Bocholter SPD fordert: Schlossallee und andere Wirtschaftswege zu Fahrradstraßen umwidmen

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Geht es nach der SPD-Fraktion in der Bocholter Stadtverordnetenversammlung, kann das in Zukunft noch viel entspannter sein. Die SPD fordert ein Umdenken in der Verkehrsplanung. „Auch wenn viele Autofahre:innen auf diesen Wegen rücksichtsvoll fahren, sollten die geltenden gesetzlichen Regeln im Sinne der Radtouristen ausgelegt werden“, erläutert Hermann Altenbeck, sachkundiger Bürger für die SPD im zuständigen Verkehrsausschuss. Der Vorschlag der Sozialdemokraten: Einige städtische Wirtschaftswege sollen in einem Pilotprojekt zu Fahrradstraßen umgewidmet werden.
Damit dürften Kraftfahrzeuge maximal 30km/h schnell sein und der Fahrradverkehr hätte Vorrang. „In einem großflächigen Versuch über fünf Jahre mit Evaluation wollen wir, das Gegeneinander auf touristischen Routen beenden und die genannten Strecken zu Fahrradstraßen umbauen. Die Kosten dafür sind überschaubar, einige Schilder und die beschlossenen Leitlinien für Fahrradstraßen leicht aufzubringen“ erläutert der Fraktionsvorsitzende Martin Schmidt.
Mit dieser Initiative kommt, so die Haltung der SPD, Bocholt als Marke für Radtouristik im Westmünsterland wieder nach vorn und in die Schlagzeilen. Eingezahlt werde auf eines der fünf Ziele der Stadtmarke Bocholt. Die Mittel für eine solches Projekt wären überschaubar und stünden über das Mobilitätskonzept zur Verfügung. In einem ersten Schritt würden folgende Wirtschaftswege zu Fahrradstraßen: Kollbecker Stegge, Zum Venn, Bettingsbusch, Am Reyerdingsbach, Elf-Apostelweg, Hahnenpatt, Zum Forst, Schlossallee, Kotts Stegge
Nach fünf Jahren wird evaluiert und falls das Projekt positiv bewertet wird, werden weitere Wege in das Netz der Fahrradstraßen einbezogen. „Wir sind uns sicher, dass das Projekt Erfolg haben wird“, erklärt Martin Schmidt. „An den oben aufgeführten Straßen befinden sich kaum Anlieger, so dass der PKW-Fahrer die Wege höchstens als Schleichwege nutzt. Das kann man damit unterbinden. Zufahrtsstraßen zu diesen Fahrradstraßen verfügen häufig über Fahrradwege. Ein entspanntes Fahren in die Umgebung ist somit garantiert.“
Im Antrag an den Ausschuss Planung, Bau und Verkehr wird die Stadtverwaltung zudem aufgefordert, Gespräche mit den Nachbarkommunen Rhede, Hamminkeln und Isselburg zu führen, um auszuloten, ob auch dort Trassen gekennzeichnet werden können. Ferner könnten Gespräche mit Aalten und Winterswijk über ähnliche Konzepte hilfreich sein. „Auf diese Weise“, so Hermann Altenbeck weiter, „ließe sich ein großes Netz bis in die Niederlande spannen und ein echter Wettbewerbsvorteil im Tourismus erreichen.“ Und hebt ein solches Projekt auch die Lebensqualität in der Stadt Bocholt

john says:
Die Bocholter SPD als Lobby-Organisation für die Eigentümer der Verkehrswege! Die bekommen ihre Wege mit Steuergeldern saniert. Bravo, SPD! Ein wirklich durchdachter Vorschlag!
Montagsmaler says:
Fliesst die Ersparnis der Rathausfenster dann in bei 35 Grad, klimafreundlich verdunstende Plakafarbe?