Zwei Transporter aufgebrochen

Bocholt (ots) – Auf Werkzeuge in Firmentransportern hatten es Unbekannte in der Nacht zum Samstag in zwei Fällen in Bocholt-Barlo abgesehen. Die Täter verschafften sich jeweils Zugang zum Fahrzeuginneren, indem sie die Hecktüren aufbrachen. An der Pfarrer-Wissing-Straße stahlen sie aus einem Wagen einen Akkuschrauber, eine Schlagbohrmaschine, einen Schlagschrauber, einen Schussapparat, ein elektrisches Schweißgerät, einen elektrischen Fuchsschwanz und eine Werkzeugmaschine. Das andere Fahrzeug hatte an der Helenastraße gestanden. Die Täter erbeuteten dort eine Bohrmaschine, einen Akkuschrauber und eine Stichsäge. Die Polizei bittet um Hinweise an das Kriminalkommissariat in Bocholt: Tel. (02871) 2990. […]

Parkenden Wagen angefahren

Bocholt (ots) – Einen Sachschaden in Höhe von circa 1.000 Euro hat eine Unbekannte am Freitag bei einem Unfall in Bocholt hinterlassen. Ein Zeuge hatte beobachtet, wie eine Autofahrerin gegen 18.35 Uhr auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes an der Friesenstraße beim Zurücksetzen gegen einen geparkten schwarzen BMW fuhr. Danach entfernte sie sich, ohne ihren gesetzlichen Pflichten nachgekommen zu sein. Beim Fahrzeug der Verursacherin soll es sich um einen kleineren schwarzen Pkw handeln. Die Polizei bittet um Hinweise unter Tel. (02871) 2990. […]

Einbrecher weckt Zeugen

Bocholt (ots) – In das Wirtschaftsgebäude eines Wohnmobilparks am Aasee in Bocholt ist in der Nacht zum Samstag ein zunächst Unbekannter eingedrungen. Ob und was der Täter entwendete, ist noch nicht bekannt. Der Einbrecher hatte sich gewaltsam Zugang verschafft, indem er die Scheibe einer Eingangstür einschlug. Das war nicht unbemerkt geblieben: Zeugen hatten die Geräusche gehört, nachgeschaut und eine männliche Person in der Nähe beobachten können. Die alarmierten Polizeibeamten trafen in unmittelbarer Nähe einen alkoholisierten 15 Jahre alten Jugendlichen an, dessen Erscheinungsbild zu den Beschreibungen passte. Die Beamten nahmen den Bocholter mit zur Polizeiwache. Die weiteren Ermittlungen laufen. […]

Pedelec-Fahrerin stürzt

Bocholt (ots) – Leichte Verletzungen hat eine Pedelec-Fahrerin am Samstag bei einem Unfall in Bocholt erlitten. Die 31-Jährige hatte gegen 20.45 Uhr die Werther Straße befahren, den Masten einer Ampel touchiert und war zu Fall gekommen. Ein hinter ihr fahrender 34 Jahre alter Pedelec-Fahrer konnte nicht mehr ausweichen und fuhr auf die gestürzte Bocholterin auf. Sie kam zur Behandlung in ein Krankenhaus. Dort entnahm ein Arzt auch eine Blutprobe, um den Blutalkoholwert exakt bestimmen zu können: Die Frau war alkoholisiert unterwegs gewesen. […]

Kollision auf dem Radweg

Bocholt (ots) – Auf einem Radweg in Bocholt-Biemenhorst ist am Samstag eine Pedelec-Fahrerin mit einem entgegenkommenden E-Liegerad zusammengestoßen. Dessen 78 Jahre alter Fahrer aus Rhede erlitt leichte Verletzungen. Eine 71-jährige Rhederin war gegen 15 Uhr mit ihrem Pedelec hinter einem vorausfahrenden Zweirad aus Richtung Bocholt kommend in Richtung Rhede unterwegs gewesen, als es zu der Kollision kam. Ein Rettungswagen brachte den Leichtverletzten zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. […]

Schock für Barlo: Beliebter Pfarrer war ein verurteilter Sexualstraftäter – jetzt weitere Vorwürfe am Grab des Geistlichen

