Caritas-Mitarbeitende geben Lebensmitteln eine zweite Chance



Nicht nur in der Teeküche, sondern auch im privaten Vorratsschrank sammeln sich oft Lebensmittel, die zwar noch gut sind, aber irgendwie doch nicht zum Einsatz kommen. Oder der Garten ist voller Früchte und Gemüse, das gar nicht selbst aufgegessen werden kann. Das sind nur einige der Aufhänger, über die Caroline Blenker und Lisanne Dienberg mit ihren Kollegen und Kolleginnen ins Gespräch gekommen sind. So entstand schon vor mehr als einem Jahr die Idee, gute Lebensmittel unter den Mitarbeitenden zu teilen. Was dann im Frühjahr als einmalige Aktion zur Fastenzeit erprobt wurde, findet nun dauerhaft einen Platz im CaritasCentrum.

Im Café können Lebensmittel, deren Haltbarkeitsdatum noch nicht abgelaufen ist, sowie Obst und Gemüse in entsprechende Kisten abgelegt werden. Von glutenfreien Lasagneblättern über eingelegte Gurken bis hin zu einer Kiste Birnen findet sich fast alles. „Wir stellen mit der Jahreskampagne den Klimaschutz in den Fokus. Über die FAIR-teilerstation können wir das Thema ganz konkret auf unseren Alltag runterbrechen. Lebensmittelverschwendung zu vermeiden kann eben im Kleinen ein Betrag zum Klimaschutz sein“, erläutert Caritas Mitarbeiterin Caroline Blenker. Und ganz nebenbei entstünden so auch nette Begegnungen unter Mitarbeitenden, die sich sonst selten begegnen. Bereits in den ersten Tagen füllten sich die FAIR-teilerboxen schnell und Lebensmittel wechselten den Besitzer.

Weil das CaritasCentrum als Zentrale des Caritasverbandes nicht nur Anlaufstelle für viele der knapp 900 Mitarbeitenden ist, sondern auch von vielen Ratsuchenden und Besuchern von Angeboten frequentiert ist, steht die Aktion natürlich auch ihnen offen. „Jeder, der Lust hat mitzumachen, ist willkommen. Hier darf sich gerne jeder einbringen. Egal ob er etwas mitnimmt oder da lässt“, so Lisanne Dienberg.
Bei der Aktion handelt es sich um Engagement von Privatpersonen. Die FAIR-teilerstation ist nicht vergleichbar mit etablierten Angeboten wie Food-sharing-communities oder dem Tafelladen und stellt keine Konkurrenz dar. „Wir tauschen einfach untereinander Lebensmittel. Hier geht es nicht um Lebensmittelspenden aus dem Einzelhandel oder Ähnlichem“ betont Caroline Blenker.

Wer mehr über die Kampagne „Für Klimaschutz, der allen nutzt“ wissen möchte, findet hier weitere Informationen Für Klimaschutz, der allen nutzt – Caritas-Kampagne 2023 <www.caritas.de/magazin/kampagne/fuer-klimaschutz-der-allen-nutzt/>

Bild: Lisanne Dienberg (links) und Caroline Blenker (rechts) arbeiten im Fachdienst Gemeindecaritas für den Caritasverband f.d. Dekanat Bocholt und organisieren die Lebensmittel-Tauschbörse.

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