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KOMMENTAR: Jetzt muss die Politik raus zu den Menschen!

Von BERTHOLD BLESENKEMPERWahlkämpfe werden an den Haustüren entschieden. Das ist eine altbekannte Politik-Weisheit. Umso unverständlicher ist, dass die meisten Parteien im Bocholter Rat derzeit dieses Feld fast kampflos den Befürwortern eines Bürgerbegehrens gegen eine Flüchtlingsunterkunft am Takenkamp in Biemenhorst überlassen. Während letztere Klinken putzen, ständig mit den Menschen sprechen und – wie die aktuellen Umfragen zeigen – eine latent wachsende Stimmung gegen gefühlt ungeregelte Flüchtlingsströme aufgreifen, üben sich die anderen lediglich in AfD-Bashing und im elektronischen Versenden einer gemeinsamen Erklärung. [timed-content-server show=“2023-05-15 17:50:00 +0200″ hide=“2023-07-13 08:31:00 +0200″]___STEADY_PAYWALL___[/timed-content-server] Das gemeinsame Papier der Parteien ist gut und wichtig. Aber es reicht bei weitem nicht aus, um den einen Bürgern die Angst, den anderen die Wut und dritten die grundsätzliche Ablehnung zu nehmen. Und es sich so einfach wie möglich zu machen und die Bocholter Erklärung lediglich per E-Mail zu verschicken, ist ebenfalls zu

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Container

Bürgerbegehren zulässig: Aber Rat spricht sich entschieden gegen Pläne von Biemenhorster Initiative aus

Der Rat hat soeben ein Bürgerbegehren gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft in Biemenhorst zwar für rechtlich zulässig erklärt. Inhaltlich jedoch widersprachen mit Ausnahme der AfD alle Fraktionen entschieden der Absicht der Initiatoren, die das Containerdorf lieber weiter draußen am Stadtrand sehen würden. „Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe in der Europastadt Bocholt Zusammenleben zu organisieren, Ausgrenzung zu verhindern und Integration zu ermöglichen“, heißt es unter anderem in einer gemeinsamem Bocholter Erklärung, die die Fraktionssprecher von CDU, Grünen und SPD vorlasen. Zudem würden Flüchtlinge vom Land weiter zugewiesen und müssten aus Mangel an Unterkünften dann womöglich in den Sporthallen untergebracht werden, so die Politiker weiter. [timed-content-server show=“2023-05-15 17:50:00 +0200″ hide=“2023-06-21 19:55:00 +0200″]___STEADY_PAYWALL___[/timed-content-server] Zuvor hatte Patrick Wenning für die Biemenhorster Initiative deren Beweggründe erklärt. „Es ist an der Zeit, den Bürgern zuzuhören. Die werden zum Teil immer unsicherer und die Zahl derer, die die

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CDU: Geflüchtete Menschen gehören in die Mitte unserer Gesellschaft, nicht an den Rand!

Vor der Flüchtlingskrise 2015 hat sich die Bocholter Politik einstimmig darauf verständigt, dass geflüchtete Menschen in Bocholt Hilfe bekommen. Es wurde sich darauf geeinigt, dass diese in Wohnraum über die ganze Stadt verteilt untergebracht werden. „Wir Bocholter haben ein riesiges Netzwerk an Ehrenamtlichen, die geflüchtete Menschen vor Ort in den Stadtteilen willkommen heißen. Ob im Arbeitskreis Asyl mit den Integrationspaten, über unsere Wohlfahrtverbände, unsere Pfarrgemeinden, Kulturvereine, Sportvereine und viele mehr“, stellt Lukas Kwiatkowski, Vorsitzender der CDU Bocholt, klar. „Die CDU hält eine Unterbringung vor den Toren der Stadt für einen falschen Ansatz. Die Menschen, die zu uns kommen, sind voller Sehnsucht nach fairem und vor allem menschlichem Umgang. Wenn wir es nicht nur menschlich, sondern auch fachlich gut machen, können diese Menschen uns nicht nur als neue Mitbürger, sondern auch als Fachkräfte in der Zukunft helfen“, fährt er fort.  „Geflüchtete

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Juan Lopez Casanava: Flüchtlinge am Stadtrand sind keine Lösung

