
Bocholt im Wandel: Schützenhaus
Das Schützenhaus in Bocholt wurde abgerissen, um Platz für das Restaurant Timberjacks zu schaffen. Ein Blick auf die Veränderungen seit den 50er Jahren

Das Schützenhaus in Bocholt wurde abgerissen, um Platz für das Restaurant Timberjacks zu schaffen. Ein Blick auf die Veränderungen seit den 50er Jahren

Timberjacks blickt zuversichtlich auf den lang ersehnten Baubeginn seines neuen, etwa 1500 Quadratmeter großen BBQ-Restaurants in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bocholter Innenstadt. Nach Angaben des Gründers und Geschäftsführers der Göttinger Gastronomiekette, Thomas Kemner, steht dem Vorhaben auf dem Gelände des ehemaligen Schützenhauses nach der Erfüllung aller Anforderungen der neuen Bauordnung NRW 2024 nun nichts mehr im Wege. „Dann kann es endlich losgehen“, erklärte Kemner. [timed-content-server show=“2023-05-15 17:50:00 +0200″ hide=“2024-06-01 08:26:00 +0200″]___STEADY_PAYWALL___[/timed-content-server] Über mehrere Monate hinweg standen Planer und Kommunalverwaltung im Dialog, insbesondere hinsichtlich des Brandschutzes für das als Blockhaus geplante Gebäude. Nun wurden alle Anforderungen der neuen Bauordnung erfüllt, sodass das Projekt fortgesetzt werden kann, wie Kemner bestätigt. Timberjacks hatte im Oktober 2022 das Erbbaurecht für das Schützenhaus, das auf einem 14.000 Quadratmeter großen, parkähnlichen Gelände liegt, von der insolventen Brauhaus GmbH ersteigert. Das Unternehmen kündigte an, 7,5 Millionen Euro in

Am Schützenhausgelände könnte sich bald etwa tun. Investor Thomas Kemner, wird – wie schon nach der Ersteigerung des Pachtvertrages angekündigt – wohl noch im Januar 2023 den Antrag zum Abriss des Gebäudes einreichen und auch dann schon einen Bauantrag für sein neues Restaurant Timberjacks stellen. Man sei regelmäßig im Gespräch, bestätigte Stadtbaurat Daniel Zöhler auf Anfrage von Made in Bocholt. Ein Abriss könnte womöglich innerhalb weniger Wochen genehmigt werden. Allein aus Sicherheitsgründen ist ein schneller Abriss notwendig. Denn trotzt der Bauzäune rund um die Immobilie dringen immer wieder Menschen ein und wohnen teilweise auch dort im Dachgeschoss. Angesichts der maroden Bausubstanz ist ein lebensgefährlicher Durchbruch und Absturz in den Saal nicht auszuschließen. Erst im April vergangenen Jahres war es dort auch zu einem Brand gekommen. Als neuer Pächter ist der Investor für die Sicherung des Gebäudes zuständig. Die insolvente Brauhaus

Das bislang von der Brauhaus GmbH gehaltene Erbbaurecht für das Bocholter Schützenhaus ist heute für 5.500 Euro zwangsversteigert worden. Einziger Bieter war Thomas Kemner, Inhaber der Restaurantkette Timberjacks. Der Vorstand des St.-Georgius-Schützenverein stimmte dem Versteigerungsergebnis zu. Damit kann der Investor sofort loslegen. Gleich nach der Sitzung bestellte Kemner denn auch per WhatsApp das Holz für das Blockhaus, das an Stelle des jetzigen Gebäudes errichtet werden soll. Gleich zu Beginn wies die zuständige Rechtspflegerin auf die Besonderheiten der Immobilie und des Verfahrens hin. So hatte ein Gutachter den Verkehrswert des Erbbaurechtes im Vorfeld wegen des desolaten Zustandes des Gebäudes und wegen der im zugehörigen Erbpachtvertrages verankerten Nutzungsbeschränkungen mit 0 Euro beziffert. „Das heißt aber nicht, dass es für 1 Euro zu bekommen ist“, meinte die Rechtspflegerin und verwies auf allein 4919,41 Euro Gerichtskosten. Der vom Verein favorisierte Investor bot gleich zu Beginn der

