Bocholt

MIT FOTOS UND VIDEO: Das große „Wimba“-Wochenende

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Schon beim Betreten der Dreifachsporthalle des Euregio-Gymnasiums wird klar: Hier ist nichts mehr, wie es sonst ist. Wo sonst Bälle über den Hallenboden fliegen, ist für eine Woche ein farbenfrohes Bühnenhaus entstanden. Heute feiert das Musical „Wimba“ Premiere – und die Aufregung ist greifbar.

Mehr als 100 Kinder und Jugendliche der Musikschule Bocholt sowie des Kinderchores der Montessori-Grundschule stehen auf und hinter der Bühne. Viele von ihnen haben fast ein Jahr lang auf diesen Moment hingearbeitet. Entsprechend groß ist das Gewusel bei der Generalprobe: Stimmen werden geölt, letzte Schritte geübt, Requisiten überprüft.

Mitten im Trubel behalten Luanda Schillings und Carolin Lehmann den Überblick. Sie geben Anweisungen, korrigieren Abläufe, motivieren – und sorgen dafür, dass aus der lebendigen Unruhe nach und nach ein harmonisches Ganzes wird. Hinter der Bühne herrscht derweil emsiges Treiben: Jugendliche schleppen Kulissen, bauen auf und wieder ab, während Mütter mit wachem Blick darauf achten, dass jedes Kind rechtzeitig am richtigen Ort ist.

In den Umkleidekabinen verwandeln sich die jungen Darsteller Stück für Stück in Dschungelbewohner: Helferinnen schminken konzentriert Gesichter, sortieren Kostüme und kümmern sich um die mehr als 20 Mikrofone, die für den großen Auftritt bereitliegen. Auch die Technik hat alle Hände voll zu tun – Licht, Ton und Timing müssen perfekt zusammenspielen.

Im Mittelpunkt steht die Geschichte von „Wimba“, die das Publikum in eine geheimnisvolle Welt entführt. „Im Urwald weißt du nie so recht, was ist Täuschung, was ist echt“ – unter diesem Motto bricht ein junges Forscherteam zu einer abenteuerlichen Expedition auf. Vier Freunde verlassen ihr Camp, wagen sich tief in den Dschungel hinein und stoßen durch eine Tropfsteinhöhle auf eine ebenso faszinierende wie rätselhafte Welt.

Doch die Idylle trügt: Technik versagt, ein Teammitglied verschwindet spurlos, und plötzlich begegnen die Abenteurer sprechenden Tieren und Pflanzen. Ob die geheimnisvollen Schleierelfen helfen können, das Rätsel des Urwalds zu lösen?

Mit farbenprächtigen Bildern, fantasievollen Figuren und viel Wortwitz entsteht eine Traumwelt, die Kinder wie Erwachsene gleichermaßen in ihren Bann ziehen dürfte. Auch musikalisch zeigt sich „Wimba“ abwechslungsreich: Rock, Pop, Reggae und Ska verschmelzen zu einem mitreißenden Dschungelsound, der sofort ins Ohr geht.

Wenn sich heute um 17 Uhr  erstmals der Vorhang zur Premiere hebt, wird von der Hektik hinter den Kulissen nichts mehr zu spüren. Dann zählt nur noch der große Moment – und der Applaus, auf den alle so lange hingearbeitet haben.

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