Dezember 6, 2021

Bocholter Unternehmer besuchen die Siemens Mobility GmbH in Krefeld

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Bocholt. Auf Einladung der Wirtschaftsförderung Bocholt reisten gestern 15 Unternehmer/Innen aus Bocholt nach Krefeld zur Siemens Mobility GmbH, um einen Blick hinter die Fertigung von Regionalzügen (z.B. Rhein-Ruhr-Express [RRX-Züge]) sowie Hochgeschwindigkeitszügen (u.a. ICE 4 Modelle) zu werfen.

Zu Beginn gab Ulrich Semsek, Leiter sämtlicher Werke der Siemens Mobility GmbH, einen kurzen Überblick über die Strukturen des Unternehmens, die verschiedenen Zugmodelle, die im Werk gefertigt werden und die unterschiedlichen Anforderungen an Züge und Metros je nach Auslieferungsland.

Im Anschluss folgte eine Führung durch die Fertigung. Hier konnten die Bocholter Unternehmer nachvollziehen, wie aus einzelnen Aluminiumblechen letztlich ein kompletter ICE 4 Wagon mit komplexen Technologien wird. Die Auslieferung der Züge erfolgt just-in-time. Dass dies funktioniert, ist dem Konzept geschuldet, dass die interne Logistik die Produktion pusht. Dies ist in soweit ungewöhnlich, da die Strategie in den meisten produzierenden Unternehmen umgekehrt verläuft. Das Werk in Krefeld liefert Züge nicht nur für den deutschen Markt, sondern auch nach Russland (Metro Moskau sowie zu den Olympischen Winterspielen nach Sotschi), Israel, England (Londoner Metro) und Thailand.

Ein besonderes Highlight bei der Werksführung war das 3D-Labor, die Wunschfabrik der Zukunft. Hier kann sich der Kunde dank VR-Technologie seinen potenziellen Auftrag ansehen und z.B. verschiedene Designmodelle der Bestuhlung durchsprechen. Früher wurden reale Holzmodelle eines Wagons angefertigt, um dem Kunden vorab eine realistische Darstellung seines Zuges zu geben, heute wird dies kostengünstiger digital durchgespielt.

Als letztes Highlight stellte Ulrich Semsek den Bocholter Unternehmern das Lean Management der Siemens Mobility GmbH vor, das er im Verlauf der letzten zehn Jahren im Werk in Krefeld bzw. weltweit eingeführt hat. Hierdurch wurde die gesamte Produktion umstrukturiert mit dem Ergebnis, dass die Produktivität pro Fläche und Mitarbeiter deutlich erhöht wurde. Jeder Mitarbeiter kann dank der Umstrukturierung jeden Arbeitsschritt nachvollziehen und die Projektmanager sehen von überall auf der Welt, in welchem Arbeitsschritt ihr Zug-Modell steckt und wo es gegebenenfalls in der Produktion gerade hakt.

Nach der Führung blieb genug Zeit mit Fragen und Diskussionsbeiträgen den Werksbesuch zu vertiefen und Unternehmenskontakte zu knüpfen.

Text und Foto: Stadt Bocholt

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