Bocholter Wassersportverein plant umfangreiche Investitionen bis 2030

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Der Bocholter Wassersportverein 1920 e.V. möchte sein Freizeitzentrum Tonwerke in den kommenden Jahren umfassend weiterentwickeln. Hintergrund sind veränderte Freizeit- und Sportgewohnheiten der Mitglieder. Während die Nachfrage nach klassischen Tennisangeboten leicht zurückgeht, verzeichnet der Verein ein wachsendes Interesse an Breitensport- und Trendsportarten. Mit einer „Tonwerke Vision 2030“ hat der Vorstand deshalb ehrgeizige Pläne für die Zukunft des Vereinsgeländes vorgelegt.

Im Mittelpunkt steht dabei das Leitbild der Nachhaltigkeit. Geplant ist unter anderem die Installation einer Photovoltaikanlage auf den bestehenden Dächern sowie der Bau einer zusätzlichen Freiflächen-Photovoltaikanlage. Damit soll ein Teil des Energiebedarfs künftig selbst erzeugt werden. Auch das Sportangebot soll deutlich erweitert werden. Auf einem stillgelegten Tennisplatz möchte der Verein einen Padel-Tennis-Court errichten. Die aus Spanien stammende Sportart erfreut sich europaweit wachsender Beliebtheit und gilt als eine der am schnellsten wachsenden Trendsportarten.

Ebenfalls auf einer ehemaligen Tennisfläche soll eine rund 200 Quadratmeter große Gymnastikhalle entstehen. Sie soll zusätzliche Möglichkeiten für Fitness-, Gesundheits- und Breitensportangebote schaffen. Darüber hinaus plant der Verein zwei Beachvolleyballfelder mit Zuschauerstufen und einer Gerätehütte. Für Familien und Kinder wird zudem die Errichtung eines zusätzlichen Kinderbeckens geprüft. Außerdem soll die bestehende Bootshalle erweitert beziehungsweise umgebaut werden, um den Anforderungen des Wassersports langfristig gerecht zu werden.

Da sich das Gelände im Außenbereich befindet, können die Vorhaben nicht ohne Weiteres auf Grundlage des Baugesetzbuches genehmigt werden. Deshalb hat die Stadt Bocholt ein Bauleitplanverfahren eingeleitet. Mit der Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung des Bebauungsplans „NO 36 – Freizeitzentrum Tonwerke“ sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen insbesondere für die Gymnastikhalle und die Photovoltaik-Freiflächenanlage geschaffen werden.

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit fand zwischen Anfang Februar und Anfang März 2026 statt. Nach Angaben der Stadt gingen dabei keine Stellungnahmen aus der Bürgerschaft ein. Auch nach der Beteiligung von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange ergaben sich keine Änderungen an den Planentwürfen.

Nun soll der Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr den nächsten Verfahrensschritt beschließen und die öffentliche Auslegung der Pläne sowie die weitere Beteiligung der Behörden auf den Weg bringen. Mit den vorgesehenen Investitionen will der Wassersportverein die Tonwerke langfristig als modernes Freizeit- und Sportzentrum weiterentwickeln und das Angebot für seine Mitglieder an die veränderten Bedürfnisse der kommenden Jahre anpassen.

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