Deutschland als Vorbild: 49-Euro-Ticket für Bahnfahrer bald auch in den Niederlanden

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Vom 21. Juni bis 1. September haben Bahnreisende außerhalb der Stoßzeiten die Möglichkeit, für nur 49 Euro im Monat unbegrenzt mit den Inlandszügen zu fahren. Ein entsprechender Vorschlag des Kabinetts wurde an beide Parlamentskammern übermittelt und soll kurzfristig verabschiedet werden. Das neue Angebot richtet sich vor allem an Berufspendler und Gelegenheitsfahrer, die durch die stark gestiegenen Kraftstoffpreise entlastet werden sollen. Staatssekretärin Annet Bertram betonte: „Die Menschen sind derzeit mit stark gestiegenen Kraftstoffpreisen konfrontiert. Dies kann die Haushaltsbudgets erheblich belasten. Daher freue ich mich, dass wir die Bahn nun außerhalb der Stoßzeiten attraktiver machen können.“ Das Ticket solle eine erschwingliche Alternative zum Auto bieten und Bahnfahren insgesamt attraktiver gestalten.

Der Vorschlag stützt sich auf einen Antrag, der im Parlament mit großer Mehrheit angenommen wurde. Das Kabinett unterstützt die Initiative und will die Finanzierung des Tickets über den Klima- und Energiefonds sowie den Mobilitätsfonds sicherstellen. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 118 Millionen Euro.

Das neue Ticket basiert auf dem bestehenden Produkt „Flex Dal Vrij“ der niederländischen Bahn NS. Die größte Änderung betrifft den Preis, der von derzeit rund 128 Euro auf 49 Euro im Monat gesenkt wird. Innerhalb der definierten nicht-beruflichen Stoßzeiten – werktags zwischen 9 und 16 Uhr sowie abends von 18:30 Uhr bis früh morgens um 6:30 Uhr – sowie ganztägig an Wochenenden und Feiertagen, können Nutzer unbegrenzt fahren. Sollte das Parlament dem Vorschlag zustimmen und die noch laufenden Verhandlungen mit den beteiligten Verkehrsunternehmen abgeschlossen sein, kann das Ticket wie geplant im Sommer eingeführt werden. Parallel dazu werden die Erkenntnisse aus diesem Pilotprojekt in die Entwicklung eines bundesweiten ÖPNV-Tickets einfließen, das ebenfalls vom Klaver-Antrag gefordert wird.

Staatssekretärin Bertram fordert eine zügige parlamentarische Entscheidung, damit Bahnfahrer bald von dem neuen Ticket profitieren können. Die Vorbereitungen mit den Verkehrsbetreibern laufen derzeit auf Hochtouren.

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