DRU Industriepark in finanziellen Schwierigkeiten: Noch 600.000 Euro Miete stehen aus

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Die DRU Industriepark-Stiftung steht finanziell unter Druck. Aktuell bestehen unter anderem Rückstände bei Zahlungen an die Gemeinde Oude IJsselstreek sowie an die Finanzbehörden. Diese Entwicklung steht im Gegensatz zu den jüngst vorgestellten Plänen zur Weiterentwicklung des Industrieparks.

Während einer Ratsitzung äußerte die zuständige Dezernentin Janine Kock: „Ich fühle mich hier unwohl. Fünf Tage nach der Präsentation der Pläne am 18. September informierte uns der Geschäftsführer über die besorgniserregende finanzielle Lage.“ Er sei nicht in der Lage, einen Teil der Miete für dieses Jahr zu begleichen. Kock zeigte sich darüber sehr erstaunt, da die Miete in der Regel jährlich im Voraus gezahlt wird und dies für das Jahr 2024 noch nicht geschehen sei. Die jährliche Mietsumme beläuft sich auf knapp 600.000 Euro.

Die Dezernentin hat jedoch keinen vollständigen Überblick über die finanziellen Verhältnisse der Stiftung. „Ich weiß, dass es ein Problem mit unserer Miete gibt, etwa 600.000 Euro. Zudem ist auch das Finanzamt Gläubiger; es müssen noch einige Corona-Hilfen zurückgezahlt werden“, erklärte sie. Neben den Schulden gegenüber der Gemeinde und dem Finanzamt gibt es auch einen offenen Kredit bei der BNG Bank. Wie es zu dieser Situation gekommen ist, bleibt für die Dezernentin unklar: „Wir haben in den Unterlagen keine Unregelmäßigkeiten gefunden.“

Kurz nach den alarmierenden Äußerungen von Geschäftsführer Gerk van der Wal wandte sich auch der Aufsichtsrat der Stiftung an die Dezernentin, um ihre finanziellen Bedenken zu äußern. Jetzt steht die Entwicklung eines Sanierungs- und Entwicklungsplans an. Der erste Entwurf sorgte jedoch für einige Fragen im Stadtrat. Daraufhin wurde ein neues Konzept in Auftrag gegeben, das sich auf drei wesentliche Punkte konzentrieren soll: die Sicherstellung der Kontinuität der angebotenen Dienstleistungen, die Minderung des finanziellen Risikos für die Gemeinde und die Berücksichtigung von Entwicklungsszenarien.

Die zuvor vorgestellten Pläne zur Weiterentwicklung des Industrieparks sehen unter anderem die Schaffung einer autofreien Zone, die Begrünung des Geländes sowie die Errichtung von Terrassen und die Aufstellung von Tiny Houses für Übernachtungen im Jahr 2025 vor. Zudem wird die DRU Expo eröffnet, die das Gelände in ein Freilichtmuseum mit historischen Telefonzellen verwandelt. Verschiedene Organisationen werden umziehen, darunter REGIO8, und es entsteht ein Hotelpilot im Portiersgebäude. Die SSP-Halle wird als DRU-Halle umgestaltet, die Platz für ein Museum, eine Bibliothek, eine Kaffeebar und einen multifunktionalen Konzertsaal bietet.

Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt alles offen. Spätestens am 1. Dezember wird Van der Wal erneut mit dem Stadtrat in Kontakt treten, um seinen Plan vorzustellen. Kock erklärte: „Wir befinden uns in einer akuten Phase; wir müssen jetzt sicherstellen, dass alle Dienstleistungen der Stiftung fortgeführt werden können. Danach gehen wir in die Phase der Sanierung und Weiterentwicklung.“

Bislang bleibt abzuwarten, wie die finanziellen Schwierigkeiten gelöst werden, doch die Pläne zur Weiterentwicklung sind keineswegs aufgegeben. Der Fokus liegt derzeit vor allem darauf, die DRU zu erhalten und alle Aktivitäten aufrechtzuerhalten

Quelle: Regio8

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