Der Achterhoek soll die gesündeste Region der Niederlande werden

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In der Region Achterhoek wird aktuell angestrebt, zum gesündesten Gebiet der Niederlande zu werden – zumindest, wenn es nach den Initiatoren und Botschaftern der 8HRK geht. Um den Startschuss für die Kampagne zu geben, kamen zahlreiche Akteure aus dem Gesundheitswesen in einer Arbeitskonferenz im Amphion zusammen. Die genaue Bedeutung des Begriffs „gesündeste Region“ bleibt jedoch weiterhin interpretationsbedürftig.

Sander Berendsen, Moderator der Veranstaltung, erläutert: „Das Konzept der ‚gesündesten Region‘ ist komplex. Es legt nahe, dass irgendwo sonst vielleicht auch eine ‚ungesündeste Region‘ existiert. Doch was heißt das konkret – eine gesunde Region?“ Nach Einschätzung mehrerer Teilnehmer bedeutet es vielmehr eine fortlaufende Aufgabe: „Man ist nie fertig, denn der Aufbau einer gesunden Region bleibt ein kontinuierlicher Prozess. Jeder Einzelne muss sich sowohl für die eigene, als auch für die Gesundheit anderer engagieren.“

Überall in der Achterhoek werden derzeit neue Wege eingeschlagen, um Gesundheitsversorgung und Wohlbefinden grundlegend zu überdenken. Die Akteure der Thementafel „Die Gesündeste Region“ setzen sich gezielt für innovative und verbesserte Strukturen im Bereich Pflege und Gesundheit ein, mit dem Ziel, die Lebensqualität und Gesundheit der Bewohner nachhaltig zu steigern. Im Zentrum der neuen Initiative steht eine veränderte Sichtweise auf Gesundheitsversorgung und eine stärkere Sensibilisierung dafür.

Um den Wandel von einem Fokus auf Krankheit und Versorgung hin zu Prävention und Gesundheitsförderung zu schaffen, ist auch eine Neuordnung des bestehenden Systems erforderlich. „Im Moment ist vieles zu wenig flexibel organisiert. Nicht selten werden Patienten von einer Anlaufstelle zur nächsten weitergereicht. Für nahezu alles wurden einzelne Versorgungsbereiche geschaffen – vielleicht sogar in zu großem Umfang. Möglicherweise sollten wir uns stärker darauf konzentrieren, was unmittelbar in unserer eigenen Region nötig ist“, so Berendsen.

Gesundheit umfasst dabei weitaus mehr als nur Ernährung und Bewegung. Ziel der Initiative ist es, den Menschen in der Achterhoek eine größere Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit zu ermöglichen. „Sich wohlfühlen – körperlich wie mental – und eine ausgeprägte seelische Widerstandskraft fördern gesunde Entscheidungen, weniger Stress und eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Wenn es gelingt, die mentale Resilienz der Menschen hier zu stärken, leistet das einen entscheidenden Beitrag zur gesündesten Region“, erklärt Everdien Boesveld, Vorstand der Stiftung Stadskamer.

Jede Region steht vor ganz eigenen Herausforderungen. Während der Arbeitskonferenz wurden verschiedene Workshops zu den speziellen Gesundheitsbedürfnissen der Achterhoek angeboten. Eine der zentralen Besonderheiten ist der überdurchschnittlich hohe Anteil älterer Menschen in dieser Region – ein Wert, der das gesamt-niederländische Mittel übersteigt und mit spezifischer Problemlage einhergeht.

„Auch die ältere Generation verdient besondere Aufmerksamkeit. In der Achterhoek gibt es zudem mehr Fälle von Alkohol- und Suchterkrankungen sowie eine höhere Rate an Adipositas im Vergleich zum Landesdurchschnitt. Gerade diese Aspekte verlangen gezielte Maßnahmen“, so Mieke Zemmelink, Vorstandsmitglied von Azora.

Langfristig strebt die Region an, die Belastung für das Gesundheitssystem zu verringern. „Ein Stück weit hat jeder sein Schicksal selbst in der Hand. Wenn es gelingt, die Eigenverantwortung und Prävention zu stärken, werden auch medizinische Fachleistungen entlastet und stehen denen zur Verfügung, die sie wirklich benötigen“, sagt Boesveld

Quelle: Regio8

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