Anholt nimmt Abschied vom geliebten Fürsten zu Salm-Salm

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Es ist wahrscheinlich eines der größten Ereignisse, die in Anholt in den vergangenen Jahren stattgefunden haben. In der deutschen Grenzgemeinde wurde heute von dem 91-jährig verstorbenen Fürsten Carl Philipp zu Salm-Salm Abschied genommen. Hunderten von Menschen kamen zu seiner Beerdigung und erwiesen ihm die letzte Ehre.
Trotz seines Adesltitels war der Bewohner von Schloss Anholt fest in der Gemeinschaft verankert. Er bezeichnete sich stolz als den „Anholter Jungen“. „Er war ein ganz normaler Mensch, der Kontakt zu allen suchte und auch alle ansprach“, so Frithjof Nowakewitz von IsselburgLive. „Die jüngere Generation kannte ihn natürlich nicht; wer heute zwischen zwanzig und dreißig Jahre alt ist, hatte keinen Umgang mit dem Fürstenhaus. Doch die älteren Einwohner schätzten ihn und behandelten ihn ganz normal, was er den Anholtern gegenüber ebenso tat.“
Dies bestätigte auch Jan Vreeman, der Organisator der einstigen Radrennveranstaltung „Dwars durch Gendringen-Anholt“. „Dieser Mann hatte ohne Zweifel hohes Ansehen, doch er verhielt sich wie ein gewöhnlicher Bürger“, schildert Vreeman. „Es ist kaum vorstellbar, wie leicht er erreichbar war. Wenn man einmal mit ihm gesprochen hatte, fühlte man sich fast wie ein Freund.“
Der Fürst war ein beliebter Gast bei Veranstaltungen in der Region Achterhoek. Er hatte eine große Affinität zum Schützenwesen und war leidenschaftlicher Radsportfan. Daher war er sofort begeistert, als das Radrennen von seinem Schloss aus startete. „Er war derjenige, der vorschlug, die Kanonen bei seinem Schloss zum Start abzufeuern“, erläutert Vreeman. „Er ließ alle drei Kanonen überholen und in einsatzbereiten Zustand bringen. Das erste Startschuss gab er selbst.“
Nach einer Zeremonie in der St. Pankratius-Kirche wurde Fürst Carl Philipp in der Heilig-Kreuz-Kapelle beigesetzt. Es seien sehr viele Gäste anwesend gewesen, man spreche von vier- bis fünfhundert eingeladenen Personen, darunter auch viele Mitglieder anderer Fürstenhäuser, beschreibt Nowakewitz.
Quelle und Foto: Regio8
