. Christa Frins und Martin Schmidt vom LWL-Industriemuseum führen in die Ausstellung ein. Anschließend diskutieren Schmidt und Hann im “Fashion Talk” über Mode, bevor DJane Mira Falkenstein zur Aftershow-Party auflegt.Stephan HannBiographiegeboren 1970 in Berlin; 1987 bis 1990 Herrenmaßschneiderlehre an der Deutschen Oper Berlin; 1991 bis 1996 Studium der Szenografie und Mode an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Arbeitsaufenthalte 2000 bis 2006 in Paris und 2012 bis 2014 in Wien, lebt und arbeitet seit 2014 in Berlin.Ausstellungen (Auswahl)Naturgewalten, Kunstgewerbemuseum Berlin (1994), Photokleider, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (1997), Recycling Couture, Museum für Angewandte Kunst Wien (2007), Couture Remixed, Kunstgewerbemuseum Berlin (2008), Couture, Kunsthalle St. Annen Lübeck (2011), 25 Jahre, Deutsches Historisches Museum Berlin (2012), Mode Medium Material, Badisches Landesmuseum Karlsruhe (2013), Phoenix, Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg (2018)Kollektionen (Auswahl)Papierkollektion (1985), Naturkollektion (1993), Zelluloidkollektion, Internationale Filmfestspiele Berlin (1997), Architekturkollektion, Nederlands Architectuurinstituut Rotterdam (1998), Lexmark (2000), Tetra Pak (2003), Moët & Chandon (2004), Bertelsmann AG (2007), D. Swarovski & Co. (2010)BegleitprogrammAn zwei Sonntagen im Monat finden um 14 Uhr öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung statt. Die Teilnahme ist jeweils Kostenlos. Besucher zahlen nur den normalen Eintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Termine unter www.lwl-industriemuseum.de . Gruppen können Führungen an frei zu vereinbarenden Terminen buchen. […]

Beisetzungsfeier für fehlgeborene Kinder in Bocholt und Rhede

Bocholt. Das St. Agnes-Hospital Bocholt lädt alle Eltern und Angehörigen, die in den letzten drei Monaten eine Fehlgeburt erlitten haben, zur Beisetzungsfeier ein. Sie findet am Dienstag, den 28. Mai, um 15.00 Uhr statt und ist mit einem Wortgottesdienst verbunden. Treffpunkt ist an der Trauerhalle des Friedhofs an der Blücherstraße. Anschließend werden die verstorbenen Kinder auf dem Begräbnisfeld „Den Totgeborenen Kindern“ bestattet, wo die Eltern und Angehörigen in einer würdigen Atmosphäre von ihrem Kind Abschied nehmen können. Zeitgleich findet die Beisetzungsfeier auch in Rhede in der St. Gudula Pfarrgemeinde statt.Weitere Informationen erhalten Betroffene bei der Krankenhausseelsorge des St. Agnes-Hospitals unter der Telefonnummer 02871 20-1614. […]

Kunst, Kitsch und Krempel für die Sperrmüllbörse

Bocholt (PID). Zwischen Kunst, Kitsch und Krempel nach Herzenslust stöbern – das können Besucher auf der nächsten Sperrmüllbörse am Samstag, 25. Mai 2019. Sie wird von 10-12 Uhr auf dem Betriebsgelände des Entsorgungs- und Servicebetriebes Bocholt (ESB) an der Schaffeldstraße ausgerichtet. So bilden ein alter Stuhl, Glasballons, Kindersitzecke und Gartenmöbel bereits jetzt einen begehrten Blickfang.Außerdem sind zahlreiche Fahrräder, Kleinteile und Bilder im Angebot. Ob sich weitere Besonderheiten in dem Sammelcontainer befinden, kann die Organisatorin der Sperrmüllbörse, Abfallberaterin Petra Tacke, nicht sagen. Auch für sie ist das Ausräumen des Containers jedes Mal eine große Überraschung. Die Wertstoffhofmitarbeiter packen bereits seit Wochen gut erhaltene Sachen direkt wetterfest in einen geschlossenen Container. Es wird also spannend. Reservierungen oder Vorverkauf sind nicht möglich.Waffelstand des Repair CafésZur Stärkung inmitten des Sperrmüllbörsenrummels richtet das Repair Café Bocholt eine Cafeteria ein. Nach einer leckeren Waffel, einer Tasse Kaffee oder einem Getränk kann es dann weiter gehen beim Stöbern nach alten Schätzchen. Die Einnahmen der Cafeteria fließen direkt in die Arbeit des Repair Cafés.Einnahmen für die Lebenshilfe BocholtDie begehrten Objekte können gegen Barzahlung direkt mitgenommen werden. Sämtliche Einnahmen gehen an die Lebenshilfe Bocholt. Bei der Sperrmüllbörse werden auch Mitarbeiter der Lebenshilfe dabei sein, um Fragen zu ihrer Arbeit zu beantworten.Fragen zur Sperrmüllbörse beantwortet Abfallberaterin Petra Tacke unter Tel. 02871 2463-24. […]