Eigentlich wollte ein Investor der insolventen Brauhaus GmbH das Erbbaurecht für das Schützenhaus abkaufen (wir berichteten). Mit dem Erlös aus dem Verkauf hätte einen Teil der Forderungen der Gläubiger befriedigt werden können. Doch plötzlich wollte die Brauhaus GmbH nicht mehr. Deshalb wird das Erbbaurecht jetzt am kommenden Mittwoch zwangsversteigert. Der St.-Georgius-Schützenverein als Eigentümer der Immobilie ist zuversichtlich, dass sich der Investor, mit dem er vorher lange und erfolgreich verhandelt hat, an dem Zwangsversteigerungsverfahren beteiligt. Andere Interessenten könnten es schwer haben. Denn der an das Erbbaurecht gekoppelte Vertrag enthält stark einschränkende Bedingungen. Zunächst ist die Immobiliennutzung laut Schützenverein ausschließlich auf einen gastronomischen Betrieb beschränkt. Wohnbebauung oder Handel sind dort nicht möglich. Zudem ist für jede Investition über 50.000 Euro die Zustimmung des Vereins erforderlich. Auch kann das Gebäude ohne Zustimmung der Schützen nicht abgerissen werden. Diese Hemmnisse und der desolate Zustand

Daniel Kleffner ist neuer König der St.-Georgius-Schützen. Mit dem 512. Schuss holte der 43-Jährige um 18:24 Uhr den Vogel von der Stange. Zu seiner Königin wählte er sich Martina Unterberg. Acht ernsthafte Bewerber hatten sich in den Endkampf begeben. Der war spannend wie selten zuvor. Bei jedem Schuss drehte sich am Ende ein kleiner Rest des Vogels wie ein Stundenzeiger im Uhrzeigersinn – bis er fiel. Bei herrlichem Wetter hatten die Georgius-Schützen wegen des schlechten Zustandes des Schützenhausgeländes auf der Platzanlage des TC Blau Weiß Bocholt gefeiert. Das hatten die Offiziere des Gastvereins in eine echte Wohlfühloase verwandelt. Den Anfang des umfangreichen Programms machten am Samstag ein Feldgottesdienst, die Verabschiedung des alten Thrones, der große Zapfenstreich und eine mitreissende Disco. Am Sonntag ging es nach dem Antreten auf dem Marktplatz per Bus in Richtung Stadtwald. Dort traf man sich zu

Timberjacks macht sich auf den Weg nach Bocholt. Das stark wachsende Gastro-Unternehmen aus Göttingen plant, den laufenden Erbpachtvertrag der insolventen Brauhaus GmbH für das Schützenhaus an der Kaiser-Wilhelm-Straße zu übernehmen und auf dem 14.600 Quadratmeter großen Gelände im Herzen der Stadt sein deutschlandweit zehntes Barbeque-Restaurant im Blockhausstil zu errichten. 7,5 Millionen Euro will Gründer und Firmenchef Thomas Kemner nach eigenen Angaben in das Projekt investieren. „Der Standort im Herzen der Stadt ist ideal. Und als ich den Park mit seinem alten Baumbestand zum ersten Mal gesehen habe, habe ich mich sofort darin verliebt“, meint der Unternehmer. Das Konzept von Timberjacks basiert auf einer Mischung aus einem besonderen Gaumengenuss und professioneller Unterhaltung. Im Restaurant wird Platz für 300 Gäste sein. Die können aus einer umfangreichen Speisekarte wählen, deren Angebot von Steaks und Burgern über Tapas und Fajitas bis hin zu Salaten

Für das Schützenhausgelände an der Kaiser-Wilhelm-Straße gibt es offenbar eine Lösung. In zahlreichen Gesprächen mit der insolventen Brauhaus GmbH, deren Gläubigern und einem potenziellen Investor sei ein gemeinsamer Konsens erzielt worden, mit dem eine drohende Zwangsversteigerung des Pachtvertrages voraussichtlich verhindert werden könne, heißt in der neuen Festzeitschrift des St.-Georgius-Schützenverein. Details will der Vorstand am 4. August und damit zwei Tage vor dem traditionellen Schützenfest, das in diesem Jahr auf dem Gelände des TC Blau-Weiß Bocholt gefeieirt wird, im Rahmen einer Mitgliederversammlung vorstellen. Für das traditionsreiche, inzwischen aber marode Gebäude gibt es derweil wohl keine Rettung mehr. Der Verein hatte bereits im vergangenen Jahr beschlossen, nach jahrelangen vergeblichen stadtinternen Versuchen, das Schützenhaus mit einem großem Saal für die Bocholter und ihre Vereine zu erhalten, mit einen externen Interessenten zu verhandeln. Dessen Konzept sieht einen kompletten Neubau ohne Saal vor.

