DEMENSCH-Ausstellung zeigt Alltagssituationen von Menschen mit Demenz



Im März werden in den Schaufenstern von neun Unternehmen der Bocholter Innenstadt insgesamt zwölf Kunstwerke aus der DEMENSCH-Reihe des Cartoonisten Peter Gaymann gezeigt. Das Netzwerk Demenz Bocholt möchte damit erreichen, dass Menschen einen humoristischen Blick auf die Erkrankung bekommen und vor allem, dass Betroffene und pflegende Angehörige auf Unterstützungsangebote aufmerksam werden. 

Der Landesverband der Alzheimer-Gesellschaften aus NRW beschreibt den Ansatz einer nun auch in Bocholt anzusehenden Wanderausstellung mit Kunstwerken des Cartoonisten Peter Gaymann wie folgt: „Demenz und Humor: passt das? Ein viel zu ernstes Thema! Oder lebt ein menschenfreundlicher Umgang mit Menschen mit Demenz vom Humor? Demenz ist eine Daseinsform für viele Menschen. Wir müssen mit Demenz leben lernen. Hierin liegt vor allem eine kulturelle Herausforderung, davon sind der Sozialexperte und Gerontologe Prof. Dr. Thomas Klie sowie der Künstler und Cartoonist Peter Gaymann überzeugt“. 

Deshalb haben beide gemeinsam schon vor zehn Jahren damit angefangen, diese Erkrankung in einem humorvollen Rahmen darzustellen – ohne die Ernsthaftigkeit für das Thema aus den Augen zu verlieren und dennoch beim Betrachter ein Augenzwinkern hervorzurufen. Ihr erklärtes Ziel dabei ist es, die Menschen für die Herausforderungen von Demenzerkrankungen zu sensibilisieren. Hinzu kommt, dass mit der Ausstellung eine Vernetzung hergestellt werden kann und Hilfestellungen für pflegende Angehörige angeboten werden können. 

Mechtild Hoffs als Vorsitzende der ISG Altstadt Bocholt freut sich über die Kooperation und betont, dass „ein menschenfreundlicher Umgang mit der Demenz zu mehr Verständnis beitragen kann. Wir unterstützen dieses Anliegen natürlich und stellen unsere Schaufenster für diesen Zweck sehr gerne zur Verfügung“. 

Alle Innenstadtbesucherinnen und -besucher sind herzlich dazu eingeladen, sich in dem genannten Zeitraum dem Thema einmal anders zu nähern. Alle Kunstwerke sind mit Kontaktdaten versehen, so dass sich Betroffene und Angehörige unkompliziert über Unterstützungsmöglichkeiten informieren können. 

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