Dinxperloerin Prinsen trainiert gerne auf den Kopfsteinpflasterstraßen rund um Winterswijk

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Von REMKO ALBERINK
Radsportlerin Karin Prinsen aus Dinxperlo hegte einst den Traum, Profi-Radrennfahrerin zu werden, doch 2026 fühlt sie sich in der Welt der Kriterien am wohlsten. Die 26-Jährige begann ihre Rennkarriere relativ spät und fährt nun für das deutsche Team Siena Garden Racing. Im Gespräch mit der Fahrerin aus dem Achterhoek, die gerne auf den Kopfsteinpflasterstraßen rund um Winterswijk trainiert, geht es um Stürze, Rennen in der Bundesliga und den Reiz kürzerer Distanzen.
„Ich habe während der Corona-Zeit mit dem Rennradfahren angefangen“, erinnert sich Prinsen, die in Aalten aufgewachsen ist. „Damals bin ich oft mit meinem Vater Rad gefahren. Später wurde ich Mitglied bei De Peddelaars und habe schon bald darauf auch an Rennen teilgenommen.“
Sie startete damals für De Adelaar, einen Radsportverein aus Apeldoorn. „De Peddelaars hat nämlich keine Rennlizenz“, erklärt die Projektleiterin für Tiefbau bei der Gemeinde Aalten.
Diese Rennen weckten in ihr den Wunsch nach mehr, woraufhin Prinsen zur Wielervereniging Schijndel wechselte, einem bekannten Frauenradsportverein. „In den Jahren 2023 und 2024 bin ich einige wirklich großartige Rennen in Polen, Italien und Tschechien gefahren. Das waren hauptsächlich Bergrennen. Plötzlich stand ich mit Größen wie Kasia Niewiadoma und Kirsten Faulkner an der Startlinie. Das waren UCI-Rennen, man weiß also, dass das Teilnehmerfeld sehr stark besetzt ist.“
Es waren wundervolle Jahre, aber sie brachten auch Belastungen mit sich. „Ich fuhr in Pelotons mit 100 bis 150 Fahrern. Das war nicht nur körperlich, sondern auch mental sehr anstrengend. Wenn man ein paar Mal schwer stürzt, wirkt sich das wirklich negativ auf mich aus. Renntage sind oft hundert Kilometer oder länger.“
Die Lösung lag schließlich gar nicht so weit entfernt. „Damals trainierte ich manchmal mit einer Radsportlerin aus Stadtlohn, direkt hinter der Grenze. Die Welt ist ja klein, und ich erzählte ihr von meinen Zweifeln.“
Prinsen dachte über ihre Zukunft im Radsport nach und beschloss, sich – neben ihrem Vollzeitjob – fortan auf andere Rennarten zu konzentrieren. „Mir wurde klar, dass ich einen Schritt zurücktreten wollte. Das war anfangs ziemlich schmerzhaft, aber mittlerweile bin ich mir sicher, dass es die richtige Entscheidung war. Diese Deutsche stellte mich dann meinem jetzigen Team vor, das mich auf den Plan rief. Wir fahren hauptsächlich Kriterien in den Niederlanden und Deutschland.“
Prinsen ist zufrieden mit seinem deutschen Team. „Auch bei Kriterien fahren wir nach einem Team-Rennplan. Ich finde das fantastisch. In Deutschland ist das etwas verbreiteter als in den Niederlanden, aber die sogenannten ‚Runden um die Kirche‘ sind kürzere Rennen, bei denen man nach jeder Kurve wieder beschleunigen muss. Das gefällt mir.“ Der Terminkalender ist voll. „Fast jedes Wochenende ist irgendwo etwas los. Das Team hat seinen Sitz in Münster, aber wir fahren Rennen sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden.“
Obwohl Prinsen Kriteriumsrennen bevorzugt, nahm er letzten Monat an einem viertägigen Mehrtagesrennen in Deutschland teil. „Das Team hatte mich darum gebeten. Es war ein Bundesliga-Rennen, und ich habe mich überreden lassen. Es lief gut, und es war auch eine Bestätigung dafür, dass ich damals die richtige Entscheidung getroffen hatte.“ Ob es ein einmaliger Ausflug war, ist noch unklar. Prinsen: „Sie haben mich auch gefragt, ob ich an einem weiteren Bundesliga-Rennen teilnehmen möchte. Es ist schön, dass sie mich unbedingt dabei haben wollen, aber sie lassen mir auch Zeit, darüber nachzudenken.“
Prinsen trainiert manchmal allein. „Aber manchmal fahre ich auch mit meinem Vater, mit meinem Freund Christiaan oder mit De Peddelaars. Ich habe keine feste Trainingsstrecke, aber ich finde die Kopfsteinpflasterstraßen um Winterswijk sehr schön. Man kann dort problemlos 40 Kilometer lange Runden fahren.“
Foto: Achterhoerk Nieuws
