Autoneum will 175 Produktionsmitarbeiter in Bocholt entlassen – Gewerkschaft spricht von „Verrat“



Schock bei Autoneum in Bocholt. Der Schweizer Mutterkonzern hat überraschend angekündigt, in den kommenden vier Jahren 175 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit rund 40 Prozent der Belegschaft in der Produktion des ehemaligen Borgers-Werkes abbauen zu wollen. 59 Menschen sollen noch in 2024 gehen, Begründet wird das mit Umsatzrückgängen. Der Erste Bevollmächtige der IG Metall, Benjamin Pankow, spricht von „Verrat“ und kündigte soeben im Gespräch mit unserer Onlinezeitung entschiedenen Widerstand an. Morgen sollen bereits erste Verhandlungen zwischen Gewerkschaft, Betriebsrat und Geschäftsleitung stattfinden

Für die zumiest älteren Betroffenen und den Betriebsrat in Bocholt kam die Ankündigung heute völlig überraschend. Dies gilt umso mehr, als aus der Konzernzentrale bislang immer nur Lob über die Arbeit in Bocholt zu hören war. Pankow bezweifelt zudem, dass man bereits jetzt die Umsätze bis 2027 prognostizierten kann.

Der Erste Bevollmächtige will sich nach eigenem Bekunden dafür stark machen, dass es zu möglichst wenigen betriebsbedingten Kündigungen kommt.

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