Schock für Barlo. Der im Dorf äußerst beliebte, inzwischen verstorbene Pfarrer W., nach dem auch der große Spielplatz des Ortes benannt ist, war ein verurteilter Sexualstraftäter. In seiner Personalakte findet sich die Abschrift eines rechtskräftigen Urteils des Amtsgerichts Bocholt vom November 1976. Darin war der Priester wegen mehrerer sexueller Handlungen an Minderjährigen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Nun werden in einem anonymen Schreiben, das am Grab des Geistlichen angebracht wurde, neuerliche Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erhoben. Das teilte das Bistum Münster in einer Pressemitteilung mit. Dort hatten sich bereits Anfang 2013 ein Betroffener und zuletzt im März 2019 ein weiterer gemeldet.Weiter heißt es in der Pressemitteilung, die auch von der Pfarre Liebfrauen veröffentlich wurde: „Beide Betroffenen gaben an, mindestens einmal von dem Priester missbraucht worden zu sein. Die Vorwürfe beziehen sich in einem Fall auf die Zeit, als der beschuldigte Priester in Selm/Recklinghausen tätig war. In dem anderen Fall wurde bislang kein Ort benannt.In der Personalakte des Bistums findet sich die Abschrift eines rechtskräftigen Urteils des Amtsgerichts Bocholt vom November 1976. Darin war der Pfarrers wegen mehrerer sexueller Handlungen an Minderjährigen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr – auf Bewährung – verurteilt worden. Das Bistum hatte ihm damals die Beratung durch einen Therapeuten empfohlen. Inwieweit der Pfarrer dieser Empfehlung folgte und mit welchem Ergebnis, geht aus der Akte nicht hervor.Die Unterlagen des Bistums einschließlich der Personalakte waren der Staatsanwaltschaft Münster im Rahmen der MHG Studie 2018 auch vorgelegt worden. Weitere Ermittlungen gab es aufgrund des Versterbens des Priesters nicht mehr.Das Bistum wird auch in diesen Fall die erhobenen Vorwürfe und die sich daraus ergebenden noch offenen Fragen von einer externen Expertenkommission klären und aufarbeiten lassen. Diese wird dazu alle Akten unmittelbar auswerten können.Die Vorarbeiten für die Beauftragung einer Kommission laufen. Sie sollen im Juli 2019 abgeschlossen werden.Der betreffende Pfarrer W. wurde am 25. Januar 1966 zum Priester geweiht. Im Anschluss war er bis 1969 als Kaplan in Selm, St. Joseph, und im Anschluss als Kaplan bis 1975 in Recklinghausen, St. Antonius, tätig. Von 1975 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2006 war er Pfarrer in St. Helena Bocholt-Barlo. Bis zu seinem Tod lebte er in Bocholt. Das Bistum hat die Pfarreien und deren Gremien am 27. Juni erstmals über den Sachverhalt informiert.Sollte es weitere Betroffene geben, bittet das Bistum diese, sich bei den Ansprechpersonen für Verfahren bei Fällen sexuellen Missbrauchs zu melden. Kontakt: Bernadette Böcker-Kock: 0151-63404738; Bardo Schaffner: 0151-43816695.“ […]

Stroke Unit: Wüst sagt Unterstützung bei schnellerer Erreichbarkeit der Neurochirurgie zu

