Bocholter Jugendliche lassen sich zu Nachbarschaftshelfern ausbilden

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Im Kreis Borken leben über 22.000 pflegebedürftige Menschen unterschiedlichen Alters. Sie benötigen oft Hilfe. Zudem mangelt es vielen an sozialer Betreuung. Hier wollen jetzt Bocholter Jugendliche einspringen. Sie haben sich vom Caritasverband und dem  L-i-A e.V. zu sogenannten Nachbarschaftshelfern ausbilden lassen

Die Zahl der gewerblichen Anbieter von Betreuungs- und Entlastungsleistungen reicht nicht aus, um die Versorgung sicherzustellen. Monatlich stehen jeder pflegebedürftigen Person – unabhängig von der Höhe des Pflegegrades –  131 Euro zur Verfügung, die zweckgebunden für individuelle Leistungen genutzt werden können. Das kann die soziale Betreuung oder auch Unterstützung im Haushalt sein.
Im Rahmen der „Nachbarschaftshilfe“ (§ 11 AnFöVO) kann diese Betreuungsleistung über die Pflegeversicherung abgerechnet werden. Voraussetzung dafür ist die persönliche Eignung  und eine Qualifizierung

Aus diesem Grund trafen sich jetzt erstmalig 13 interessierte Jugendliche. Sie erhielten in dem kostenlosen Kursangebot in sechs Unterrichtsstunden Einblicke in die Rolle des Nachbarschaftshelfers, verdeutlichten ihre Grundhaltung gegenüber pflegebedürftigen Menschen und erfuhren über die Beeinträchtigungen, die Pflegebedürftigkeit mit sich bringt.

Zur Veranschaulichung führten sie praktische Übungen durch und konnten gleich selbst den Umgang damit erleben. Die Absolventen erhielten abschließend ein Zertifikat. Mit  dem können sie ab sofort einen pflegebedürftigen Menschen unterstützen und diese nachweislich geleisteten Stunden mit der Pflegeversicherung steuerfrei abrechnen.

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