Bärbel Sauer zur Kämmerer-Stellung: „Die Ungerechtigkeit stinkt zum Himmel“

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Bärbel Sauer zur Kämmerer-Stellung:
„Die Ungerechtigkeit stinkt zum Himmel“

Die Ratsfraktionen von SPD und Stadtpartei wollen, dass die Stelle des Kämmerers eine Dezernentenstelle wird, die eine deutlich höhere Bezahlung vorsieht – monatlich etwa 800 Euro. Der jetzige Kämmerer wechselt zum 15. September als Kämmerer zum Märkischen Kreis.

Ratsfrau und Bürgermeisterkandidatin Bärbel Sauer (Soziale Liste Bocholt) kann diesen plötzlichen Aktionismus nicht nachvollziehen und erklärt dazu:

„Gut wäre gewesen, wenn der erfahrene Kämmerer und Kenner der Verwaltung, Kai Elsweier, seine Tätigkeit in Bocholt fortgesetzt hätte. Ob sein Weggang mit der Gehaltszahlung zu tun hat, ist nicht bekannt. Nun eine Dezernentenstelle daraus zu machen, mit einer deutlich höheren Bezahlung, lösen bei mir gemischte Gefühle aus. Auch und gerade vor dem Hintergrund, dass die gleichen Fraktionen, die diesen Antrag auf den Weg gebracht haben, im Aufsichtsrat bei der Ewibo sitzen und bislang zugelassen habe, dass die Ewibo-Beschäftigten nur den nackten gesetzlichen Mindestlohn erhalten. Auch alle anderen Bedingungen entsprechen nicht dem Hauch eines Tarifvertrages. Die von mir und unserer Wählergemeinschaft immer wieder geforderte Tarifbindung bei der Ewibo wurde bislang kategorisch ausgeblendet. Ich vermisse dazu die erforderliche Initiative der Mitglieder des Aufsichtsrates, deren Vorsitzender Bürgermeister Peter Nebelo ist. Denn es sollte doch selbstverständlich sein, dass die Beschäftigten bei der Stadt und bei den Stadttöchtern gleichbehandelt werden und die Ewibo-Beschäftigten nicht etwa wie Beschäftigte zweiter Klasse. Für die Stadtbeschäftigten findet der Tarifvertrag Öffentliche Dienste (TVöD) Anwendung, hingegen für die Ewibo-Beschäftigten gelten nur die gesetzlichen Regelungen. Die Ungerechtigkeit stinkt zum Himmel, sie ist hausgemacht und wird einfach so hingenommen, obwohl doch bekannt sein sollte, dass hier der Altersarmut Vorschub geleistet wird. Solange sich der Zustand
bei der Ewibo nicht ändert, kann ich solc{CAPTION}

he Ratsanträge auch nicht befürworten.“

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