Archäologen stoßen auf englische Fliegerbombe am Witte Paard in Zelhem

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Bei Ausgrabungen auf dem Gelände des ehemaligen Veranstaltungszentrums Het Witte Paard in Zelhem stießen Archäologen am Donnerstagnachmittag auf eine unerwartete Gefahr: Im Erdreich entdeckten sie eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem Gewicht von 500 Pfund.
Unmittelbar nach der Entdeckung wurde das Team für Explosiven-Erkundung der Polizei alarmiert. Nach erster Einschätzung handelte es sich tatsächlich um eine größere Luftmine. Da die Expertinnen und Experten die Sicherheit der Umgebung nicht garantieren konnten, verständigten sie die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes der Streitkräfte.
Vor Ort stellten die Fachkräfte fest, dass der Zünder der britischen Bombe bereits entfernt war. Dadurch ging von dem Sprengkörper keine unmittelbare Bedrohung mehr aus. Eine schnelle kontrollierte Sprengung war somit nicht erforderlich. Damit die archäologischen Untersuchungen am Freitag fortgesetzt werden konnten, wurde das Fundstück in einen anderen Bereich des Grundstücks verbracht und sicher unter einer Sandschicht abgedeckt.
Wann genau die britische Fliegerbombe endgültig unschädlich gemacht wird, ist bislang noch offen. Darüber muss die zuständige Gemeinde gemeinsam mit Polizei und Fachbehörden entscheiden. Nach Auskunft eines Polizeisprechers besteht für Anwohner aktuell keine Gefahr.
Schon in den vergangenen Wochen förderten die archäologischen Arbeiten auf dem Gelände von Het Witte Paard bemerkenswerte Spuren aus längst vergangenen Zeiten zutage. Zu den bisherigen Funden zählen Fundamente, Bodenschichten und Pfostenlöcher ehemaliger Holzhäuser, die mindestens bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Darüber hinaus konnten Hinweise auf Feuerspuren gesichert werden, wahrscheinlich entstanden zwischen den Jahren 1400 und 1600. Außerdem stießen Forschende auf eine gusseiserne Kanonenkugel sowie einen alten Brunnen. Auf Grundlage der aktuellen Untersuchungen wird nun geprüft, ob die Überreste im Boden konserviert oder ob eine vollständige Ausgrabung notwendig ist.
Die Funde belegen die vielschichtige Geschichte des Areals in Zelhem und sorgen dafür, dass das Areal archäologisch wie historisch zunehmend in den Fokus rückt.
Quelle: Regio8
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