Caritas bietet „Starthilfe“ im Bocholter St.-Agnes-Hospital



Das Kind ist endlich da. Was für ein Glück! Für viele Väter und Mütter beginnt nun allerdings auch ein völlig neuer Lebensabschnitt. Und zu den Glücksmomenten gesellen sich mit zunehmender Zeit Sorgen und Fragen. Grau ist nicht selten all die Theorie, die in der Schwangerschaft vermittelt wurde. Hier kommen Astrid Kröger und Julia Schmitz ins Spiel. Die beiden Sozialarbeiterinnen des Caritasverbandes für das Dekanat Bocholt bieten kostenlose Starthilfe für Familien im Bocholter St. Agnes Hospital an. „Wir versuchen dabei frühestmögliche Entlastung zu schaffen“, erklärt Astrid Kröger.

Manchmal geht es nur um kleine Dinge. Was ist mit dem Mutterschutz? Bekomme ich Unterstützung von der Stadt? Ist unsere Wohnung groß genug? Die erfahrenen Expertinnen der Starthilfe wissen Rat. Aber es kann auch kompliziert werden. „Wenn der Säugling krank und ein Kleinkind noch zu Hause ist, dann muss eine Betreuung organisiert werden. Das ist oft nicht leicht, vor allem, wenn keine Großeltern in der Nähe sind“, berichtet Julia Schmitz. Gleiches gilt bei längeren Erkrankungen älterer Kinder mit Geschwistern.

Problematisch wird es, wenn Frauen gar nicht merken, dass sie schwanger sind und das Kind völlig überraschend kommt. „Landläufig meint man ja, so etwas gibt es nicht. Aber ein- bis zweimal im Jahr haben wir durchaus solche Fälle“, berichtet Astrid Kröger. Zu Hause ist dann meist nicht einmal für eine Erstausstattung gesorgt und schnelle Hilfe tut Not.

Der Bedarf steigt. „Früher führte man mit den Eltern ein längeres Gespräch und dann war die Sache erledigt. Heute kommen viele öfter wieder, weil ein Problem dem nächsten folgt“, berichtet Astrid Kröger aus ihrer inzwischen 15-jährigen Erfahrung. Da hilft es, wenn neben den Sozialarbeiterinnen weitere Experten parat stehen – etwa eine Psychologin im Krankenhaus, das Sozialpädiatrische Zentrum des St.-Agnes-Hospitals oder die vielen Dienste des Caritasverbandes.

Damit Kröger und Schmitz stets frühzeitig informiert sind, haben sie ein Büro im Krankenhaus, nehmen an den Kinderarztbesprechungen teil oder werden bei Bedarf von den Gynäkologen hinzugerufen. Die beiden sind hauptsächlich morgens im Einsatz. Grund: Nachmittags sind die Besuchszeiten. „Da können und wollen wir nicht stören“, erklären die beiden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert