36,5 Grad: June gibt Gas!

36,5 Grad: June gibt Gas!

Ein endlos weiter Himmel. Kalter Wind fegt dichte Wolken darüber hinweg. Felsen glänzen dunkel im Regen. Im Tal rauchen träge graubraune Fabrikschornsteine. Was wie die Beschreibung eines üppigen Ölgemäldes aus vergangenen Jahrhunderten klingt, ist am Rande der Pennine-Bergkette im Nordwesten Englands heute noch Realität. Hier in Oldham bei Manchester wird die Bocholterin June Erkelenz geboren. Land und Leute prägen sie. Und auch wenn sie mit 23 Jahren schon sehr früh den Weg nach Deutschland findet, bleibt ein hartnäckiger Rest Heimat. Der offenbart sich in Junes Vorliebe für schlechtes Wetter, in einem – bei perfekter deutscher Grammatik – scheinbar unlöschbaren angelsächsischen Akzent und einem ausgeprägter englischen Humor.June Erkelenz lacht. Sie lacht viel und gerne. Am liebsten über sich selbst. So erzählt sie von ihrer unbekümmerten Kindheit als Tochter eines englischen Geschäftsmannes und einer irischen Mutter. June Kirkham heißt sie damals. „Eigentlich

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Serie 36,5 Grad : Kleiner Lou ganz groß

Serie 36,5 Grad : Kleiner Lou ganz groß

Von BERTHOLD BLESENKEMPEREin Hut auf dem Kopf, ein Schal um den Hals und den Schalk im Nacken. Lou Dynia lacht. „Als kleiner Mann musst du eben immer versuchen aufzufallen“, meint der vom Scheitel bis zur Sohle gerade mal 162 Zentimeter messende Bocholter. Sagt’s und gallopiert locker erzählend durch sein Leben. Der 42-Jährige schildert schmunzelnd seine Flegeljahre in Spork, berichtet über die wechselvolle Schulzeit, die mühsame Ausbildung zum Industriekaufmann, das abgebrochene Gesangsstudium und – immer wieder und intensiv – über seine stets unbändige Musikleidenschaft.Seit 16 Jahren macht der Komponist und Sänger nichts anderes als Musik. Er hat seinen Beruf 1999 an den Nagel gehängt und schreibt seitdem Songs, studiert sie akribisch ein, um sie dann in Wohnzimmern, auf Hochzeiten sowie Firmenfeiern, in Kirchen und manchmal auch in Konzertsälen der Region zum Besten zu geben. Reich kann man davon nicht werden. Aber

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36,5 Grad: Marco Büning - ständig Farbe im Kopf und an den Fingern

36,5 Grad: Marco Büning – ständig Farbe im Kopf und an den Fingern

Künstler wird man nicht, man ist es – und zwar von Geburt an. Davon zumindest ist Marco Büning überzeugt. Nur so schaffte es der 44-jährige Bocholter, seine schon als Kind verspürte Berufung irgendwann auch zum Beruf zu machen. Anfangs jobbte er noch nebenbei, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. „Inzwischen aber kann ich davon leben“, verrät der Maler und Bildhauer, der sich selbst lieber als „Kunstschaffender“ bezeichnet. Zur Zeit macht Marco Büning mit seinem interaktiven Projekt „1000 Küsse“ in den sozialen Medien für Furore. Es geht um Emotionen, Leidenschaft, einen guten Zweck und ganz nebenbei auch um jede Menge Publicity.Auch wenn er mit Leidenschaft malt, voll Hingabe Projektideen entwickelt oder nach Michel-aus-Lönneberga-Art in der Zeit, in der die Farben trocknen müssen, Holzfiguren schnitzt, hier und da bricht der gelernte Kaufmann durch. Im ersten Leben, direkt nach seinem Grund- und Hauptschulbesuch in

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36,5 Grad: Uwe Gronau - Klaviere lügen nicht

