Doetinchem gedenkt Kriegsopfer mit Kerzenlicht während des Lichterabends

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Jedes Jahr wird an Menschen und Soldaten erinnert, die während des Zweiten Weltkriegs ihr Leben für die Freiheit gaben. An Heiligabend entzünden Angehörige Kerzen an den Kriegsgräbern von insgesamt sechzehn Verstorbenen – ein stilles und herzliches Zeichen des Respekts.

Karel Berkhuysen von der Stiftung Doetinchem Herdenkt betont die große Bedeutung dieser Gedenkveranstaltung: „Es ist sehr schön zu sehen, dass das Interesse für diesen Abend ungebrochen ist. Gerade weil immer mehr Hinterbliebene älter werden, wird es für viele schwierig, die Gräber noch persönlich zu besuchen – vor allem wenn sie aus dem Ausland anreisen müssten. Die letzten Zeitzeugen des Krieges sind inzwischen um die neunzig Jahre alt. Deshalb ist es heute wichtiger denn je, das Gedenken aufrechtzuerhalten.“

Am Heiligabend werden auf dem Friedhof an der Loolaan sechzehn Kerzen angezündet – für zwölf alliierte Soldaten und vier Niederländer, die in Kriegszeiten ums Leben kamen. Die feierliche Zeremonie beginnt um 16:45 Uhr.

Berkhuysen sieht gerade in der aktuellen Weltlage die Notwendigkeit, an den Wert des Erinnerns zu erinnern: „Nicht weit von uns entfernt herrscht heute wieder Krieg. Das zeigt uns, dass Freiheit niemals selbstverständlich ist. Obwohl das Ende des Krieges nun achtzig Jahre zurückliegt, beweist die Gegenwart, wie rasch sich ähnliche Situationen wiederholen können. Solche Tragödien dürfen sich nicht wiederholen – deshalb ist es so entscheidend, beständig zu erinnern und das Bewusstsein weiterzutragen.“

Die Tradition der Lichtjesavond hat ihre Ursprünge in Finnland und wird inzwischen in ganz Deutschland und den Niederlanden gepflegt. In diesem Jahr werden auf über 400 Friedhöfen im ganzen Land rund 25.000 Kriegsgräber durch Kerzen beleuchtet und so ein eindrucksvolles Zeichen des Gedenkens gesetzt

Quelle: Regio8

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