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Aufwendungen für die „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung“ beliefen sich 2017 kreisweit auf rund 22,4 Millionen Euro

Aufwendungen für die „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung“ beliefen sich 2017 kreisweit auf rund 22,4 Millionen Euro
Regio

Kreis Borken. Im Dezember 2017 haben 3.899 Bürgerinnen und Bürger im Kreis finanzielle Unterstützung im Rahmen der “Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung” erhalten. Im Dezember 2016 waren es noch 3.780. Diese Zahlen teilt jetzt Karin Ostendorff, Leiterin des Fachbereichs Soziales der Kreisverwaltung, mit. Die Grundsicherung soll den Bedarf für den Lebensunterhalt älterer oder dauerhaft voll erwerbsgeminderter Personen sicherstellen, wenn Einkommen und Vermögen dazu nicht ausreichen. “Sie ist eine Sozialleistung, die aufgrund der demografischen Entwicklung und der steigenden Zahl erwerbsgeminderter Menschen eine immer größere Bedeutung bekommt”, nennt Ostendorff den Grund für die stetig steigenden Fallzahlen.

Wie Karin Ostendorff erläutert, habe der Anteil der Leistungsempfänger über der Altersgrenze für den Renteneintritt mit 1.899 Personen im Dezember bei 49 Prozent gelegen. Hinzu kommen genau 2.000 Bürgerinnen und Bürger zwischen 18 Jahren und der Altersgrenze, denen es wegen Krankheit oder Behinderung dauerhaft nicht mehr möglich ist, ihren Lebensunterhalt durch eigene Einkünfte beziehungsweise eigene Erwerbstätigkeit zu bestreiten.

Die Ausgaben für die Grundsicherung beliefen sich insgesamt auf rund 22,4 Millionen Euro (2016: 20,8 Millionen Euro). Der Bund übernimmt seit 2014 die Aufwendungen in voller Höhe.

Frauen und Männer unter der Altersgrenze, die vorübergehend erwerbsunfähig sind, bedürftig sind und keine anderen Leistungsansprüche haben, können “Hilfe zum Lebensunterhalt” beziehen. In 2017 erhielten 486 Personen solche laufenden Leistungen zusätzlich zum Lebensunterhalt. Im Vorjahr waren es im Dezember noch 508 Personen.

“Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung” sowie die “Hilfe zum Lebensunterhalt” gelten als Sozialhilfe nach dem SGB XII in Abgrenzung zur Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II (“Hartz IV”). Alle drei Hilfearten dienen der Sicherung des Lebensunterhaltes; jede hilfebedürftige Person hat in Abhängigkeit von ihrem Alter und ihrer Erwerbsfähigkeit jeweils Anspruch auf genau eine dieser Hilfearten.

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