Bürgermeisterkandidat: Gutscheinsystem ist toll, aber kompliziert

Bürgermeisterkandidat: Gutscheinsystem ist toll, aber kompliziert
all Berthold Blesenkemper

Bocholt. (Rü) Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Diese Frage stellt sich der freie Bocholter Bürgermeisterkandidat Berthold Blesenkemper angesichts des gestern vom Stadtmarketing vorgestellten, ab 30. Juli geltenden Gutscheinsystems. „Die Idee, auf dieses Weise das Geschäft der von Corona gebeutelten Branchen anzukurbeln, ist toll. Aber jetzt müssen die Händler und Gastronomen neben ihrer Kasse zusätzlich einen PC, ein Tablet oder ein Smartphone bedienen, um per App die Gutscheine online zu aktivieren beziehungsweise zu überprüfen, ehe sie die Kunden bedienen können. Das mag zurzeit ja noch gutgehen, wird aber bei mehr Andrang wie im Weihnachtsgeschäft mancherorts Chaos verursachen“, glaubt der 59-Jährige.

Für Blesenkemper wäre es deutlich kostengünstiger, schneller und simpler gewesen, mit Hilfe eines einfachen Prägestempels fünf Monate lang  eine Corona-Sonderedition des beliebten „Bocholter Talers“ mit 25 Prozent Rabatt herauszugeben. Alternativ wäre auch ein mit partiellem Sicherheitslack kopiergeschützter Papiertaler denkbar gewesen. „So ein Taler funktioniert wie Bargeld, ist bereits etabliert und kann auch von älteren Menschen problemlos genutzt werden. Niemand müsste sich umständlich registrieren oder während des Kassierens in den Läden noch eine App bedienen. Außerdem würde der Taler die Bocholter Eigenmarke stärken“, meint Blesenkemper.

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