31 Einsätze für die Polizei beim Rosenmontagszug in Bocholt

31 Einsätze für die Polizei beim Rosenmontagszug in Bocholt
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Kreis Borken (ots) – Bocholt: Die Zuschauerzahl wird auf ca. 52.000 geschätzt und rund um den Zug kam es zu 31 Einsätzen für die Polizei. Die Beamten nahmen vier Personen in Gewahrsam und erteilten neun Randalierern Platzverweise. Es wurden zwei Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Hinzu kommen vier Bußgeldverfahren wegen Urinierens in der Öffentlichkeit.

Raesfeld: Hier wird die Zahl der Zuschauer auf ca. 2.500 geschätzt.Es kam am  Rosenmontag zu 30 Einsätzen mit Karnevalsbezug. Dazu zählten 14
Platzverweise und 9 Ingewahrsamnahmen. Sieben Strafverfahren wurden eingeleitet (Hausfriedensbrüche, Beleidigungen und drei Körperverletzungen). Hinzu kommen sieben Ordnungswidrigkeitenverfahren (sechsmal Urinieren in der Öffentlichkeit und ein Verkehrsverstoß).

Besonderheit: Unter den Körperverletzungsdelikten ist ein Vorfall, bei dem ein zunächst unbekannter Täter einem 17-jährigen Dorstener mit einer Flasche auf den Kopf schlug. Rettungskräfte schlossen Lebensgefahr bei dem Verletzten nicht aus. Ein Einsatz eines Rettungshubschraubers war aufgrund der Wetterlage nicht möglich. Ein Rettungswagen brachte den 17-Jährigen in ein Krankenhaus. Der Täter, ein 20-Jähriger aus Dorsten, konnte im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen identifiziert und festgenommen werden. Nach seiner Vernehmung erhielt er einen Platzverweis und entfernte sich aus dem Stadtgebiet.

Velen: Die Zuschauerzahl wird hier mit ca. 2.300 angegeben. Die Polizei musste neunmal einschreiten und sprach sieben Platzverweise aus.

Isselburg: Der Zug wurde von ca. 3.500 Zuschauern besucht. Die Veranstaltung verlief aus polizeilicher Sicht störungsfrei. Die Polizei musste nicht einschreiten.

Weseke: Wie in Isselburg musste die Polizei nicht einschreiten. Die Zuschauerzahl wird mit ca. 2.000 angegeben.

Stadtlohn: Circa 12.000 Menschen hatten den Karnevalszug besucht. Es kam zu keinen polizeilichen Maßnahmen während des Zuges. Im Anschluss kam es im Zelt am Markt zu einer gefährlichen Körperverletzung, bei der ein 15-Jähriger aus Wettringen einen 18-Jährigen Gescheraner mit einem Messer oberflächlich am Rücken und an einer Hand verletzte. Der 18-Jährige kam in das Stadtlohner Krankenhaus. Nach dem Zug kam es zu insgesamt acht Polizeieinsätzen, bei denen zwei Personen in Gewahrsam genommen und zwei Beamte leicht verletzt wurden. Die Einsatzkräfte leiteten vier Straftanzeigen ein (zwei Sachbeschädigungen, eine gefährliche Körperverletzung und einmal Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte).

Ahaus: Die Zuschauerzahl in Wüllen wird auf ca. 6.000 und die in Ottenstein auf ca. 6.000 geschätzt.

Im Verlauf des Umzuges in Wüllen griff ein 10-jähriges Kind aus Ahaus-Wüllen unter einen langsam rollenden Anhänger, den ein Rasenmähertraktor zog. Dabei wurde die Hand überrollt. Das Kind gehörte zur Karnevalsgruppe des Traktors. Es wurde nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen.

Nach dem Zug musste die Polizei dann doch noch in Ottenstein einschreiten. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren ein (Sachbeschädigung und Diebstahl) und nahmen eine Person in Gewahrsam.

Schlussbemerkungen: Kreisweit kam es in der Zeit von Montag, 04.03.19, 06.00 Uhr, bis Dienstag, 05.03.19, 06.00 Uhr zu über 74 Polizeieinsätzen in Zusammenhang mit dem Karneval.

Für die Polizei ist der Einsatz nicht mit Beendigung der Züge zu Ende – schließlich sind auch dann noch viele Menschen in den Städten unterwegs und der oft übermäßige Alkoholgenuss tut sein Übriges. Aus polizeilicher Erfahrung werden zudem im Nachgang immer noch Straftaten (z.B.: Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Diebstähle) angezeigt, die in der ersten Einsatzstatistik nicht berücksichtigt sein können, da sie eben noch gar nicht bekannt sind.

Wie andere Volksfeste, bei denen viele Menschen zusammen kommen und der Rausch eine wichtige Rolle zu spielen scheint, bedeutet auch der Karneval für die Polizei eine besondere Herausforderung. Das erhöhte Einsatz- und Straftatenaufkommen verlangt eine intensive Vorbereitung (auch in Verbindung mit den Städten und Gemeinden) und einen erhöhten Personaleinsatz, um die öffentliche Sicherheit gewährleisten zu können. An den bisherigen Karnevalstagen hat die Polizei im Kreis Borken insgesamt etwa 350 Polizistinnen und Polizisten eingesetzt, konnte so starke Präsenz zeigen und nötigenfalls schnell und konsequent einschreiten.

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