Kreis Borken. “Ein wichtiger Schritt zur Sicherung Standorts der Stroke Unit im Marien-Hospital Borken und damit zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Westmünsterland ist getan”, freut sich Landrat Dr. Kai Zwicker. Die von ihm initiierte Potenzialanalyse zur Verbesserung der Erreichbarkeit der Neurochirurgie am Klinikum Vest in Recklinghausen findet die Zustimmung des nordrhein-westfälischen Verkehrsministeriums. Das hat jetzt Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (Rhede) schriftlich dem Kreis Borken mitgeteilt. Gleichzeitig sichert der Minister die Unterstützung des Landes beim weiteren Vorgehen zu.Eine Stroke Unit ist eine Krankenstation mit spezieller Ausrichtung auf die Behandlung und Pflege von Schlaganfallpatienten. Voraussetzung für deren Finanzierung durch die Krankenkassen ist u. a. die Erreichbarkeit der nächstgelegenen Fachklinik binnen 30 Minuten. Von Borken aus ist dies die Neurochirugie in Recklinghausen. Um die Anfahrtfrist dorthin gewährleisten zu könnten, hatte die vom Kreis Borken in Auftrag gegebene gutachterliche Untersuchung drei Streckenvarianten analysiert – Ergebnis: Mittels Ampel-Vorrangschaltungen lassen sich die Zeitspanne für den Rettungstransport auf die vorgegebene Zeitdauer verringern und gleichzeitig auch die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen. Die bestmögliche der drei Alternativen soll nun im Rahmen einer Machbarkeitsstudie genauer in den Blick genommen werden. Dabei werden die verkehrlichen Gegebenheiten, insbesondere die einzelnen Kreuzungssituationen sowie die steuerungstechnischen Erfordernisse, detailliert untersucht und auch die weiteren Umsetzungsschritte aufgezeigt.Verkehrsminister Wüst sagte nun sowohl für die Durchführung der Machbarkeitsstudie als auch für die Realisierung der notwendigen technischen Maßnahmen an den betroffenen Straßen die Unterstützung des Landes zu. […]

SPD fordert: Innerhalb des Ringes nur noch Fahrradstraßen

Bocholt ist fahrradfreundlichstes Stadt Deutschlands. Aufbauend auf dieser guten Ausgangslage beantragt die Fraktion der SPD im Rat der Stadt Bocholt die Prüfung, inwieweit innerhalb des Stadtrings die Ausweisung aller Straßen des Innenstadtbereichs als Fahrradstraßen möglich ist, sowie eine Kalkulation der zu erwartenden Kosten durch die Änderung der Beschilderung und Aufklärung der Bürger*innen über die neue Verkehrssituation.”Eine Fahrradstraße ist eine für den Radverkehr vorgesehene Straße. Andere Fahrzeuge können jedoch mit Zusatzzeichen erlaubt werden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt für alle Fahrzeuge 30 km/h. Radfahrer dürfen ausdrücklich nebeneinander fahren. Kradfahrer müssen gegebenen-falls ihre Geschwindigkeit verringern, um eine Behinderung oder Gefährdung von Radfahrern zu vermeiden.“, heißt es in dem Antrag. Aus Sicht der SPD-Fraktion birgt die Einrichtung von Fahrradstraßen im gesamten Innenstadtbereich zahlreiche Vorteile. “Wichtig ist uns dabei, dass die verschiedenen Verkehrsmittel nicht gegeneinander ausgespielt werden, indem man den Pkw oder den Lieferverkehr einfach verbietet“, so die Fraktion. […]

FDP fordert Sanierung der „Buckelpiste von Bocholt“

Die FDP fordert die Sanierung der als „Buckelpiste von Bocholt“ bekannten Winterswijker Straßen zwischen Barlo und der Grenze. Die Strecke sorge nicht nur für schnell defekte Federungen von Automobilen regelmäßiger Nutzer dieser Straße, sondern werde auch immer mehr zum Gefahrenpunkt für die Nutzer dieser Straße, heißt es in einem Antrag,”Gerade im Winter bei Straßenglätte ist die Straße kaum noch befahrbar. Durch die vielen Auswuchtungen der Straße kommt es schneller zu einem Schlingern, auch verschätzt man sich häufig in der Geschwindigkeit. Überall ist eine Geschwindigkeit von 100km/h erlaubt, gelangt man also von dem sanierten Teil in den nicht sanierten Teil der Straße, wo es kaum möglich ist, unterschätzt man das und kann ins Schleudern geraten. Auch in Hinsicht auf die häufige Nutzung von Landmaschinen kommt der Sanierung der Straße eine hohe Bedeutung zu. Schließlich befinden sich in näherer Umgebung viele Landwirte, die von einer Erneuerung der Straße deutlich profitieren würden“, schreibt FrRaktionssprecher Burkhard Henneken.Besonders auffällig und unter den Bocholter Bürgern oft erwähnt sei auch der Übergang an der Grenze von der Winterswijker Straße auf deutscher Seite in den Wooldseweg auf niederländischer Seite. Die niederländische Straße befindet sich im Gegensatz zur deutschen Seite in einem sehr guten Zustand. Es entsteht also schnell ein schlechter erster Eindruck von Bocholt und die Straße schreckt ab unserer schönen Heimat beispielsweise einen Einkaufsbesuch abzustatten. Auch der Fahrradweg sollte für uns als FDP direkt bis zur Grenze durchgezogen werden. Gerade im Zuge der immer häufiger werdenden Elektromobilität von Fahrrädern wäre ein gut geführter und ausgeweiteter Radweg ein Bekenntnis zum „Klimawandel“ und Attraktivität von Bocholt. […]

