Bocholter Gymnastinnen bei mitteldeutschen Meisterschaften in Bannewitz bei Dresden



In Bannewitz bei Dresden fand jetzt der Regio-Cup Mitte statt – die mitteldeutschen Meisterschaften der Wettkampfklasse für Gymnastinnen aus Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Hessen und Sachsen. Für viele Teilnehmerinnen ist dies der Höhepunkt ihrer Saison. „Der Regio-Cup Mitte bietet unseren Gymnastinnen eine schöne Bühne, um ihr Können zu zeigen“, erklärt Elisa Langert vom begleitenden Trainerteam des TSV Bocholt. Trainerin Jane Heykamp freut sich ebenfalls auf den Wettkampf und ergänzte: „Unsere Athletinnen haben hart trainiert und fiebern dem Regio-Cup entgegen. Es ist immer eine tolle Atmosphäre und ein unvergessliches Erlebnis für die Gymnastinnen.“

Drei Gymnastinnen des TSV Bocholt haben sich über die Rheinischen Meisterschaften für den Regio-Cup qualifiziert und traten die lange Reise an. In der Juniorenwettkampfklasse (Jahrgänge 2009-2011) gingen Marit Panofen und Kira Mayer an den Start. Marit Panofen startete mit ihrer Keulenübung in den Wettkampf und überzeugte vor allem mit ihren ausdrucksstarken Tanzelementen zu Shakiras Song „Loca“. „Marit hat ihre Kür mit viel Gefühl präsentiert“, lobte ihre Trainerin Elisa Langert. Allerdings unterliefen ihr aufgrund von Nervosität einige Flüchtigkeitsfehler. In ihrer Bandkür, die sie souverän absolvierte, zeigte sie, dass sie das komplexe Handgerät, das sie erst seit einem Jahr trainiert, bereits gut beherrscht. Ihre Ballübung zu „Titanium“ präsentierte sie ebenfalls mit viel Ausdruck, verlor jedoch kurz vor Ende der Musik einen Risikowurf und büßte dadurch wichtige Punkte ein. „Insgesamt hat Marit eine gute Leistung gezeigt, vor allem wenn man bedenkt, dass sie noch sehr jung ist für dieses Teilnehmerfeld“, so Langert. Sie belegte insgesamt einen guten 24. Platz.

Kira Mayer eröffnete ihren Wettkampf mit der Ballkür. Diese Übung zeigte sie mit viel Ausdruck und konnte mit ihren hohen Körper- und Geräteschwierigkeiten punkten und belegte in der Einzelwertung mit dem Ball einen tollen 4. Platz. „Kira ist eine sehr talentierte Athletin, die im Training schon beeindruckende Leistungen zeigt“, erklärte Trainerin Jane Heykamp. In ihrer Keulenkür, die im Training ihre stärkste Übung ist, unterliefen ihr aufgrund von Nervosität jedoch einige Fehler, die viele Punkte kosteten. Ihre Bandkür zu „Hit the Road Jack“ präsentierte sie dann wieder sehr ordentlich und ohne größere Verluste. In der Gesamtwertung belegte Kira Mayer den 13. Platz und konnte sich damit riesig über die Qualifikation zum Deutschland Cup im Juni freuen.

In der Freien Wettkampfklasse (Jahrgang 2008 und älter) startete Leonie Seidel am späten Nachmittag im Dreikampf mit Reifen, Band und Keulen. Den Wettkampf eröffnete sie mit ihrem eigentlich stärksten Gerät, den Keulen. Auch sie war jedoch leider durch Nervosität verunsichert, was zu Flüchtigkeitsfehlern und hohen Punktverlusten führte. Auch in ihrer Bandkür zu Michael Jacksons „Smooth Criminal“ verlor sie aufgrund von Technikfehlern leider Punkte. In ihrer letzten Übung mit dem Reifen konnte Leonie Seidel dann ihre Leistung abrufen und mit sicheren Risikowürfen überzeugen und den Wettkampf mit ihrer Tagesbestleitung abschließen. Am Ende reichte es für Leonie Seidel für den 26. Platz in einem sehr starken Teilnehmerfeld.

Für Leonie Seidel und Marit Panofen war der Regio-Cup der letzte Wettkampf dieser Saison. Sie können sich nun auf die neuen Herausforderungen im nächsten Jahr konzentrieren. Kira Mayer hingegen bereitet sich jetzt intensiv auf ihren bislang größten Wettkampf, den Deutschland-Cup (Deutsche Meisterschaften der Wettkampfklasse), der in diesem Jahr im rheinland-pfälzischen Westerburg stattfindet, vor.

Foto von links: Leonie Seidel, Marit Panofen, Kira Mayer

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