36,5 Grad: Uwe Gronau – Klaviere lügen nicht

[av_textblock size=“ font_color=“ color=“ admin_preview_bg=“] Vier Worte, eine Botschaft: „My piano never lies!“. Was auf den ersten Blick daherkommt wie ein schnulziger Liebesroman von Utta Danella oder eine vor seichten Harmonien triefende Schnulze des Soft-Pianisten Richard Clayderman begleitet den Bocholter Musiker und Komponisten Uwe Gronau durch sein ganzes musikalisches Leben. Eine seiner Singles heißt so. Und auch dem momentan in Arbeit befindlichen Notenbuch hat der 58-Jährige den Titel „My piano never lies“ gegeben. Uwe Gronau und sein – manchmal gnadenlos ehrliches – Klavier, eine untrennbare, kreative und erfolgreiche Beziehung. Die Bilanz des Bocholters: 17 CD’s veröffentlicht, mit dem von Sängerin Sandra 1988 gesungenen Song „Secret Land“ einen millionenfach verkauften Hit komponiert und mehrere Bücher geschrieben. 1987 trat er bei der 750-Jahr-Feier von Berlin im Olympiastadion vor 70.000 Zuschauer auf. 2012 war Uwe Gronau dann mit dem Album „Time Rider“ als

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36,5 Grad: Dieter Laven - Cool im Stuhl!

36,5 Grad: Dieter Laven – Cool im Stuhl!

[av_textblock size=“ font_color=“ color=“] Sport war sein Leben. Bis zu dem unvergesslichen Tag im April 1985, als ein Autounfall Dieter Lavens Traum vom Leben als Fußballprofi innerhalb einer Sekunde zerstörte. Diagnose Halswirbelbruch. Die Folge: Querschnittslähmung.  Sein Vorvertrag mit dem Bundesligisten 1. FC Köln war plötzlich Makulatur, das gemeinsame A-Jugend-Training mit den späteren Weltmeistern Thomas „Icke“ Häßler und Bodo Illgner unter Trainer Christoph Daum nur noch Erinnerung. Nun ging es für Dieter Laven ums Überleben. Eine extrem schwere Zeit. Heute, 30 Jahre später, hat der Bocholter seinen Frieden gemacht mit dem eigenen Schicksal. „Wenn du nicht mehr laufen kannst, wirst du im Kopf deutlich beweglicher“, bilanziert er lächelnd. Und so wendete sich der heute 47-jährige Italienfreund den schönen Dingen zu: dem Dekorieren, der Gartengestaltung, der Malerei und der Lebenskunst. „So verrückt es klingt, aber ich hatte Glück“, erklärt Dieter Laven. In

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36,5 Grad: Winni Biermann - ein singender Trucker mit Kult-Potenzial

36,5 Grad: Winni Biermann – ein singender Trucker mit Kult-Potenzial

[av_textblock size=“ font_color=“ color=“] Winni Biermann ist, wie er offen zugibt, „ganz nah am Wasser gebaut“.  Prompt kullern selbst vor  laufender Fernsehkamera ein paar Tränen. Moderator Florian Silbereisen hat den  Bocholter Tenor nach dessen Auftritt in der ARD-Show „Die Besten im Frühling“ in den Arm genommen. „Wenn ich daran denke, kriege ich heute noch Gänsehaut – schau hier“, meint der 47-Jährige und hält – wie zum Beweis – seinen kräftigen, rechten Arm entgegen. Typisch Winni: zielstrebig, bodenständig, herzlich. Schuld ist Mama Änne. Von der hat das jüngste von neuen Kindern nicht nur seine scheinbar unerschütterliche Frohnatur, sondern auch seinen Wahlspruch „Ik kun wall huelen!“  geerbt. Viel gehört nicht dazu, den Berufskraftfahrer und leidenschaftlichen Hobbysänger (O-Ton Biermann über Biermann) zum Weinen zu bringen. Ein ergreifendes Lied, ein unerwartetes Wiedersehen, eine nette Geste – schon werden Winnis Augen nass. Ein Lied fährt

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