Von BERTHOLD BLESENKEMPER Künstler wie Dieter Hildebrandt, Jürgen van der Lippe, Dieter Nuhr, Volker Pispers und Urban Priol hat sie in den vergangenen 23 Jahren nach Bocholt gelockt. Jetzt steht die Bühne Pepperoni vor dem Aus. Intendantin Christa Hoffs beendet die Reihe regelmäßiger Kabarettabende und Konzerte. „Vielleicht wird es irgendwann noch mal einzelne Sonderveranstaltungen geben, aber mehr auf keinen Fall“, erklärte sie jetzt auf Anfrage von Made in Bocholt. Als Gründe führt sie die zeitliche Belastung als „Einzelkämpferin“, die finanziellen Risiken und das geänderte Zuschauerverhalten durch die Corona-Krise an. Drei Jahre nach dem Tode ihres Mannes Klaus ist es ihr nicht gelungen, einen Nachfolger für ihn in der Bühnenleitung zu finden. So blieb fast die ganze Arbeit an Christa Hoffs selbst hängen. Damit nicht genug. Die Pandemie ließ eine nach der anderen Veranstaltung ausfallen. Die Folge waren ständige, nervenaufreibende Programmänderungen.

Die Mitglieder des St.-Georgius-Schützenvereins haben nach jahrelangen, von wechselnden Partnern begleiteten, leider aber stets erfolglosen Versuchen, das seit Jahren sanierungsbedürftige Schützenhaus an der Kaiser-Wilhelm-Straße als Veranstaltungsort mit großem Saal zu erhalten, von dieser Idee Abstand genommen. Sie haben auf der gestrigen Jahreshauptversammlung den Vorstand einstimmig beauftragt, künftig vorrangig mit privaten Investoren zu verhandeln. Ein auswärtiger Systemgastronom hat bereits großes Interesse an der Immobilie angemeldet und ist sich in den Verhandlungen über das Erbbaurecht mit dem Verein so gut wie einig. Für den Fall des Scheiterns einer gewünschten und favorisierten Übereinkunft mit den Gläubigern der insolventen Brauhaus GmbH wurde dem Vorstand parallel ebenso einstimmig die Genehmigung für eine Zwangsversteigerung des noch laufenden Erbbaurechtsvertrages erteilt. Der Verein sieht seine Position als Eigentümer des Schützenhauses wegen mehrerer bindenden Klauseln im derzeit gültigen Vertrag, die sein Mitspracherecht bei Zukunftsplänen für die Immobilie zementieren, weiter

Der St.-Georgius-Schützenverein lädt am Freitag, den 3. September 2021, um 19:30 Uhr zur Jahreshauptversammlung in die Räumlichkeiten der Gesellschaft Casino am Casinowall ein. Unter anderem wird über das Thema Schützenhaus diskutiert. Zugang haben ab 18:30 Uhr Geimpfte, Genesene und Getestete. Wegen der Pandemie wird um Voranmeldung per E-Mail unter info@georgius-online.de gebeten.

Zwei Versuche, das Schützenhaus mit Hilfe des Unternehmers Jürgen Theissen beziehungsweise der Bocholter Bürgerstiftung zu retten, sind in den vergangenen fünf Jahren gescheitert. Einen dritten Versuch wird es nach Einschätzung des Vorstandes des St.-Georgius-Schützenvereins wohl nicht mehr geben. Deshalb sucht der Eigentümer der Immobilie jetzt selbst intensiv nach Investoren und treibt die Zwangsversteigerung der Erbbaurechtes voran. Das liege nämlich nach wie vor bei der insolventen Brauhaus GmbH, was die Rechtslage sehr kompliziert mache, heißt es in einem Schreiben an die Mitglieder. Aus Sicherheitsgründen hat der Verein das Gebäude derweil mit Hilfe eines provisorischen Zaunes sichern lassen. Theoretisch gäbe es momentan drei Möglichkeiten, das mit dem Erbbaurecht zu regeln. Die erste wäre der so genannte „Heimfall“. Nach diesem könnte der Verein den Vertrag mit der Brauhaus GmbH wegen des Ausbleibens der Pachtzahlungen auflösen. Er wäre allerdings dann wegen der Verkürzung der
Unser Onlinedienst ist auch erreichbar über Twitter, Instagram. per RSS-Feed, auf Youtube und Facebook.
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr Informationen