Soziale Liste Bocholt fordert: Bocholt soll den Klimanotstand ausrufen

Soziale Liste Bocholt fordert: Bocholt soll den Klimanotstand ausrufenDie Wählergemeinschaft Soziale Liste Bocholt will, dass der Rat der Stadt Bocholt dem Beispiel von Konstanz und vielen anderen Kommunen wie zuletzt Kleve folgt und den Klimanotstand ausruft. Dazu hat die Wählergemeinschaft am Montag bei Bürgermeister Peter Nebelo einen entsprechenden Bürgerantrag eingereicht, der zum Inhalt hat, dass der Stadtrat beschließen soll:„Der Bürgermeister der Stadt Bocholt ruft den Klimanotstand aus (Klimanotstand ist ein symbolischer Begriff ohne juristische Grundlage). Der Stadtrat will Bocholt als Klimakommune und ihre vielfältigen Aufgaben und der Einwohnerentwicklung gerecht werden. Um dies nachhaltig und klimafreundlich zu gestalten verabschiedet der Stadtrat folgende Resolution:Die Stadt Bocholt- erklärt den Klimanotstand und erkennt damit die Eindämmung der Klimakrise und ihrer schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität an.- erkennt, dass die bisherigen Maßnahmen und Planungen nicht ausreichen, um die Erderwärmung bis 2050 auf die angestrebten 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.- berücksichtigt ab sofort die Auswirkungen auf das Klima bei jeglichen Entscheidungen. Es werden diejenigen Lösungen bevorzugt, die möglichst stark den Klima-, Umwelt- und Artenschutz berücksichtigen und den Klimawandel und dessen Folgen abschwächen. Hierzu sollen für sämtliche Beschlussvorlagen die besten Möglichkeiten für Klima-, Umwelt- und Artenschutz dargestellt und anhand der bestmöglichen Lösung bewertet werden.- fordert den Bürgermeister auf, dem Stadtrat und der Öffentlichkeit jährlich über Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Reduktion der Emissionen Bericht zu erstatten und daraus Konsequenzen ziehen.- fordert auch andere Kommunen, die Bundesländer und die Bundesrepublik Deutschland auf, dem Konstanzer, Klever und Bocholter Vorbild zu folgen und den Klimanotstand auszurufen. Insbesondere macht er Land und Bund darauf aufmerksam, dass ein vollständiges Einhalten der Klimaschutzziele auf kommunaler Ebene unter den derzeitigen Rahmenbedingungen noch nicht möglich ist. Erst ein vollständiger Abbau weiterhin bestehender Subventionen für fossile Energieträger, eine sozial gerecht ausgestaltete CO2- Bepreisung, eine grundlegend veränderte Verkehrspolitik und eine klimaschutzkonforme Förderung des sozialen Wohnungsbaus würden hier das dringend benötigte Fundament legen.- fordert auch die städtischen Beteiligungsgesellschaften/Stadttöchter auf, das oben genannte Verfahren anzuwenden und sich verstärkt mit den Möglichkeiten im Klimaschutz auseinanderzusetzen. Dem Stadtrat wird dazu vor Jahresende Bericht erstattet.Zudem wird das Klimaziel in Bocholt an die Pariser Klimaziele angepasst. Das bedeutet eine weitgehende Klimaneutralität (0,3t/Person) vor dem Jahr 2035. Die derzeitigen Klimamaßnahmen orientieren sich an diesem Ziel und werden dementsprechend ergänzt.“Ratsfrau Bärbel Sauer und Torsten Wollberg, Umweltpolitischer Sprecher der Wählergemeinschaft, hoffen auf breite Unterstützung aller Ratsfraktionen und Einzelkämpfer und erklären dazu:„Fast wöchentlich demonstrieren deutschlandweit hunderttausende Menschen im Rahmen der Fridays-for-Future-Bewegung gegen die Klima- und Umweltpolitik der Bundesregierung. Auch in Bocholt demonstrierten kürzlich widerholt und eindrucksvoll junge Menschen in der Innenstadt. Ziel der Bewegung ist, dass Bundestag und Bundesregierung sofort effektive Maßnahmen beschließen und diese konsequent durchsetzen sollen, damit die drohende Klimakatastrophe abgewendet werden kann.
Die Schülerinnen und Schüler sprechen aus, was uns allen längst bewusst sein sollte: Es ist höchste Zeit zu handeln.“Die Erwärmung der Erde muss begrenzt werden, die Weltgemeinschaft hat in Paris 2015 dazu einen klaren Zielkorridor definiert. Dieser völkerrechtliche Vertrag muss nun auch auf der kommunalen Ebene umgesetzt werden, denn der „Klimanotstand ist bittere Realität“: Tod, Vertreibung und Hunger – Folgen des Klimawandels, wie der neue, mittlerweile 25. Klimabericht der UNO Ende März 2019 konstatiert.Auch wenn Bocholt Klimakommune ist, reichen die derzeitige Klimaziele und Maßnahmen der Stadt Bocholt bei weitem nicht aus, um das Pariser Klimaschutzabkommen auf kommunaler Ebene umzusetzen. Dementsprechend müssen die Anstrengungen der Stadt beim Klimaschutz beschleunigt werden. Konstanz und viele andere Städte wie die Nachbarstadt Kleve machen es vor.Ratsfraktion Bärbel Sauer und Torsten Wollberg hoffen auf breite Zustimmung ihres Bürgerantrages. […]