Der Vorsitzende des Integrationsrates, Juan Lopez Casanava, macht sich Sorgen um die Willkommenskultur in der Europastadt Bocholt. Auslöser ist die ausufernde Diskussion über eine Flüchtlingsunterkunft in Biemenhorst und das geplante Bürgerbegehren dagegen. Man müsse die Sorgen der Anwohner ernst nehmen. „Deren Wortwahl ist aber manchmal schon erschreckend. Und die Menschen einfach an den Rand der Stadt und damit der Gesellschaft zu verdrängen, ist keine Lösung“, so der gebürtige Spanier. Wer ernsthaft dafür plädiere, Schutzsuchende so weit wie eben möglich von sich fernzuhalten, behandele sie wie Aussätzige, so Casanava. Das wiederum könne langfristig schwerwiegende Folgen haben. „Denn ein Teil der Menschen wird hier bleiben. Und wenn die dann das Gefühl haben, dass man sie eigentlich über Jahre abschieben wollte, wird Integration sehr schwer werden“, meint er. Außerdem seien Unterkünfte am Stadtrand nur schwer zu erreichen, zu versorgen und zu kontrollieren.  Besser

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Flüchtlingslage „entspannt“: Aber Biemenhorster wollen jetzt gar kein Containerdorf mehr in der Siedlung

Von BERTHOLD BLESENKEMPER Die Gegner einer Flüchtlingsunterkunft im Zentrum von Biemenhorst haben ihre Strategie konkretisiert. Sie wollen jetzt nicht mehr ein von 250 auf 150 Bewohner verkleinertes, sondern überhaupt kein Containerdorf mehr an der Straße „Auf dem Takenkamp“. Ein solches sei besser im Außenbereich des Stadtteils aufgehoben, heißt es. „Mehr Distanz schafft unserer Meinung nach größere Akzeptanz“, ist sich einer der Sprecher der Iniative sicher. Er möchte noch anonym bleiben und erst in Erscheinung treten, wenn ein entsprechendes Bürgerbegehren genehmigt ist, das eine Initiative gerade vorbereitet.  [timed-content-server show=“2023-05-17 06:50:00 +0200″ hide=“2023-05-17 09:34:00 +0200″]___STEADY_PAYWALL___[/timed-content-server] Derweil hat sich der Zuzug von Flüchtlingen in den vergangenen Monaten nach Auskunft des  Ersten Stadtrats Thomas Waschki „merklich entspannt“. Es gäbe in den Unterkünften und Wohnungen der Stadt momentan wieder 174 freie Plätze, hieß es gestern im Sozialausschuss. Aber: „Die Situation kann sich schnell wieder ändern“,

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MIT KOMMENTAR: Biemenhorster planen Bürgerbegehren gegen große Flüchtlingsunterkunft am Takenkamp

Einige Biemenhorster planen ein Bürgerbegehren gegen die geplante, große Flüchtlingsunterkunft an der Straße Auf dem Takenkamp. Sie fordern eine Reduzierung der vorgesehenen Aufnahmeplätze von 250 auf 150 und gleichzeitig eine generelle Verteilungsregel für Bocholt. Sollte die Initiative 3524 Unterschriften von Wahlberechtigten in der Stadt sammeln, muss sich der Rat mit dem Thema befassen. Wenn der das Begehren dann ablehnt, käme es zu einem Bürgerentscheid, zu dem ganz Bocholt an die Wahlurne gerufen würde. Die Ablehnung einer Flüchtlingsunterkunft an einem konkreten Standort müsse nicht automatisch ausländerfeindlicher Natur sein. „Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass es uns NICHT um die Verweigerung von Hilfen für Geflüchtete im Allgemeinen geht“, schreiben die Initiatoren. Gleichwohl wehren sie sich gegen eine gehäufte Unterbringung in Wohngebieten. Eine Reduzierung der Wohneinheiten fordern die Biemenhorster im übrigen für die gesamte Stadtgebiet. Sie erhoffen sich durch eine

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Containerdorf soll für 200.000 Euro begrünt und optimiert werden