Fußball-Profi Maurice Exslager wechselt zum 1. FC Bocholt

Der 1. FC Bocholt hat Maurice Exslager vom Drittligisten Fortuna Köln unter Vertrag genommen. Der 28-jährige Stürmer unterzeichnete beim Niederrhein-Oberligisten einen Vertrag bis 30.06.2021.Der gebürtige Bocholter stand zuletzt bei Drittligist Fortuna Köln unter Vertrag, wo er in der vergangenen Spielzeit verletzungsbedingt auf neun Einsätze gekommen ist. Zuvor spielte er für den Drittligisten FC Magdeburg sowie für die Zweitliga-Vereine SV Darmstadt und 1. FC Köln. Die meiste Zeit seiner Karriere absolvierte Maurice Exslager allerdings beim MSV Duisburg, bei dem er aus der Jugend-Bundesliga den Sprung zu den Profis schaffte. Insgesamt absolvierte Exslager knapp 109 Zweitliga-Spiele, in denen ihm elf Tore gelangen. 2011 stand er mit dem MSV im DFB-Pokalfinale in Berlin, als er gegen Schalke 04 vor 75.000 Zuschauern eingewechselt wurde. Zwei Mal stieg er von der 2. in die 1. Bundesliga auf, sowohl mit dem 1. FC Köln als auch dem SV Darmstadt.„Für mich war es wichtig, in einem Vier-Augen-Gespräch den Typen hinter dem Namen, den in Bocholt jeder kennt, kennenzulernen“, sagt FC-Trainer Manuel Jara zu den nicht alltäglichen Transfer. Er plant Exslager auf der Mittelstürmer- oder Spielmacher-Position ein. „Wir haben uns intensiv, offen und ehrlich über alle Chancen ausgetauscht, die eine mögliche Verpflichtung nach sich ziehen würde. Nach diesem Gespräch war mir klar, dass wir alle Hebel in Bewegung setzen sollten, um den Bocholter wieder nach Bocholt zu holen“, so Jara. Der Trainer betont: „Wir haben mit Maurice einen richtig guten Typen mit hoher Qualität, der hundertprozentig in diese Mannschaft passt.“Maurice Exslager freut sich auf die neue Herausforderung: „Nach all den Verletzungen der letzten Jahre war es für mich klar, irgendwann eine Vision für meine berufliche Zukunft zu entwickeln.“ Für ihn sei die Entscheidung schnell klar gewesen: „Mein Ziel war es immer, irgendwann nach Bocholt zu ziehen. Und als Fußball-Verein kam für mich nur der 1. FC Bocholt in Frage. Denn der Verein ist professionell aufgestellt, spielt mit Abstand am höchsten und ist sehr ambitioniert.“ Dem einstigen Duisburger Publikumsliebling ist wichtig, genauso behandelt zu werden wie jeder andere Spieler: „Meine bisherige Vita interessiert auf dem Platz nicht. Wir sitzen alle im selben Boot und deshalb will ich keine Extrabehandlung, nur weil ich mal höher gespielt habe.“ Sein Ziel ist es, für den FCB auf viele Einsätze zu kommen und zu vielen Toren beizutragen: „Wir wollen ganz oben angreifen und um den Regionalliga-Aufstieg mitspielen. Ich freue mich riesig auf meinen neuen Verein. Der FC ist ein Traditionsverein und passt auch in der Hinsicht perfekt zu meiner bisherigen Laufbahn.“Auch Präsident Ludger Triphaus, der den Transfer maßgeblich abgewickelt hat, zeigt sich sehr zufrieden: „Wir sind stolz, solch einen hochkarätigen Neuzugang zum 1. FC Bocholt gelotst zu haben. Für den Verein ist das ein wichtiges Signal, nach innen wie auch nach außen.“ […]

