August 15, 2022

Blutspendedienst schlägt Alarm

Am Dienstag, 14. Juni, ist Weltblutspendetag. Das Rote Kreuz im Kreis Borken und der Blutspendedienst West in Münster, der auch hier in der Region die Spenden abnimmt, weisen auf einen absoluten Notstand hin. Es fehlen viele Blutkonserven, wie es im DRK-Pressedienst heißt.

Auch im Kreis Borken – ehemals lange Aushängeschild für ein gutes Spenderaufkommen – sind jüngst die Zahlen zurückgegangen. Im Jahr 2020 wurden 36.375 Personen bei der Blutspende registriert, im vergangenen Jahr waren es 34.527 und damit bereits mehr als 1800 Spenderinnen und Spender weniger – ein Minus von gut fünf Prozent. Bis Ende April 2022 gab es laut DRK-Mitteilung 10.358 Spender.

Die Gründe sind vielfältig, berichtet das Rote Kreuz im Kreis Borken, dessen Ortsvereine mit hohem persönlichen Engagement ehrenamtlich die Organisation übernimmt. Die Auswirkungen der Coronapandemie sei mitverantwortlich für eine abnehmende Spenderbereitschaft. Darüber hinaus der demografische Wandel, hohe Temperaturen, Feiertage sowie ein hohes Reiseaufkommen nach vielen Coronabeschränkungen sorgten seit Wochen für rückläufige Zahlen. „Helfen Sie durch Ihre Blutspende, Leben zu retten“, bittet Beatrix Grohn, Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbandes Borken e. V.

Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist laut Rotem Kreuz im Kreis Borken Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patient*innen eine Überlebenschance gibt.

Das Rote Kreuz im Kreis Borken sagt am 14. Juni, dem Weltblutspendetag, danke – ein Dankeschön an alle Blutspenderinnen und -spender, ohne deren unersetzliches Engagement schwerverletzte und chronisch kranke Menschen keine Überlebenschance hätten.

Als prominente Botschafter machen sich Sängerin Vanessa Mai und Fußballnationalspieler Leon Goretzka für die Notwendigkeit von lebensrettenden Blutspenden stark und wollen mehr Menschen zum Blutspenden motivieren.

Um auf die Alternativlosigkeit von gespendetem Blut aufmerksam zu machen, verzichten in der Woche ab dem 14. Juni viele Organisationen, Unternehmen und Personen des öffentlichen Lebens in ihren Social-Media Beiträgen auf die Buchstaben A, B und 0 – stellvertretend für die häufig benötigten Blutgruppen A, B und Null. Mit der bundesweit angelegten Kampagne #missingtype – erst wenn’s fehlt, fällt‘s auf macht das Rote Kreuz mit breiter Unterstützung auf die dringende Notwendigkeit von Blutspenden aufmerksam.

Auf www.drk-blutspende.de <www.drk-blutspende.de/> können sich Lebensretter einen Termin reservieren

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