Ausstellung Sieger-White in der Koppelkerk

Ausstellung Sieger-White in der Koppelkerk
Regio

In diesem Sommer widmet die Koppelkerk dem Künstler-Ehepaar Fred Sieger (1902-1999) und Helen Sieger-White (1911-2010) eine Ausstellung. Von 1965 bis zu ihrem Ableben wohnte das Ehepaar in Zevenaar (NL). Die Ausstellung kam zustande durch Zusammenarbeit mit dem Liemers Museum und der Sieger White Stiftung.
Der 1902 in Amsterdam geborene Fred Sieger war vollständiger Autodidakt und sein Credo ‚Malen ist mein Abenteuer‘. Seine Arbeiten erreichten derartige Bekanntheit, dass er in wichtigen Galerien ausstellte, wie im Rijksmuseum und dem Stedelijk Museum in Amsterdam, aber auch in Barcelona, Paris und auf der Biennale in Venedig.

Ein markant wichtiger Moment in der Laufbahn des Künstlers ergab sich im Jahr 1945. Fred Sieger machte im Stedelijk Museum in Amsterdam die Bekanntschaft mit Picasso, Braque und Matisse und kurz darauf fanden sich kubistische Einflüsse in seiner Arbeit, sein Stil wandelte sich von figurativ zu abstrakt. Ab 1951 gab Fred auch Unterricht an der Kunstakademie Arnheim und in seiner Klasse fanden sich Klaas Gubbels, Geurt van Dijk und Jan Cremer.

Helen Sieger-White ist 1911 in Manhattan, New York, geboren. Im Jahr 1948 brachte sie ein Stipendium in die Niederlande, um Bildhauer-Unterricht zu nehmen. Kurz darauf begegnete sie Fred und wenig später heirateten sie. Helen tauschte sehr bald den Ton gegen den Pinsel, weil sie das Verlangen spürte, sich in Farben mitzuteilen. ‚Mein Leben ist Malen, wenn ich male, lebe ich‘. Sie wählte vorwiegend Gouache, die zu den ältesten Kulturfarben gehörenden Wasserfarben, die sowohl für deckende als auch lasierende Maltechniken verwendet werden und die Eigenschaften der Aquarell- und Ölfarbe vereinen. Fred arbeitete währenddessen überwiegend mit Ölfarben.

Als Anhängerin von Picasso und Klee malte Helen figurativ, dennoch nicht realistisch. ‚Es ist nicht aus der Sicht der Wirklichkeit gedacht. Es ist expressionistisch, aber auch impressionistisch und jede Arbeit hat ihre eigene Handschrift‘, sagt Helen. Sie war eine Denkerin, jedoch nicht in Bezug auf ihre Malerei. ‚Da habe ich kein Bedürfnis zu. Alles Spontane ist dann weg. Meine ganz wesentlichen Ausgangspunkte sind Intuition und Spontanität‘.

Jeden Freitag, Samstag und Sonntag bietet die Koppelkerk um 14.00 und 15.00 Uhr Führungen durch die Ausstellung an, die im Preis inbegriffen sind.

Ort: Koppelkerk, Koppelstraat 35, 7126 AG Bredevoort

Dauer der Ausstellung: 16. Aug. – 8. Sept. 2019

Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag, 11.00 – 17.00 Uhr

Eintritt: 5,- € einschl. Tasse Kaffee/Tee

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