Trend-Werkstadt der CDU zeigt: Bürger oft mutiger als die Politik

Ein Kommentar BERTHOLD BLESENKEMPERHeute. Morgen. Zukunft – das ist der Untertitel der Trend-Werkstadt #fürBocholt, zu dem die CDU vor einem Jahr Bürger eingeladen und anschließend mit ihnen diskutiert hatte. Heute Abend nun gab es die Abschlusspräsentation mit Vorstellung der Ergebnisse aus fünf Workshops zu Themen wie Stadtplanung, Mobilität und Digitalisierung. Prominenter Gast war dabei Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.Das erfreuliche Ergebnis: Die Bürger sind oft mutiger als die Politik. Während die noch über Parkplätze diskutiert, denken die Workshopteilnehmer sowohl bei der Stadtplanung wie auch im Bereich Mobilität bereits über eine Pkw-arme, wenn nicht sogar Pkw-freie City nach. So etwas nennt man innovativ. Auch beim Thema Digitalisierung gab es viele tolle Ideen.Die CDU will sich die Ergebnisse nun anschauen und – soweit möglich – in ihr Wahlprogramm aufnehmen. Und da beginnt auch schon das Problem. Denn es könnte passieren, dass die Fraktion in den kommenden Monaten exakt das Geld verpulvert, das die Partei für die Zukunft nach 2020 verplant. Der Nordring beispielsweise wird so teuer, dass er einer modernen Verkehrslösung, wie sie in der Trend-Werkstadt angeregt wurde, eher im Wege steht. Und eine völlig überkandidelte Rathausrenovierung mit viertem Obergeschoss und Multifunktionssaal könnte so manchem sinnvollen anderen Projekt das Wasser abgraben. Erstes Opfer scheint bereits jetzt die Bürgerkulturhaus-Idee der Bürgerstiftung Bocholt zu sein.Gleichzeitig läuft die CDU Gefahr, mit der Bürgerbeteiligung zu große Erwartungen geweckt zu haben. Werden die nämlich nicht erfüllt, führt das schnell zu herben Enttäuschungen. Aber immerhin: Versuch macht klug. Und dieser Versuch, die Bürgerbasis zu motivieren, ist wirklich gelungen.Foto: ArchivDie Ergebnisse Trendshops im einzelen:Trendshop GesundheitTrendshop StadtplanungTrendshop DigitalisierungTrendshop IntegrationTrendshop Mobilität […]

Trendshop Mobilität: Innovation versus klassische Verkehrskonzepte

Von BERTHOLD BLESENKEMPERDie Arbeitsgruppe Mobilität der CDU-Trend-Werk-Stadt hat in die Zukunft geschaut. Und er ist sich sicher, das innovative Mobilitätskonzepte die klassische Verkehrsplanung ablösen wird, „Das Auto gehört im urbanen Raum nicht mehr zwingend in die Mitte der Planung“, so ein Fazit. (siehe auch Trendshop Stadtplanung).Für die Bürger müssen die Verkehrsräume gerechter aufgeteilt und die Stadt so wieder mehr zum Lebensraum werden. Als Lösung wurde die Förderung des Rad- und Fußverkehrs, mehr und besserer öffentlichen Personennahverkehrs sowie die Nutzung moderner Autolösungen wie Carsharing oder E-Pkw gesehen. Das Thema autonomes Fahren, das nach Ansicht von Experten die Mobilität in den Städten förmlich auf den Kopf stellen könnte, spielte indes kaum eine Rolle. „Dazu fehlte uns einfach die Expertise“, meinte Moderator Michael Hösing. […]

