Bürgermeister legt Immobiliendeal mit Gigaset vorerst auf Eis



Von  BERTHOLD BLESENKEMPER

Bürgermeister Thomas Kerkhoff legt angesichts der angekündigten Insolvenz von Gigaset den geplanten Immobiliendeal mit dem Bocholter Telefonunternehmen auf Eis. In der für heute angesetzten nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung soll der Kauf der zurzeit angemieteten Gebäude lediglich diskutiert, nicht aber – wie ursprünglich geplant – beschlossen werden. Grund sind die vielen Unwägbarkeiten, die die momentane Lage mit sich bringt. So ist nicht klar, ob ein Insolvenzverwalter bei dem Geschäft überhaupt mitspielen und ob Gigaset die Vereinbarung einhalten würde, Teile der Gebäude für einen bestimmte Zeit wieder zurückzumieten.

Die Zahlungsunfähigkeit der Firma nährt zudem den Verdacht, dass die Verwaltungsspitze womöglich schon vorher etwas von den finanziellen Schwierigkeiten des Partners wusste. Das würde den von Kerkhoff aufgebauten, ungewöhnlich hohen Zeitdruck, die gezielte Beschränkung der Eingeweihten im Rathaus auf nur wenige Personen und die vorzeitig publizierte, aber erst nach der Einigung gutachterlich abgesicherte Preisabsprache der beiden Parteien erklären.

  1. Gigaset ist insolvent = nicht flüssig. Um ein wenig Geld in die Kasse zu spülen, wäre jetzt die beste Gelegenheit für Schnäppchenjäger, mit einem Scheckheft billig an ein wenig Insolvenzmasse zu kommen. Nun, so macht man das in der Wirtschaft, aber …… wo sind wir denn?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert