Aufatmen am Euregio: Fachausschuss lehnt Elternbefragung zu zweiter Gesamtschule ab



Aufatmen bei Lehrern, Schülern und Eltern des Euregio-Gymnasiums im Zuschauerraum: Der Schulausschuss hat soeben mit den Stimmen von CDU, FDP und Stadtpartei den Antrag der SPD auf eine Elternbefragung zu einer zweiten Gesamtschule in Bocholt abgelehnt. Damit sind vorerst auch die Planspiele vom Tisch, das Euregio mit der benachbarten Hohe-Giethorst-Schule zusammenzulegen. Der Abstimmung war ein leidenschaftlicher  Appell von (Noch-)-Direktor Jan-Bernd Lepping vorausgegangen, das durch die seit Jahren andauernde Sanierung angeschlagene Gymnasium zusätzlich zu schwächen. „Schon jetzt schießen die Gerüchte ins Kraut, und das ist schlecht“, meinte er.

SPD-Fraktionssprecher Martin Schmidt versuchte zu Beginn der Debatte zu beschwichtigen, indem er feststellte, dass es im Antrag seiner Fraktion nicht um eine konkrete Fusion oder Zusammenlegung, sondern einzig und allein um die generelle Abfrage des Elternwillens gehe. „Aber Sie können so eine Befragung nicht einfach allgemein halten, sondern müssen dann auch nach den Standort und der Form fragen“, wandte der Erste Stadtrat Björn Volmering ein.

Klare Ablehnung signalisierte von Beginn an die CDU. Finn Hölter bezeichnete es als Illusion, dass man mit einer zweiten Gesamtschule die Probleme der bestehenden, stark frequentierten lösen könne. Eine Umwandlung des Euregio werde nur zu einer Flucht zu den und damit einer Überlastung der anderen drei Gymnasien führen, prognostizierte er. In die gleiche Kerbe schlugen FDP und Stadtpartei. Einzig die Grünen standen der SPD bei. 

Die Leiterin der Hohe-Giethorst-Schule, Beate Friedrich, nutze die Gelegenheit zu einem Plädoyer für die Hauptschulen. Die litten unter der Erprobungsstufe, die dazu führe, dass viele Schülerinnen und Schüler nach der siebten Klasse von den Realschulen und Gymnasien nach „unten“ durchgereicht und dort nicht nur wegen ihrer Menge zusätzliche  Belastungen verursachen, würden. „Ich persönlich fände es auch besser, wenn Kinder länger gemeinsam lernen würden“, meinte sie.

Foto: Symbolbild

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