Trendshop Digitalisierung: Es mangelt an Experten und Kooperation

Von BERTHOLD BLESENKEMPERBocholt braucht einen Digitalisierungsbeauftragten – möglichst als Stabsstelle im Rathaus. Das ist eine Erkenntnis des Arbeitskreises Digitalisierung der CDU-Trend-Werk-Stadt. Die Teilnehmer hatten ein Jahr lang vor allem über die Infrastruktur im Einzelhandel über die Vernetzung von Beteiligten sowie über den Einsatz moderner Technik in den Schulen gesprochen und kamen zu dem Schluss, dass es in der Stadt entschieden an Kooperation mangelt.Beispiel Bildung. Bürger und Experten bemängelten, dass es sowohl an Hardware wie auch Know-how in den Schulen fehlt. Wegen der daraus resultierenden Umsetzungsschwierigkeiten seien neue Geräte bei Einführung oft schon wieder überaltert. Zudem habe jede Schule ihr eigenes Konzept. „So gibt es überall nur Insellösungen“, hieß es während eines Presskonferenz im Vorfeld der heutigen PräsentationAuch für den Bereich Einzelhandel gibt der Trendshop deutliche Signale. Der Aufbau eines flächendeckendes WLAN-Netzes und das Nutzen bereits vorhandener Technologien, um Besucher in die City zu locken, stehen in der Agenda demnach ganz oben. Man hätte zum Beispiel die Besucher des Open-Air-Konzerte digital in die Innenstadt locken können, so der Sprecher des Organisationsteams Gisbert Bresser. Überraschend: „Das Stadtmarketing soll bei seinen Kernkompetenzen bleiben“, so ein weiterer Verbesserungsvorschlag. Im Klartext: Die Aufgabenfelder Digitalisierung und Citymanagement sollten von anderen übernommen werden. […]

Trendshop Integration/Inklusion: Es fehlt an Rahmenbedingungen

Von BERTHOLD BLESENKEMPERDie Bocholter seien durchaus willig. Aber für die Integration von Fremden und die Inklusion von Gehandicapten fehle es an den notwendigen Rahmenbedingungen. Das ist ein Fazit der Arbeitsgruppe Integration und Inklusion in der CDU-Trend-Werk-Stadt. Oft fehle es einfach nur an Treffpunkten (Waschsalon, Boccia-Platz, gemeinsamer Mittagstisch in Wohnquartieren) und an Kommunikation.In ihrer Bestandsaufnahme hatten die beteiligten Bürger festgestellt, dass in Bocholt alle herzlich willkommen sind. Einzige Bedingung: „Sie müssen so werden wie die Bocholter“, hieß es in der Präsentation. Der Workshop regte ein Medienprojekt für Migranten in mehreren Sprachen an, wie es gestern von der Initaitive ORBIS in Bocholt bereits gestartet wurde. Dies wäre eine Chance, um auf Fachkräftemangel zum Beispiel in der Pflege hinzuweisen und so auch Potenziale zu heben. […]

Trendshop Stadtplanung: Bürger wollen mehr Mitsprache

Von BERTHOLD BLESENKEMPERAttraktiver Wohnraum, mehre Orte der Begegnung und Sicherstellung einer vielfältigen Versorgung: Das waren die Themen, mit denen sich der die Gruppe Stadtplanung in der CDU-Trend-Werk-Stadt beschäftigte. Wichtigste Erkenntnis dabei: Dir Bürger wünschen sich mehr Mitsprache. Sie wünschen sich einen Art „Planorama“, eine Art digitale Plattform, mit deren Hilfe sie früher über Entscheidungen informiert und an diesen beteiligt werden.Ein Schwerpunkt der Diskussionen lag auf der Innenstadt. Hier sollten mehrere Plätze zu echten Treffpunkten ausgebaut werden, hieß es. Auch machte sich der Trendshop für mehr studentische Leben in der City stark. „Mut zu Innovation und einzigartigen Konzepten“, so ein weiterer Wunsch. Ein Beispiel war dabei die Attraktivitätssteigerung durch die Verringerung des Pkw-Verkehrs (siehe auch Trendshop Mobilität) […]