Bocholt und Rhede treiben Radschnellweg-Pläne voran

Weil die Bahnstrecke von Bocholt nach Münster nach Ansicht der Städte Bocholt und Rhede kurz- und mittelfristig nicht reaktiviert werden kann, soll die seit Jahren brachliegende Bahntrasse jetzt endgültig für einen Radschnellweg genutzt werden. Die entsprechenden Pläne stellen die Bürgermeister gerade gemeinsam mit dem Kreis Borken gerade im Rhede Ei vor. Kommende Wochen sollen zeitgleich die Bau und Planungsausschüsse beider Kommunen beraten. Die Entscheidung könnte dann schon Anfang September fallen.

11 Millionen Euro soll das erste Teilstück von der Bocholter City bis in die Innenstadt von Rhede kosten. Finanziert wird das vom Land NRW. Die Strecke führt nicht direkt zum Ziel, sondern mit einem Umweg von 300 Meter am Euregio-Gymnasium vorbei. Da man jedoch fast kreuzungs- und ampelfrei fahren könne, sei der Weg insgesamt schneller, hieß es unisono.

Bocholts Verwaltungschef Thomas Kerkhoff war voll des Lobes und sprach von einem „Highlight“- sowie einem „Premiumprojekt“, das bei dem Versuch, mehr Menschen vom Auto aufs Rad zu bringen, ein echter „Gamechanger“ sein könne. Auch aus Sicht des Stadtmarketings könne man mit einem solchen Radschnellweg punkten, hieß es weiter.

Langfristig soll der Radweg bis nach Velen und in die andere Richtung bis nach Isselburg führen. Dann könnte auch der Industriepark Mussum angeschlossen werden und eventuell für den einen oder anderer Pendler attraktiv sein.

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    Antonius Mayland says:

    Ich bin überrascht, dass der Bürgermeister seine Meinung so schnell geändert hat. Noch beim Gespräch im Juli mit der Führung der Bentheimer Eisenbahn hat sich das ganz anders angehört. Dort schien Herr Kerkhoff durchaus der Meinung zu sein, dass eine reaktivierte Bahnstrecke nach Rhede sinnvoll sei,und nach seiner dezidierten Äußerung: „Für mich macht es nur Sinn, wenn es bis mindestens Borken geht“ ; habe ich angenommen, dass es eine ernsthafte Prüfung der Vorschläge der Bentheimer Eisenbahn gibt. Die BE bot sich an, innerhalb von drei Jahren den ersten Abschnitt bis Rhede in Betrieb zu nehmen, wenn die beteiligten Kommunen es denn zuließen. Kurzsichtiger kann man nicht handeln, als es hier Bocholt und Rhede vorhaben.
    Eine Bürgerbefragung würde hier Klarheit schaffen, aber die wird man nicht machen, es könnte ja das falsche Ergebnis dabei herauskommen.

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    Antonius Mayland says:

    Hinzu kommt, zu behaupten, es sei kurz- bis mittelfristig nicht möglich, die Bahnstrecke zu reaktivieren, entspricht schlicht nicht der Wahrheit. Die Behauptung zu wiederholen, macht sie nicht richtiger!
    Hier wird versucht, die Bürger für dumm zu verkaufen.

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    Michael Nyenhuis says:

    Kann mich dem Kommentar von Herrn Mayland nur anschließen. Die Strecke ist definitiv nicht entwidmet, das heißt, das bei der Wiederinbetriebnahme keine teuren Brücken oder Tunnel gebaut werden müssen. Auch könnte die Strecke schneller fertig sein als der Radweg. Zudem ist der Radweg nichts für Pendler, denn die fahren keinen Umweg, der auch deutlich weiter ist als die von Herrn Zöhler behaupteten 300 Meter. Gerade nach den Unwettern der letzen Wochen ist es ein Schlag ins Gesicht derer, die alles verloren haben. Denn die Unwetter sind klar auf den Klimawandel zurückzuführen. Und wenn jetzt hier behauptet wird, das Regenwasser könne ja neber der versiegelten Fläche versickern, dann hat man nichts verstanden und sollte seinen Hut nehmen.
    Diese Behauptung ist doch eine „Verarsche“ der Bürger. Wenn ich ein Glas Wasser trinke, kann ich das Wasser in Ruhe trinken bis das Glas leer ist. Wenn ich aber einen Eimer voll Wasser an den Mund setze, läuft das Meiste daneben. Und das geschieht bei Starkregen. Auf der Versiegelung kann nichts versickern und das Meiste läuft daneben. Dann sind Bäche und Flüsse schnell wieder voll und treten über die Ufer.
    Hofft man vielleicht, dass dann das Rathaus weggespült wird?

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