Die Flüchtlingsunterkunft auf dem ehemaligen Tennenplatz des SC 26 Bocholt wird ausgebaut. Insgesamt 320 Menschen sollen dort demnächst eine vorübergehende Bleibe finden. Vorher aber soll das Gelände durch Hecken und Bäume von den Grundstücken der Anwohner abgegrenzt werden. Zudem plant die Verwaltung Freiraumflächen in der Mitte des Platzes mit Sitzgelegenheiten sowie Spiel- und Sportgeräten. 200.000 Euro soll das kosten. Das Geld hat der Haupt- und Finanzausschuss heute bereitgestellt. Die Deckung der überplanmäßigen Haushaltsüberschreitung erfolgt durch Mehrerträge bei der Grundsteuer B und der Zinserträge für sonstige öffentliche Sonderrechnungen in Höhe von jeweils 100.000 Euro. Grafik: Stadtverwaltung

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Keine Flüchtlinge, kein Geld: Stadt drohen im ehemaligen Yupidu enorme Verluste

Flüchtlingsbetreuung: Stadt muss Ewibo 441.549,16 Euro mehr zahlen als geplant

Die Stadt benötigt für den Bereich Flüchtlingsunterbringung rund um die Uhr eine Rufbereitschaft. Bislang wurde diese Aufgabe interimsmäßig durch die Tochtergesellschaft Ewibo erledigt. Doch das Kostenvolumen dafür lag laut Stadtverwaltung „deutlich über den geplanten Haushaltsansätzen“. Insgesamt 441.549,16 Euro müssen nun zusätzlich her.  Auch die Gebäudewirtschaft verlangt für zusätzliche Aufwendungen bei der Zurverfügungstellung und der Ausstattung der Übergangseinrichtungen 153.411 Euro mehr. Die Stadt muss die Gelder überplanmäßig bereitstellen. Bürgermeister Kerkhoff und Kämmerin Schlaghecken haben das vereinbarungsgemäß bereits genehmigt. Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte dem soeben nachträglich einstimmig zu.

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Kolpinghaus e.V: Insolvenzverfahren jetzt aufgehoben

Das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Kolpinghaus Bocholt e.V. ist aufgehoben, nachdem die Bestätigung des Insolvenzplans rechtskräftig geworden ist. Das erklärte jetzt das Amtsgericht Münster. Fast vier Jahre hatte es gedauert Die Krise des traditionsreichen Kolpinghauses hatte sich einige Zeit vorher abgezeichnet. Der Verein musste 2019 nach 63 Jahren sein Jugendwohnheim mit 25 Plätzen schließen. Der Grund: Die Gäste, die vorher vom Jobcenter, von der Jugendhilfe oder als unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge gekommen waren, wurden mit der Zeit nur noch in Einrichtungen der EWIBO und der von der EWIBO gesteuerten Sozialvereine untergebracht. Das brachte den Kolpingverein   in finanzielle Bedrängnis.  Die Folge war neben der Schließung des Jugendwohnheims die Trennung vom langjährigen Betriebsleiter und die vorübergehende Streichung seiner Position. Ende 2020 wurde die Immobilie dann an die Investoren Detlef S. Schultz und Brahim Krasniqi verkauft und zu Stadthotel Bocholt umgebaut. Archivfoto: Made

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Flüchtlingsunterbringung: Stadt will notfalls für DAV-Heim vorgesehenes Gelände überplanen

Die Stadt hält an den Flüchtlingsunterbringung von bis zu 250 Menschen in 40 Wohneinheiten in Biemenhorst fest. Gleichzeitig sucht sie nach neuen Flächen für ähnliche Container-Anlagen. Im Fokus hat Bürgermeister Thomas Kerkhoff dabei insbesondere eine circa 6.000 Quadratmeter große Fläche an der Moddenborgstraße/Markgrafenstraße. Diese grenzt an den Aschen-Sportplatz des FC Olympia Bocholt. Dort könnten 24 Wohneinheiten für rund 150 Personen entstehen, hieß es heute im Rat. Von diesen Planungen  völlig überrascht wurden die Verantwortlichen der Sektion Bocholt  des Deutschen Alpenvereins. Die plant auf besagtem Grundstück seit Jahren ein Vereinsheim. Das Flächen waren zugesagt, die Pläne auch schon fertig. Eine Umsetzung scheiterte bislang lediglich am Einspruch eines Einwohners. Umso enttäuschter zeigte sich heute gegenüber Made in Bocholt  der ehemalige Vorsitzende und jetzige Schatzmeister des DAV Bocholt, Hermann Altenbeck, vom Vorstoß des Bürgermeisters. 50.000 Euro seien bereits in Gutachten, Statikberechnungen und weitere

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