De Graafschap zollt dem Spitznamen „Geuzennaam“ und der Band Normaal mit neuen Trikots Tribut

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Im inoffiziellen Vereinslied von De Graafschap aus dem Jahr 1998 besingen Bennie Jolink, Frontmann der Band Normaal, und die damalige Mannschaft die „Zebras in Blau und Weiß – das sind Kerle mit echtem Biss“. Zur kommenden Saison würdigt der Verein aus Doetinchem diese traditionsreiche Bezeichnung und zollt zugleich der Kult-Band aus der Region seinen Respekt. Am Dienstag stellten die Superboeren im Stadion De Vijverberg ihre neuen Trikots vor, die diese Hommage sichtbar machen.
„Von Beginn an werden wir als Zebras und natürlich als Superboeren bezeichnet“, betont Henk Bloemers, der kaufmännische Leiter. „Am Nacken des Heimtrikots befindet sich der Schriftzug ‚Die Zebras in Blau und Weiß‘, beim Auswärtstrikot steht ‚das sind Kerle mit Biss‘. Außerdem weisen sowohl die Hose als auch das Trikot selbst das markante Zebramuster auf.“ Auch bei den Spielern kommen die neuen Designs gut an: Stürmer Kyano Kwint zeigt sich begeistert: „Das sieht richtig klasse aus und das Zebradesign ist deutlich zu erkennen – eine gelungene Ergänzung, über die ich mich sehr freue.“
Jeder, der einmal im Stadion De Vijverberg ein Spiel mitverfolgt hat, kennt die unverkennbare Stimme von Bennie Jolink, die unmittelbar vor dem Einlaufen der Mannschaft im Song „Op Geweide Grond“ durch das Stadion hallt. Im Refrain sind die Spieler der Aufstiegssaison 1998 zu hören. Ob die heutige Generation noch einen Bezug zu Normaal hat? „Das ist vermutlich nicht jedermanns Musikgeschmack“, gibt Kwint grinsend zu Protokoll. „Vielleicht legen wir das Lied jetzt öfter mal auf, damit wir in die richtige Stimmung kommen.“
Bloemers sieht die Entwicklung mit gemischten Gefühlen: „Mit den Generationenwechseln fremdele ich ein wenig, schließlich zähle ich selbst auch schon zur alten Garde. Heute läuft in den Umkleiden meist Housemusik, um die Stimmung anzukurbeln. Aber Normaal gehört nun mal zur Achterhoek – wir sind die Achterhoek. Es ist mir eine Ehre, der Band auf diese Weise Anerkennung zu zollen.“
Erstmals seit Jahren sind sämtliche Sponsorenlogos auf dem Heimtrikot ausschließlich in den Vereinsfarben Blau und Weiß gehalten. Auch auf dem Auswärtstrikot prangt das Vereinslogo wieder im klassischen Design auf der Brust. Damit reagiert De Graafschap auf zwei wichtige Wünsche aus der Anhängerschaft. „Zwischen Sponsorenanforderungen und Faninteressen herrscht stets ein Balanceakt – schließlich wollen wir einerseits möglichst viele Sponsoren gewinnen, gleichzeitig sollen aber auch viele Trikots unter die Fans gebracht werden. Umso mehr freut es mich, dass wir diesen Schritt nun gehen konnten.“
Dass die Sponsoren den Weg mitgehen, überrascht Bloemers nicht. Die regionale Wirtschaft und Unternehmen weit über die Grenzen der Achterhoek hinaus bewerben sich derzeit um attraktive Partnerschaften, obwohl die sportlichen Erfolge zuletzt ausblieben. „Ich wage es kaum zu sagen, aber wir gehen nun ins achte Jahr zweite Liga – das habe ich so noch nicht erlebt. Doch die Businessclub-Plätze sind voll, wir sind wirtschaftlich stabil. Die Verlängerungen der Dauerkarten zeigen die außergewöhnliche Treue unserer Anhänger.“
Der große Erfolg im Businessbereich lässt den Platz im Stadion knapp werden, weshalb Bloemers nun dringenden Handlungsbedarf sieht, was die Modernisierung der Heimstätte betrifft. „Unser Schwerpunkt liegt auf den geplanten Umbaumaßnahmen, denn dann können wir weitere Räume für unsere wirtschaftlichen Aktivitäten schaffen, mehr Plätze für Geschäftspartner anbieten. Das ist meine persönliche Herausforderung und für den Verein ein entscheidender Schritt.“
Einen ersten Meilenstein hat De Graafschap bereits gesetzt: Im letzten Jahr erwarb der Club ein Grundstück von 12.000 Quadratmetern hinter der Roodbergentribüne und steht derzeit im engen Austausch mit der Stadt Doetinchem. „Die Kommune unterstützt uns dabei sehr tatkräftig. Ich hoffe, dass wir gemeinsam dafür sorgen, dass unser Bauplan zügig umgesetzt werden kann“, erklärt Bloemers, der sich voller Zuversicht zeigt: „Ich bin immer Optimist – mein Ziel ist es, dass wir spätestens in fünf Jahren alles realisiert haben.“
Quelle: Regio8
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