500 „Muko-Biker“ sammeln Geld für die Forschung

Den Menschen im Kreis Borken bietet sich am Samstag, 4. September, ein derzeit fast schon surreal anmutender Anblick: Ein Peloton aus 500 ehemaligen Profi- und Hobbyradlern bahnt sich dann seinen Weg durch das Westmünsterland – sogar für die inzwischen achte Muko-Bike-Tour ein Rekord! Mit dabei die Olympia-Zweite von 1988 und Tourkapitänin Jutta Tielemann aus Bocholt, die das Feld über die Distanz von knapp 100 Kilometern anführt. Beflügelt werden die FahrerInnen auch von den jüngsten bahnbrechenden Erfolgen des Mukoviszidose-Forscherteams aus Münster, dem die Erlöse zu Gute kommen.

Als Radsport-Event genießt die Muko-Bike-Tour mit seinem eher gemütlichen Tempo bereits seit Jahren einen sehr guten Namen, sodass die Anfragen für die Trikots und Startplätze aus ganz Deutschland und den Nachbarländern kommen. Dementsprechend groß die Freude nach dem Corona-bedingten Ausfall im vergangenen Jahr, als der Kreis Borken jetzt grünes Licht gab. „Gottseidank, denn trotz des aufgestockten Starterfeldes sind wir schon seit Wochen ausgebucht“, so die Vorsitzende der Deutschen Förderungsgesellschaft zur Mukoviszidoseforschung e.V. Silke Sommers. „Nachdem unsere Teilnehmer sich insbesondere in der Verkehrssicherheit mit großer Disziplin bewährten, mussten wir diesmal darüber hinaus mit unserem Hygienekonzept überzeugen. Da unsere Partner Rose Bikes, RC 77 Bocholt e.V. und das Stadtmarketing Bocholt durch ihr Alltagsgeschäft ohnehin Corona-erprobt sind, war das jedoch kein großes Problem. Neben den üblichen Abstand- und Hygieneregeln gilt, dass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ebenso wie die vielen Helferinnen und Helfer geimpft, genesen oder getestet sein müssen.“

Gleich ein Dutzend Biologen und Mediziner aus Münster stehen als Helfer zur Seite – allerdings nicht ganz uneigennützig. „Seit acht Jahren unterstützen uns schon die Muko-Biker schon bei unserer Grundlagenforschung mit beachtlichen Beträgen. Aber ganz
abgesehen davon, macht es uns auch immer Spaß, in der familiären Atmosphäre Getränke zu reichen oder bei einer Reifpanne auszuhelfen“, berichtet der Mukoviszidose-Forscher der Uni Münster Professor Wolf-Michael Weber – diesmal mit einem besonders gutem Gefühl: „Tatsächlich gelang es uns im vergangenen Jahr zusammen mit belgischen Kollegen, ein Diagnoseverfahren zu entwickeln, das es erlaubt, mit erheblich weniger Aufwand für die Patienten schneller deutlich zielgerichtetere Therapien für jeden Mukoviszidose-Patienten individuell zu entwickeln. Das wird bereits mit KollegInnen der Uniklinik Münster um Dr. Jörg Große-Onnebrink erfolgreich erprobt. Ohne die Erlöse aus den Muko-Bike-Touren wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.“ Bislang erzielte die Deutsche Förderungsgesellschaft zur Mukoviszidoseforschung e.V. („Muko-Life“) durch die Muko-Bike-Touren und weitere Aktionen alleine für das Forscherteam aus Münster rund 530 000 Euro.
Wer zwar kein Startplatz ergattern konnte, aber ebenfalls ein Trikot für den guten Zweck (zum Preis von 49,95 Euro) erstehen möchte, kann das auf rosebikes.de/mukobiketour.

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